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Radioaktives Tritium in Fukushima Strahlung nach Taifun verzehnfacht

Die Konzentration an radioaktivem Tritium im Grundwasser des havarierten Atomkraftwerkes Fukushima hat sich nach Taifun "Phanfone“ verzehnfacht. Und der nächste Wirbelsturm ist bereits im Anmarsch.

Eine am vergangenen Donnerstag genommene Grundwasser-Probe aus einem Brunnen nahe des Fukushima-Reaktors Zwei ergab eine Belastung von rund 150.000 Becquerel Tritium pro Liter. Das ist das Zehnfache der Belastung, die dort noch eine Woche zuvor gemessen wurde, wie die Japan Times berichtet. Auch die Konzentration anderer radioaktiv strahlender Substanzen war demnach deutlich erhöht. So lag das Knochenkrebs verursachende Strontium-90 in einer Konzentration von 1,2 Millionen Becquerel pro Liter vor, was einem neuen Rekordwert entspricht.

Der Brunnen, dem die Proben entnommen wurden, liegt nicht weit entfernt vom Pazifikzugang der Anlage. Laut dem Fukushima-Betreiber Tepco spülte wahrscheinlich der starke Regen, den Taifun "Phanfone“ Anfang letzter Woche mit sich brachte, die radioaktiven Stoffe aus den havarierten Reaktorblöcken ins Grundwasser. Genau erklären könne man die erhöhten Werte jedoch nicht.

Tepco informierte ebenfalls über Ergebnisse einer weiteren Probe an einem zweiten Brunnen, der sich ebenfalls östlich des Reaktors Zwei befindet. Hier lag die Belastung durch radioaktives Caesium um 70 Prozent über den Werten der Vorwoche.

Der Fukushima-Betreiber misst regelmäßig die Radioaktivität des Grundwassers an 34 Stellen in der Nähe der havarierten Reaktoren Eins bis Vier. An insgesamt drei Kontrollpunkten sind seit den starken Regenfällen infolge des letzten Taifuns Rekord-Belastungen durch Radioaktivität gemessen worden.
Nun ist mit "Vongfong“ innerhalb einer Woche der zweite Taifun auf Japan getroffen. Auf seinem Weg von der südlichen Inselprovinz Okinawa kommend bewegt er sich mit Windgeschwindigkeiten von über 250 Kilometern pro Stunde auf die Hauptinsel zu und wird Tokio wahrscheinlich in der Nacht zu Dienstag erreichen.
Wie schon im Falle des Taifuns "Phanfone“ letzte Woche liegt Fukushima nicht im Einzugskorridor des Wirbelsturms. Allerdings werden erneut starke Regenausläufer auch die Katastrophen-Atomanlage erreichen.
Tepco hat vorbereitende Maßnahmen zum Schutz der havarierten Reaktorblöcke auf Facebook geteilt. Sie zeigen, wie die großen Massen Regenwasser abgeleitet werden sollen. 

 
 

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