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Videobotschaft an Keith Flint Anonymous setzt "Prodigy"-Frontmann ein Ultimatum

Die Rockband “The Prodigy“ ist bekannt für rebellische Texte. Frontmann Keith Flint hat ein neues Hobby, das kontrovers ist. Das Hacker-Kollektiv Anonymous ist wütend - und setzt ein Ultimatum. 

"Sei gegrüßt, Welt. Wir sind Anonymous", rezitiert ein maskierter Sprecher mit elektronischer Stimme – ein Bild, das in letzter Zeit häufig an die Öffentlichkeit gelangte. Das Hacker-Kollektiv richtete nun eine Botschaft an Keith Flint. Der Sänger der Rockband "The Prodigy" sei zum "Verräter" geworden.

"Sie sollten wissen, Mr. Flint, dass wir einmal großen Respekt für Sie hatten", erklärt Anonymous in dem neuen Video. Das Kollektiv habe die Kunst der Gruppe sehr zu schätzen gewusst. Die Musik der Band habe für eine Rebellion gegen das System gestanden, für große Wut und eine Mission. "Heute sind Sie Ziel dieser Botschaft", fährt der Sprecher fort, "weil Sie eine Schande dafür sind, wofür wir stehen."

Symbol eines sterbenden Traums

"Es ist uns zu Ohren gekommen, dass Keith einen Fetisch für das Töten von Tieren hat", heißt es in dem Video. Flint habe das Jagen für sich entdeckt und sei dabei auf die Seite der "reichen Elite" gewechselt. Dieser Elite wirft Anonymous vor, "das Land zu zerstören, Tiere zum Spaß zu töten und Lebensmittel zu vergiften". Was der 46-Jährige verbrochen habe, sei für die Hacker "Verrat". Damit sei der Sänger Teil geworden eines "sterbenden Traums", der nur dazu diene, die Bevölkerung abzulenken.

 

Die Botschaft sei dennoch keine Drohung, betont Anonymous. Es handle sich um eine Warnung und den Appell, "sich ernsthaft im Spiegel zu betrachten". Flint stünde weiterhin unter Beobachtung. Für einen Sinneswandel solle ihm ein Jahr genügen. Was er zu erwarten hat, ließ der Sprecher offen.

Flint zeigt keine Einsicht

Tatsächlich sei der Sänger in eine ländliche Gegend der englischen Grafschaft Essex gezogen, wie der "Mirror" berichtete. Dort sei er Gastwirt einer Kneipe und habe Anschluss an die Jägerszene gefunden. Er habe zudem Geld in sechs Pferde investiert. Mit einem davon habe er an einem Jagdrennen teilgenommen, wie Augenzeugen der britischen "DailyMail" berichteten. "Seine Begeisterung für den Sport ist das Gesprächsthema in Jagdkreisen", berichtete eine Quelle.

Auf Facebook zeigt Flint sich unberührt. "Es wurden keine Tiere gejagt oder getötet, mein Gewissen ist rein", schreibt der Sänger in einem Posting auf der Bandseite von "The Prodigy". Fans reagieren gespalten.

Message from Keef Flint: 'In regards to a story going around about me right now - yes I live in essex and have a couple...

Posted by The Prodigy on Sonntag, 3. Januar 2016
 

Für die Warnung von Anonymous findet die Netzgemeinde klare Worte: "Was für eine Zeit- und Energieverschwendung", kommentiert ein User die Botschaft. "Wenn ihr die Welt zu einem besseren Ort machen wollt, solltet ihr aufhören, einzelne Personen ins Visier zu nehmen." Solche Konflikte seien rein persönlich.

Flint ist nicht der erste Musiker, der im Fokus der Hacker stand. Im März 2015 veröffentlichte das Kollektiv eine Ansage an den US-Rapper Kanye West, den es für "Arroganz" und "Machtmissbrauch" kritisierte.

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