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Independent-Filmer verulkt Filmbehörde Beamte, die auf Ziegel starren

Die Mitarbeiter der britischen Filmbehörde BBFC haben einen besonders langweiligen Tag hinter sich. Ein Künstler ließ die Zensoren zehn Stunden lang einen Film sehen. Passiert ist dabei - nichts.

Der Preis für die beste Verulkung einer staatlichen Behörde geht in diesem Jahr wohl an den Filmemacher Charlie Lyne. Der hat via Crowdfunding die stattliche Summe von 5963 Pfund, rund 7865 Euro, gesammelt, um einen Zehn-Stunden-Film zu drehen. Doch der Inhalt des "Werkes" ist alles andere als spektakulär. Der zehn Stunden lange Film "Paint Drying" (deutsch: "Farbe trocknet") zeigt eine frisch gestrichene, weiße Wand beim Trocknen. Nichts anderes.

Dennoch muss sich die BBFC (Britisch Board of Film Certification), das britische Pendant zur FSK, den Film einmal komplett anschauen, um ein Zulassungsalter zu bestimmen. Zehn Stunden lang auf eine weiße Wand starren - Popcorn-Kino sieht wohl anders aus. Doch es könnte ja sein, dass es doch noch einen kritischen Moment in dem Streifen gibt.

Charlie Lyne will nicht einfach nur die kostbare Zeit der Beamten verschwenden. Wie das Portal "HelloU" berichtet, ist der Film ein Protest gegen die hohen Gebühren für Independent-Filmemacher, die es den Künstlern schwer machen, ihre Filme auf dem Markt zu platzieren.

Auf der Crowdfunding-Seite seines Projektes erläutert Lyne die genauen Kosten, um seinen Film von der BBFC prüfen zu lassen: 101,50 Pfund (134,36 Euro) beträgt die Bearbeitungsgebühr. Hinzu kommen 7,09 Pfund (9,39 Euro) pro Minute des Films. Das gesammelte Geld diente also dem Zweck, die Prüfung eines möglichst langen Films zu bezahlen. 

 

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