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"Kopftuchbeschwerde" einer Kundin Wie ein Apotheker im Netz zum Held wurde

Wegen des Kopftuchs einer Mitarbeiterin schrieb die Kundin einer Bochumer Apotheke einen wütenden Beschwerdebrief. Mit der Reaktion des Inhabers hatte sie dabei wohl nicht gerechnet.

Falls die Frau Bedauern erwartet hatte, irrte sie gewaltig. Denn in den Apotheken von Jens Beuth ist diese Kundin nicht mehr erwünscht. "Mit kopftuchlosen Grüßen" unterzeichnete die Dame einen Beschwerdebrief, mit dem sie ihrer Wut darüber Luft machte, dass Beuth in seiner Apotheke im Ruhr-Park Bochum eine "Mitarbeiterin mit muslimischem Kopftuch" beschäftigt.

Damit habe er sie und ihren Mann als Kunden verloren, denn sie "können es definitiv nicht akzeptieren, dass mir durch diese Person nonverbal mitgeteilt wird, ich präsentiere mich also Sexualobjekt und dass meinem Mann unterstellt wird, dass er schon geil wird, sobald er ein paar Haare sieht", heißt es in dem Schreiben weiter.

Den gesamten Text veröffentlichte der Apotheker auf Facebook, inklusive seiner Antwort: "Normalerweise erwarten Sie jetzt, dass ich als Geschäftsmann einen floskelhaften Brief schreibe, Sie um Verständnis bitte oder mich für irgendetwas entschuldige", beginnt er.

Integrieren statt intrigieren

Doch das sei mitnichten der Fall. Vielmehr freue er sich, dass die Kundin ankündige, in seinen Filialen nicht mehr einkaufen zu wollen - "da Sie bei uns definitiv nicht erwünscht sind", schreibt Beuth. Er habe sich einfach so geärgert, erklärte der Chef der Farma-Plus-Apotheken der "Westdeutschen Allgemeine Zeitung" (WAZ).

Hallo zusammen!Mal wieder etwas in eigener Sache.Ich veröffentliche das mal anonym, damit sich jeder seine Meinung...

Posted by Jens Beuth on Monday, January 25, 2016
 

Womit er wohl nicht gerechnet hat: Der Beitrag wird von vielen Facebook-Nutzern begrüßt und binnen weniger Tage mehrere Tausend Mal geteilt. Er beschäftige einen Querschnitt der Bevölkerung, darunter "dicke, dünne, große und kleine Frauen und Männer" und eben auch "Christen, Muslime und Atheisten", schreibt Beuth weiter in dem Post. 

In Anspielung auf die These der Kundin "Integration läuft anders" fügt der Mann zum Schluss hinzu: "Vielleicht möchten Sie sich ja noch selbst in Zukunft in die Gesellschaft integrieren und damit aufhören zu intrigieren!"

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