Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Social-Media-Rätsel Was ist das für ein rätselhaftes Tier?

Auf Twitter werden seit Tagen Fotos eines skurrilen Wesens geteilt. Es sieht aus, als sei es der Fantasie entsprungen, ist aber höchst real – und kann unangenehm werden.

Seit Tagen geistert ein merkwürdig aussehendes Tier durch den Kurznachrichtendienst Twitter. Wer begonnen hat, Fotos unter dem Hashtag #glaucusatlanticus zu posten, lässt sich kaum mehr nachvollziehen. Dass das Tier die Menschen fasziniert, schon eher. Es sieht aus wie ein winziger Drache, ein von Filmemachern erdachtes Wesen, etwa aus "Der Herr der Ringe". Dabei stehen die Chancen gar nicht so schlecht, ihm beim Baden zum Beispiel im Mittelmeer zu begegnen.

Es hört auf den lateinischen Namen Glaucus Atlanticus und gehört zur Familie der Fadenschnecken. Im Deutschen bezeichnet man das Tierchen als Blaue Ozeanschnecke, weil es im Meer lebt, genauer gesagt treibt. Allerdings nicht in hiesigen Gewässern, sondern in wärmeren Regionen: dem Mittelmeer, vor der Küste karibischer Inseln, vor Südafrika, Australien oder Hawaii. Interessant ist an der Ozeanschnecke nicht nur das Aussehen, sie hat auch einigermaßen skurrile Eigenschaften.

Ihr Dasein verbringt die drei bis fünf Zentimeter große Ozeanschnecke in erster Linie damit, sich direkt unter der Wasseroberfläche von Wellen umhertreiben zu lassen und zu fressen, vorzugsweise Quallen. Die geben ihr nicht nur Energie. Sie versorgen sie auch mit ihrer eigenen Waffe, nämlich Gift. Denn die Ozeanschnecke hat eine beachtliche Fähigkeit: Sie kann das Gift ihrer Beute in ihren Ausstülpungen unverdaut ablagern und nutzt es dann selbst zur Verteidigung.

So putzig die kleinen Kerlchen aussehen – anfassen sollte man sie lieber nicht. Der eine oder andere User, der gerade Fotos einer Ozeanschnecke postete, hatte zuvor die Nesselzellen zu spüren bekommen.

Was man auf den Bildern sieht, ist übrigens die Unterseite der Tiere, also ihr Bauch. Sie treiben nämlich verkehrt herum im Wasser, und das aus gutem Grund: Ihre dunkle Bauchfärbung tarnt sie im Wasser, so können Raubvögel die Schnecken schlecht erkennen. Ihre Rückseite, die zum Meeresgrund gerichtet ist, hat eine silbergraue Färbung. Das schützt die Ozeanschnecke vor Raubfischen.

So wie andere Fadenschnecken ist auch Glaucus atlanticus ein Zwitter, das heißt, die Tiere verfügen sowohl über einen Penis als auch über ein weibliches Geschlechtsorgan. Alle Tiere können demnach Eier ablegen.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.