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Post auf Facebook Ein Anti-Trump-Brief bricht Rekorde

Donald Trump polarisiert die USA. "Humans of New York"-Macher Brandon Stanton machte seiner Wut nun bei Facebook Luft - und erntet rekordverdächtige Reaktionen.

Er poltert, nimmt kein Blatt vor den Mund und gibt wenig auf politisch korrektes Verhalten: Mit schroffen Sprüchen polarisiert Donald Trump die US-amerikanischen Wähler. Ähnlich wie in Deutschland die rechtspopulistische AfD scheint Trump in den USA ein Ventil für etliche Menschen mit Ängsten, Ressentiments und Frustrationen zu sein. Auf der anderen Seite sind zahllose Amerikaner schockiert von der Schärfe und der rassistischen Agitation, die der Milliardär bei seinen Wahlkampfreden an den Tag legt.

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Mit einem offenen Brief an den republikanischen Präsidentschaftskandidaten landete jetzt ein Journalist einen rekordverdächtigen Erfolg bei Facebook. Mehr als zwei Millionen Menschen drückten "Gefällt mir", mehr als eine Millionen Nutzer teilten den Text mit ihren Freunden.

An Open Letter to Donald Trump:Mr. Trump,I try my hardest not to be political. I’ve refused to interview several of...

Posted by Humans of New York on Monday, 14 March 2016
 

Brandon Stanton beschreibt in dem Statement, dass er auf den richtigen Zeitpunkt gewartet habe, in das Wahlkampfgeschehen einzugreifen. Irgendwann wurde ihm dann klar, dass es keinen richtigen Zeitpunkt gebe, um gegen Gewalt und Vorurteile vorzugehen. Jede Zeit sei dafür die richtige. Es ginge auch nicht mehr um eine politische Entscheidung, sondern um eine moralische.

Rassismus-Vorwurf gegen Trump

Trump habe rassistische Bilder gepostet und rassistische Lügen verbreitet. Mit Freude habe der Präsidentschaftskandidat zu Gewalt aufgerufen, Folter verteidigt und die Ermordung der Angehörigen von Terroristen propagiert. Vergnügt habe Trump Geschichten über die Hinrichtung von Muslimen mit in Schweineblut getauchten Gewehrkugeln erzählt. Flüchtlinge bezeichnete er als Schlangen, und mit Sprüchen wie "Der Islam hasst uns" spickte er seine Reden.

Stanton selbst habe Hunderte Muslime interviewt, Menschen, die er zufällig auf den Straßen Pakistans, des Irans oder des Iraks getroffen habe. Zudem sprach er mit Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak, doch Hass begegnete ihm nur von einer Seite – von Donald Trump.

Trumps Aktivitäten werden genau beobachtet

Der Fotojournalist, der mit seinem Projekt "Humans of New York" bei Facebook aktiv ist, will dem Trump jetzt eine Grenze setzen: Viele Menschen hätten dessen populistische Aktivitäten genau verfolgt, von dessen Wandlungsfähigkeit wollen sie sich nicht täuschen lassen. Trump sei kein Vermittler, hätte nicht die Würde eines Präsidenten. Niemand werde vergessen, mit welcher Hingabe er Vorurteile und Gewalt geschürt habe, schreibt Stanton.

Das Projekt "Humans of New York" betreibt der Ex-Börsianer Stanton bereits seit einigen Jahren äußerst erfolgreich. Rund 16 Millionen Leute folgen der Seite auf Facebook, auf der Geschichten über die Großstädter mit ansprechenden Fotos erzählt werden.

Einen echten Rekord hat Brandon mit dem Text jedoch lediglich bezogen auf den US-Wahlkampf aufgestellt. Häufiger geteilt wurde bei Facebook zum Beispiel der Beitrag eines jungen Mädchens zum Thema Mobbing (mehr als vier Millionen Mal geteilt) oder eine Anleitung zum Herstellen eines Apfelgebäcks (mehr als sechs Millionen Mal geteilt).

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