Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Pyro-Chaoten im Fußball Eintracht Frankfurt droht Geisterspiel

Eintracht Frankfurts "Randalemeister" machen dem Bundesligisten das Leben schwer. Nach dem jüngsten Zwischenfall gegen Bayer Leverkusen droht der DFB dem Aufsteiger mit drakonischen Strafen.

Bundesligist Eintracht Frankfurt drohen wegen der massiven Probleme mit wenigen Chaoten unter den eigenen Fans eine drakonische Bestrafung und damit verbunden ein enormer Imageschaden. Wegen des erneuten Fehlverhaltens seiner Problemfans im Spiel bei Bayer Leverkusen (1:3) erwartet den sportlich so souveränen Aufsteiger einen Geldstrafe, die über 100.000 Euro liegen wird sowie ein Ausschluss der Zuschauer bis hin zu einem Geisterspiel.

Wie der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mitteilte, werde im Zuge der Ermittlungen um die Vorfälle im Spiel am vergangenen Samstag ein bereits bestehender Strafantrag zurückgezogen und mit den neuen Verfehlungen "gebündelt" behandelt.

Für die Vorfälle während der Spiele am 21. September beim 1. FC Nürnberg und am 30. November bei Fortuna Düsseldorf hätten die Hessen bereits 100.000 Euro zahlen müssen. "Die Verfehlungen der Frankfurter Zuschauer in den genannten drei Spielen fließen allesamt in das neue Verfahren ein", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses.

Der DFB räumte der Eintracht allerdings die Möglichkeit ein, in den nächsten Tagen Stellung zu beziehen und die Störenfriede zu ermitteln. In Leverkusen hatten Anhänger der Hessen am Samstagnachmittag Silvesterraketen aus ihrem Block geschossen und Bengalische Feuer abgebrannt, was zu einer sechsminütigen Spielunterbrechung führte.

"Es ist total deprimierend"

Die Problemfans der Frankfurter gelten zudem als Wiederholungstäter - nach erheblichen Verfehlungen tauften sich die Fußballgegner einst selbstgefällig "Randalemeister". "Wegen der früheren Vorkommnisse steht eine Sperre für ein Spiel zur Debatte", sagte Frankfurt-Anwalt Christoph Schickhardt der "Bild"-Zeitung. Wie der "kicker" berichtet, belaufen sich die Strafzahlungen seit 2002 auf 473.500 Euro. Bereits das erste Saisonspiel hatte Frankfurt wegen des Fehlverhaltens der Anhänger vor nur 26.500 eigenen und 5000 Gästefans austragen dürfen.

"Nur mittels Identifizierung und Benennung der schuldigen Täter durch die Vereine können wir zu individuelleren und täterbezogenen Strafen kommen. Deshalb stehen die Klubs und ihre Fans vorrangig in der Pflicht", sagte DFB-Vizepräsident Rainer Koch: "Nur so lässt sich eine verschuldensunabhängige Haftung begrenzen."

Eintracht-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen hatte sich jedoch wenig optimistisch gezeigt, einzelne Chaoten ermitteln zu können. "Es ist total deprimierend", sagte Bruchhagen nach genauer Ansicht der Bilder aus Leverkusen: "Ich kann nicht verstehen, dass sich die Personen in der Umgebung hier auch noch solidarisch erklären. Aber wir werden im Kampf gegen die Problemfans in Frankfurt nicht resignieren. Wir versuchen alles, um diese Leute aus dem Stadion zu entfernen."

Bruchhagen störe "vor allem die Arroganz dieser Fans, die behaupten, es sei ihr Fußball". Die Vorkommnisse in Leverkusen, aufgrund derer FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) beide Teams nach einer Viertelstunde Spielzeit beim Stande von 0:0 für eine sechsminütige Unterbrechung in die Kabine geschickt hatte, hätten "nochmal eine ganz andere Qualität als das verbotene Abbrennen von Pyrotechnik im Block", sagte Bruchhagen: "Diese Problembesucher müssen wir ausgrenzen."

DFB nimmt Leverkusen ins Visier

Auch gegen Leverkusen leitete der DFB ein Ermittlungsverfahren ein. Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser hatte bereits angedeutet, mögliche Strafzahlungen an die Anhänger der Hessen weiterleiten zu wollen. Wie der DFB mitteilte, sei bis "Mitte bis Ende nächster Woche nicht mit einer Entscheidung der DFB-Sportgerichtsbarkeit in dieser Angelegenheit zu rechnen".

Der Pyro-Eklat ist ein weiterer Tiefpunkt in der Sicherheitsdiskussion im deutschen Profi-Fußball, die nach der Verabschiedung des Sicherheitspapiers der Deutschen Fußball Liga (DFL) am 12. Dezember 2012 beendet schien. Die vermummten Frankfurter Chaoten führten den offensichtlichen Burgfrieden zwischen Fans, Vereinen und Verbänden ad absurdum.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()
 
 
 
 
Max Verstappen könnte schon Anfang Oktober sein F1-Debüt geben
Formel 1
Verstappen soll schon in Suzuka debütieren
Don Jackson ist mit dem EHC weiter ungeschlagen Tabellenführer
Eishockey
München bleibt Tabellenführer
Die Handball-EM 2012 fand in Serbien statt
Handball
EM bereits ab 2020 mit 24 Teilnehmern
Wallace Spearmon darf drei Monate lang keine Wettkämpfe bestreiten
Leichtathletik
US-Sprinter Spearmon wegen Dopings gesperrt
Alberto Contador konnte dreimal bei der Vuelta triumphieren
Radsport
Contador will 2015 wieder beim Giro starten
Ronny rettete Hertha mit zwei verwandelten Freistößen den Punktgewinn
1. Bundesliga
Ronny bewahrt Hertha vor Pleite
Ronny erzielt beide Tore für die Hertha.
1. Bundesliga
Ronny erlöst Hertha BSC
Braunschweigs Björn Kluft freut sich über sein Tor zum 1:0.
2. Bundesliga
Eintracht Braunschweig meldet sich zurück
Michel Platini hat sich zur Uhren-Affäre bei der FIFA geäußert
Fußball International
Platini kritisiert FIFA in Uhren-Affäre
Markus Babbel ist im Moment ohne Trainerjob
1. Bundesliga
Babbel: Trainer durch WM-Sieg unter Druck
Arsenal beendete das Geschäftsjahr mit einem Plus von sechs Millionen Euro
Fußball International
Arsenal mit Plus von sechs Millionen Euro
Löw weiß noch nicht, ob er 2020 noch im Amt ist
Paneuropäische EM 2020:
Joachim Löw setzt auf Heimvorteil
Die FIFA plant ebenfalls dreiminütige Pausen bei Gehirnerschütterungen
Fußball International
FIFA für dreiminütige Pausen
Mercedes gewann in dieser Saison zehn von 13 Rennen
Formel 1
Silberpfeile gejagt von den Verfolgern
Die Stuttgarter Fans sind sauer auf die VfB-Bosse
Fans vom VfB Stuttgart
Offener Bruch mit Team und Bossen
Özil musste zuletzt deutliche Kritik einstecken
"Kritik ist unfair"
Wenger nimmt Özil in Schutz
Guardiolas Team steht vor einer unangenehmen Aufgabe
Pep Guardiola gegen Joe Zinnbauer
"Gefährlichstes Spiel"
Lewis Hamilton
Großer Preis von Singapur
Lewis Hamilton mit Bestzeit
Bernie Ecclestone würde Vettel gerne bei Ferrari sehen
Bernie Ecclestone
"Sebastian Vettel wäre der richtige Mann für Ferrari"
Berti Vogts ist seit 2008 Nationaltrainer Aserbaidschans
Fußball International
EM 2020: Vogts freut sich für Baku
Tim Wiese hat ordentlich Muskelmasse aufgebaut. Deswegen hat er nun einen Anruf vom Wrestlingveranstalter WWE bekommen.
Angebot liegt schon vor
Tim Wiese erwägt Karriere als Wrestler
Ein Klub fehlt in dieser Tabelle - der HSV.
Tabellenpanne im "kicker"
Hamburger SV reagiert wie ein Champion
Ciro Immobile
Champions League
Dortmund lässt Arsenal keine Chance
Das Wembley-Stadion in London. Hier finden die beiden Halbfinals und das Finale der paneuropäischen Fußball-WM statt.
Fußball-EM 2020
München bekommt vier Spiele, London das Finalpaket
Jürgen Klopp war mit dem CL-Auftakt sehr zufrieden.
Stimmen zur Champions League
"Pressing-Maschine nahe der Perfektion"
Pep Guardiola (li.) tätschelt Franck Ribéry. Der Mittelfeldspieler wird gegen Manchester City ausfallen.
Bayern vor CL-Auftakt
Nach der WM ist (leider) vor der Champions League
Jerome Boateng traf in der 90. Minute zum 1:0 Endstand.
Champions League
Weltmeister Boateng erlöst die Bayern
Die Fans von Union Berlib planen gegen RB Leipzig eine größere Protestaktion
"Hassobjekt" RB Leipzig
Fans von Union Berlin planen erneuten Protest
Bastian Schweinsteiger (li.) während des WM-Finales. Der Bayern-Star laboriert an Patellasehnen-Problemen.
Bayern-Star macht Sorgen
Bastian Schweinsteiger gibt weiter Rätsel auf
Sebastian Vettel blickt optimistisch auf die nächsten Rennen
Formel 1
Vettel: Mit Spaß und neuem Chassis in die Nacht von Singapur
Die Wolfsburger waren vor allem in der Defensive überfordert, wenn die Engländer schlagartig das Tempo erhöhten.
Europa League
Herbe Pleite für Wolfsburg
Beiersdorfer erwartet vom Team eine Leistungssteigerung.
Vor Duell HSV gegen Bayern
Beiersdorfer nimmt Mannschaft in die Pflicht
Lewis Hamilton (v.) und Nico Rosberg (h.) trennen in der WM-Wertung 22 Punkte
Formel 1
Titelkampf der Silberpfeile - 'Wie zu alten Kart-Zeiten'
Bayer kassierte damit im siebten Pflichtspiel der Fußball-Saison die erste Niederlage.
Champions League
Leverkusen startet mit bitterer Niederlage
Franz Beckenbauer sieht die Probleme des HSV als hausgemacht
Franz Beckenbauer über den Hamburger SV
"Jeder hat eine eigene Zeitung"
Cristiano Ronaldo
Champions Leauge
Traumstart für Real - Last Minute-Sieg für Liverpool
Felix Magath musste die nächste Niederlage seines Teams mit ansehen.
Nach neuerlicher Pleite
Felix Magath bei Fulham vor dem Aus
Frank Ribery fehlt dem FC Bayern erneut
1. Bundesliga
Ribery: 'Das kotzt mich einfach an'
Dirk Zingler, Präsident von Union Berlin.
"Hassobjekt" RB Leipzig
Union-Boss Zingler kann Fans verstehen
Brandao (l.) und seinem Anwalt (r.) werden das Urteil wohl anfechten
Nach Brutalo-Kopfstoß
Brandao erhält drakonische Strafe