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1. Bundesliga Schießbude Gladbach soll in Mainz schließen

Borussia Mönchengladbach muss im Rennen um die internationalen Plätze seine Abwehrprobleme dringend abstellen. Im Duell beim FSV Mainz 05 soll endlich wieder die Null stehen.

Die Statistik ist erschreckend und klingt nach Abstiegskampf. 24 Gegentore in acht Pflichtspielen, dazu die zweitschwächste Defensive der Bundesliga - dem Anspruch eines Spitzenteams wird Borussia Mönchengladbach angesichts anhaltender und eklatanter Abwehrschwächen derzeit kaum gerecht.

Zwar sind die ambitionierten Saisonziele noch längst nicht in Gefahr, doch im Rennen um die internationalen Plätze muss sich der Tabellenvierte schleunigst stabilisieren. An der offensiven Grundausrichtung seines Teams will Trainer Andre Schubert aber auch im Gastspiel beim FSV Mainz 05 am Freitagabend (20.30 Uhr) nichts ändern.

"Wir wollen angreifen und offensiv spielen", sagte Schubert am Donnerstag, gab jedoch unmissverständlich zu verstehen, "natürlich auch nicht so viele Gegentore kassieren" zu wollen. Beim verpatzten Rückrundenauftakt gegen Borussia Dortmund (1:3) war genau dies nicht gelungen. Man habe die Niederlage gegen den BVB analysiert und an den entsprechenden Punkten gearbeitet, versicherte Schubert und meinte insbesondere das Defensivverhalten.

Die Fehler liegen im Gladbacher Kollektiv. Während die Elf vom Niederrhein im Angriff oft stark kombiniert und begeistern kann, fehlt in der Rückwärtsbewegung immer wieder die Abstimmung. "Wir müssen die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive finden, dann werden wir wieder erfolgreich sein", hatte zuletzt auch Sportdirektor Max Eberl gefordert. Für mehr Stabilität könnte Winter-Neuzugang Martin Hinteregger sorgen, der in Mainz möglicherweise zu seinem Startelfdebüt kommt.

In Mainz wird Schubert jedoch mit weiteren Problemen konfrontiert. Neben dem rotgesperrten Granit Xhaka fällt in Mahmoud Dahoud eine weitere Stütze in der Mittelfeldzentrale verletzungsbedingt aus. Immerhin meldeten sich die zuletzt leicht angeschlagenen Offensivspieler Fabian Johnson und Thorgan Hazard für das Gastspiel bei den Rheinhessen einsatzbereit zurück.

Die Gladbacher Defensive vor Probleme stellen soll allen voran der Ex-Gladbacher Yunus Malli. Der vor dem Absprung zu Schalke 04 stehende Manager Christian Heidel hatte einen Transfer des mit acht Ligatreffern erfolgreichsten Mainzers zum BVB im Winter kürzlich abgelehnt. So geht der türkische Nationalspieler auch zur fünften Jahreszeit auf Torejagd für den FSV - und könnte im eigens entworfenen Fastnachtstrikot die jecken Tage am Rhein mustergültig einleiten.

Mainz: Karius - Brosinski, Balogun, Bell, Bengtsson - Baumgartlinger, Latza - De Blasis, Malli, Jairo - Muto. - Trainer: Schmidt

Mönchengladbach: Sommer - Korb, Christensen, Hinteregger, Wendt - M. Schulz, Nordveidt - Traoré, Johnson - Stindl, Raffael. - Trainer: Schubert

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