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1899 Hoffenheim Trainer Huub Stevens tritt wegen Herzproblemen zurück

Hoffenheim-Trainer Huub Stevens legt sein Amt nieder. Der Niederländer berichtete von Herzproblemen, die behandelt werden müssten. Dies sei mit seiner Trainer-Tätigkeit nicht vereinbar.

Die Ära von Huub Stevens bei 1899 Hoffenheim ist nach nicht einmal vier Monaten schon wieder zu Ende. Der Niederländer trat am Mittwoch aus gesundheitlichen Gründen beim Abstiegskandidaten der Fußball-Bundesliga zurück. Während einer Pressekonferenz des Fußball-Bundesligisten berichtete Stevens von Herzrhythmusstörungen. Es sei möglich, dass er sich in "kürzerer Zukunft" einer Operation unterziehen müsse.

Der 62-Jährige erklärte, in der brisanten Situation des Tabellen-17. verdiene der Club "einen Trainer, der 120 Prozent" bringen kann, um den Verein vor dem Abstieg zu retten. Dazu sei er derzeit aber nicht in der Lage. Damit stehen die Kraichgauer drei Tage vor dem wichtigen Spiel bei Werder Bremen ohne Trainer da.

Stevens' Nachfolge sollen vorerst seine beiden bisherigen Assistenten Alfred Schreuder und Armin Reutershahn übernehmen. Hinter den Kulissen sollen sich die Verantwortlichen darum bemühen, den 28 Jahre alten Julian Nagelsmann bereits jetzt in die Trainingsarbeit einzubinden. Der bisherige A-Jugend-Trainer sollte im Sommer ohnehin die Nachfolge von Stevens antreten, der Ende Oktober des vergangenen Jahres als Retter für den am Ende erfolglosen Markus Gisdol geholt worden war.

Katastrophale Saison

Stevens hatte zuletzt in ähnlicher Lage den VfB Stuttgart zweimal vor dem Abstieg bewahrt. Die Hoffnung von Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp, dass der Trainer-Routinier auch seinen einstigen Dorfclub wieder in sichere Tabellen-Gefilde führt, erfüllte sich aber nicht. In zehn Spielen unter der Regie des 62-Jährigen holte die TSG nur acht Punkte und einen Sieg. Nach der 0:2-Heimniederlage am Sonntag gegen Aufsteiger Darmstadt 98 steht die TSG in der Tabelle nur auf Platz 17.

Der Rückstand auf den nächsten Gegner Bremen auf dem Relegationsrang beträgt bereits fünf Punkte. Dennoch hatten sowohl Stevens als auch die Verantwortlichen einen erneuten Trainerwechsel zuletzt noch ausgeschlossen. Stattdessen hatte der Niederländer Fragen in dieser Hinsicht am Sonntag brüsk zurückgewiesen und stattdessen an den Zusammenhalt im Verein appelliert.

Allerdings war Stevens zuletzt auch intern nicht mehr unumstritten. Mit seiner knurrigen Art und deutlichen Ansprache waren nicht alle Spieler klargekommen. Zudem hatten einige Personalentscheidungen des erfahrenen Trainers für Verwunderung gesorgt. So hatte Stevens Nationalspieler Kevin Volland beim Auswärtsspiel in München auf die Bank verbannt, um ihn eine Woche später gegen Darmstadt wieder in die Startformation zu berufen. Vor allem offensiv brachten die Hoffenheimer unter Stevens nicht viel zustande und stellen mit 18 Treffern die zweitschlechteste Offensive hinter Ingolstadt.

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