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Strategiepapier vorgelegt 16 Top-Klubs fordern Bundesliga-Reform

Der Bundesliga stehen tief greifende Reformen bevor. Angezettelt von Schalke legten 16 Vereine ein Strategiepapier vor. Es soll mehr Geld bringen. Leidtragende wären die Zweitliga- und Amateurklubs.

Die Führungsriege der Deutschen Fußball Liga (DFL) steht unter gewaltigem Druck. Ihre Klubs erweisen sich als unersättlich. Es muss mehr Geld her, viel mehr. Der Job von Verbandschef Christian Seifert wäre gerade nicht vergnügungssteuerpflichtig.

Deswegen stehen im deutschen Profi-Fußball wohl tief greifende Veränderungen bevor. Laut einem Bericht der "Bild" liegt den 36 Klubs ein Strategiepapier zu Reformen bei der Verteilung der TV-Gelder, beim Modus des DFB-Pokals und bei der Struktur des DFB vor.

Ziel der angeregten Maßnahmen, die 16 Bundesligavereine auf einer von Schalke 04 initiierten Sitzung zusammenfassten, sollen eine finanzielle Stärkung besonders der Erstligaklubs sowie eine Entlastung von Europapokal-Startern und eine Professionalisierung des DFB sein.

Zum Thema TV-Gelder plädieren die Vereine für eine Reduzierung des Anteils für die Zweite Liga. Als Alternativen zum derzeitigen Anteil von 20 Prozent stehen unter der Voraussetzung von Einnahmen in der erhofften Höhe von einer Milliarde Euro eine Deckelung des Betrags für das Unterhaus auf den heutigen Stand von 142 Millionen Euro oder eine flexible Ausschüttung an die Zweite Liga von mindestens 15 Prozent im Raum. Hintergrund: Die Bundesliga soll konkurrenzfähig bleiben gegenüber den anderen Top-Ligen in Europa.

DFL hat für den DFB-Pokal tief greifende Pläne

Für den Pokal arbeitete der Gelsenkirchener Gesprächskreis zwei Modelle aus, durch die Europapokal-Starter von der Teilnahme an den ersten beiden Runden befreit werden. Derzeit starten die 18 Bundesliga- und Zweitligaklubs sowie 28 Amateurvereine gleichzeitig in der ersten Runde.

Konkret würde das bedeuten, dass die Amateurvereine erst später auf Spitzenteams wie etwa Bayern München oder Borussia Dortmund treffen könnten. Das machte den Pokalwettbewerb für sie deutlich uninteressanter - vielleicht nicht nur für sie.

Die DFL reagierte auf den Vorstoß am Freitagmittag. Sie sei zu dem Treffen der 16 Klubs eingeladen worden, war aber nun um Klarstellung bemüht. In einer Mitteilung hieß es: "In Bezug auf die einzelnen öffentlich bekannt gewordenen Gesprächspunkte ist festzustellen: Für die kommenden drei Spielzeiten bis zur Saison 2018/19 sind die Verträge des DFB-Pokals mit Zustimmung des Ligaverbandes abgeschlossen. Der bekannte Modus bleibt für diesen Zeitraum unverändert. Erst ab der Saison 2019/20 sind Veränderungen möglich. In den Struktur-Gesprächen mit dem DFB wurde bereits eine Erhöhung der Teilnehmerzahlen bei gleicher finanzieller Ausschüttung in den ersten beiden Runden eingebracht. So können bis zu 71 Amateurklubs statt bisher 28 von der attraktiven Teilnahme profitieren. Es bleibt nun ausreichend Zeit, diese sinnvollen Alternativen gemeinsam mit dem DFB zu prüfen."

In der Frage nach der künftigen Organisation des DFB sprachen sich die Vereine bei ihrer Versammlung für eine Ausgliederung der wirtschaftlichen Bereiche des Verbandsbetriebes in eine DFB GmbH aus. Die Führungsstruktur soll einem Wirtschaftsunternehmen entsprechend aus einem hauptamtlichen Geschäftsführer sowie Direktoren für einzelne Bereiche und einem Aufsichtsrat bestehen.

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