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"Tolle Leistung" So prima finden Trainer ihre Pleiten beim FC Bayern

Der FC Bayern hat in dieser Saison alle elf Heimspiele gewonnen. Viele Gästetrainer waren dennoch hochzufrieden mit ihrer Mannschaft. Die skurrilen Zitate aus den Pressekonferenzen.

Darmstadt hat sich wacker geschlagen. Selbst ein Tor geschossen, hinten nicht mehr als drei bekommen – mehr als solch ein am Ende schmeichelhaftes 1:3 (1:0) kann ein Aufsteiger beim FC Bayern dieser Tage kaum erreichen.

Und so war der Trainer auch glücklich. "Defensiv haben wir eine sehr starke Leistung gezeigt", urteilte Dirk Schuster und kam zum einzig möglichen Schluss: "Wir haben uns teuer verkauft."

Sie kennen diese Pressekonferenzsätze beim FC Bayern zur Genüge. Elf Heimspiele haben sie diese Saison bestritten, elfmal gingen sie als Sieger vom Platz. In der Regel gegen hochzufriedene Gegner. Der simple Trick der gegnerischen Trainer: Wer gar nicht gewinnen will, kann auch nicht enttäuscht werden. Und so lesen sich einige Trainer-Zitate, als hätte der eigene Klub gerade gewonnen.

0:5 – "Taktisch sehr gut"

0:5 wurde der HSV zum Saisonstart von den Bayern abgefertigt. Für den Trainer kein Grund zur Sorge. Im Gegenteil. "In der ersten Halbzeit haben wir es taktisch sehr gut gemacht", diagnostizierte Bruno Labbadia: "Wir sind voll im Umbruch. Das wird uns nicht umwerfen."

0:3 – "Gut im Spiel"

Auch der Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen holte sich seine Klatsche ab. Am Ende stand ein 0:3 auf der Anzeigetafel. Halb so wild, befand Roger Schmidt. "Wir haben gegen die beste Mannschaft der Welt gespielt, das war ausschlaggebend für die Niederlage", meinte der Gästetrainer. Und immerhin: "Es gab Phasen, in denen wir gut im Spiel waren."

1:2 – "Gut organisiert"

Diesmal ging es knapper zu als gewöhnlich, gegen Augsburg bedurfte es eines unberechtigten Elfmeters zum 2:1-Sieg der Bayern. "Ein Witz", befand Gästetrainer Markus Weinzierl, der ansonsten hochzufrieden war: "Wir waren gut organisiert, haben das sehr gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Es war eine gute Leistung von uns."

1:5 – "Gute erste Halbzeit"

Der Vorjahreszweite reiste durchaus mit Erwartungen nach München und dann mit einem 1:5 im Gepäck wieder ab. Ein legendärer Abend, erlaubte der VfL Wolfsburg Bayern-Stürmer Robert Lewandowski doch das Erzielen von fünf Toren binnen neun Minuten. "Das geht nicht", befand Trainer Dieter Hecking dann durchaus selbstkritisch und war damit einer der wenigen Übungsleiter, welche die Bayern-Reibe nicht als gottgegeben hinnahmen. Obwohl: "Wir hatten eine gute erste Halbzeit, haben es verstanden, Bayern München von unserem Tor fernzuhalten."

1:5 – "Am Anfang alles richtig"

5:1? Das können die Bayern auch zweimal. Diesmal erwischte es die bis dahin so starke Borussia aus Dortmund. Doch selbst Thomas Tuchel konnte dem Spiel etwas Positives abgewinnen. Spätestens hier wird ein deutliches Muster erkennbar. Anfangs läuft es meist prima. Dann aber kommt das verflixte erste Gegentor. "Wir haben am Anfang fast alles richtig gemacht", fand Tuchel, gab dann aber ehrlich zu: "Wir haben es den Bayern unter dem Strich viel zu einfach gemacht."

0:4 – "Es stört nur eines ..."

Wieder vier Tore Abstand, diesmal ein 4:0 gegen den 1. FC Köln. Kein Problem für Peter Stöger. Es gab an diesem Tag für den Trainer nur eine nicht ganz so erfreuliche Sache: "Das Einzige, was mich stört, ist, dass wir in drei, vier Kontersituationen in der ersten Halbzeit überhaupt keine Überzeugung rübergebracht haben."

0:4 – "Hut ab vor meiner Mannschaft"

Nächste Gegner, gleiches Ergebnis – 4:0 gegen den VfB Stuttgart. Gästetrainer Alexander Zorniger war danach richtig stolz auf sein Team: "Wir wollten uns nicht abschlachten lassen, deswegen ziehe ich den Hut vor der Leistung meiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit."

0:2 – "Vorbildlich"

Es wurde mal wieder ein bisschen knapper, das 2:0 gegen das Überraschungsteam von Hertha BSC geriet aber nie in Gefahr. Für Pal Dardai war dennoch alles in Butter. "Wir brauchen uns für nichts zu schämen", sagte der Berliner Trainer: "Einstellung und Einsatz waren vorbildlich." Die bessere Mannschaft habe eben gewonnen.

0:2 – "Tolle Leistung"

Dies war auch gegen Ingolstadt der Fall, wieder gab es ein 2:0, was den Aufsteiger fast schon euphorisch stimmte. "Wir haben super mutig agiert und immer attackiert", freute sich Ralph Hasenhüttl: "Wir haben es geschafft, den Gegner vor Probleme zu stellen. Es war eine tolle Leistung meiner Mannschaft." Wäre da nur (siehe oben) nicht diese verdammte erste Gegentor gefallen: "Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir alles richtig gemacht."

0:2 – "Defensiv zufrieden"

2:0 gegen Hoffenheim. Zweimal Lewandowski. Was will man machen? Einfach das Positive sehen. "Ich denke, ich kann mit der defensiven Organisation meiner Mannschaft zufrieden sein", befand Huub Stevens.

Dann kam Darmstadt und mit Dirk Schuster der nächste glückliche Trainer. Bayerns nächster Gegner heißt Mainz. Für die Gäste wird es dann garantiert großartig laufen. Bis zum ersten Gegentor.

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