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Sieg in Wolfsburg Die frappierende Punktausbeute des FC Bayern

Eine Allerweltsleistung reicht dem FC Bayern, um einen Sieg beim VfL Wolfsburg einzufahren. Das Spiel zeigt, wie weit die Münchener der Liga enteilt sind - vor allem beim Blick auf Wolfsburgs Punkte.

In der vergangenen Saison wäre diese Partie ein Spitzenspiel gewesen. Der VfL Wolfsburg gegen den FC Bayern, Meister gegen Zweiter. Doch nur die Süddeutschen haben ihre Klasse gehalten, die Niedersachsen hingegen krebsen im Tabellen-Mittelfeld herum.

Die Münchener haben jetzt schon doppelt so viele Punkte wie die Wolfsburger, die vor der Saison noch als zweite Kraft des deutschen Fußballs ausgemacht worden waren - und es auch vom Selbstverständnis her sein wollten. Zwar schlugen sich die Gastgeber wacker, doch beim 0:2 (0:0) reichte dem Rekordmeister eine Allerweltsleistung, um die volle Punktausbeute einzufahren.

"Man muss seine Chancen schon nutzen, um gegen die Bayern etwas zu holen", philosophierte Wolfsburgs Manager Klaus Allofs nach dem Abpfiff, während Bayern-Stürmer Robert Lewandowski sich freute: "Wir haben eigentlich alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben."

"Wichtigste Woche der Saison"

Die Reise nach Wolfsburg mag für die Bayern nicht so spektakulär gewesen sein wie die unter der Woche nach Turin, wo sie sich im Champions-League-Hinspiel eine 2:0-Führung mopsen ließen und mit einem 2:2 nach Hause fuhren. Mit dem Trip zum VfL aber begann zumindest für Münchens Trainer Pep Guardiola die "wichtigste Woche der Saison". Nach Wolfsburg warten in der Englischen Woche noch Mainz und Dortmund.

Im Hinspiel hatte Lewandowski beim 5:1 nach seiner Einwechslung nicht nur alle Münchner Tore erzielt, er stellte auch vier Rekorde auf: schnellster Hattrick, schnellster Vierer- und Fünferpack sowie die meisten Jokertore in einem Spiel. Damals führte Wolfsburg zur Pause 1:0, und den VfL-Fans mag es angst und bange geworden sein, dass diesmal nur bei einem 0:0 die Seiten gewechselt wurden.

Neuer rettet FC Bayern vor Rückstand

Wobei die torlose erste Halbzeit schon ein Erfolg für die Wolfsburger war. Denn nach dem üblichen Anfangsdruck der Bayern gelang es den Gastgebern, sich langsam ins Spiel zu kämpfen. In der 19. Minute rettete Manuel Neuer mit einer famosen Parade gegen einen Kruse-Kopfball. Und kurz vor dem Pausenpfiff kam Marcel Schäfer am Elfmeterpunkt frei zum Schuss, setzte die Kugel aber rechts vorbei.

Vor einem halben Jahr hatte Guardiola seinen Starstürmer noch eingewechselt, diesmal aber stand Lewandowski schon von Beginn an auf dem Platz – und dort meist auf verlorenem Posten. Thomas Müller brachte ihn nach 53 Minuten ins Spiel, und der Ball landete auch standesgemäß im Tor. Doch die Aktion wurde abgepfiffen – das jedoch zu Unrecht. Im Abseits soll Müller gestanden haben, doch das war eine falsche Wahrnehmung des Schiedsrichterassistenten.

Vieirinhas schmerzhaftes Zusammentreffen mit Ribéry

Die Wolfsburger hätten sich aufgrund ihres engagierten Spiels durchaus einen Punkt verdient gehabt. Doch die Bundesliga ist kein Wohltätigkeitsbasar. Und so kam ein abgefälschter Ball zu Kingsley Coman, der den Ball zum 1:0 ins Tor schob (66.). Schmerzhaft besonders für VfL-Profi Vieirinha, der kurz zuvor die Stollen von Ribéry in die sensibelste Zone des Mannes bekommen hatte. Chapeau, dass er kurz darauf wieder stand und nach einem Hosenwechsel sogar die nächste Wolfsburger Chance hatte, die Neuer hielt (71.).

Und dann musste natürlich doch noch Lewandowski treffen, das ist mittlerweile so etwas wie ein Naturgesetz, nicht nur in Wolfsburg. Aus dem Stand schnipste er den Ball ins rechte Eck, eine ebenso simple wie effektive Aktion. Es war sein 23. Treffer im 22. Spiel – der Pole ist eine Tormaschine. Und Wolfsburg weiterhin nur ein Mittelklasseteam. "Wir müssen jetzt in den nächsten Spielen punktemäßig in die Spur kommen. Acht Punkte Rückstand auf die drittplatzierten Berliner ist schon deutlich", sagte VfL-Trainer Hecking.

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