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Peinliche Banner Was wollen uns die VfL-Fans bloß sagen?

Erst brannten die Fans des VfL Wolfsburg in Hannover Pyrotechnik ab, dann zeigten sie das wohl peinlichste Plakat des Jahres. Der Konter von Braunschweig ließ nicht lange auf sich warten.

Die Fans des VfL Wolfsburg haben eine schier unlösbare Aufgabe vor sich: Sie müssen sich selbst überholen. Beim Spiel in der Fußball-Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach (2:1) blamierten sich die Anhänger mit einem Schmähplakat gegen den Niedersachsen-Rivalen Eintracht Braunschweig, das berechtigte Zweifel an den Erfolgen der Pisa-Studie im Bereich Grammatik aufkommen lässt.

"BLAU GELBE SCHWEINE SEHT ES EIN. WIR WERDEN AUF EWIG HINTER UNS BLEIBEN", war da in grünen Lettern in der Nordkurve des Wolfsburger Stadions zu lesen. Was wollen uns die Autoren denn damit sagen? Die "Schweine" in den Farben Blau und Gelb dürften wohl die ungeliebten Nachbarn aus Braunschweig sein, die Wolfsburg dank des 4:0 in Hannover in der ewigen Tabelle der Bundesliga überholt hat. Die Fans sind sicher, dass der Zweitligaverein Eintracht Braunschweig für immer hinter ihrem VfL bleiben wird. Diesen Wunsch haben sie nur nicht ganz korrekt auf ihr Plakat gebracht.

Das peinliche Stück lieferte eine perfekte Steilvorlage für die Fans der Eintracht, und der Konter der Braunschweiger ließ auch nicht lange auf sich warten: Beim Heimspiel gegen den MSV Duisburg am Sonntag (1:1) entrollten die Anhänger ein Banner mit der Aufschrift "VEREIN FÜR LEGASTHENIKER, IHR BLEIBT EWIG HINTER EUCH!!!"

Pyro-Wahnsinn beim Spiel in Hannover

Mit ihrem verwirrenden Plakat machten die Wolfsburger Anhänger nun schon zum zweiten Mal binnen einer Woche von sich reden – in beiden Fällen negativ. Beim Derby in Hannover am vergangenen Dienstag feuerten sie Pyrotechnik aus dem Gästefanblock ab. Eine Rakete schlug auf der voll besetzten Ersatzbank von Hannover 96 ein. Die Spieler und Betreuer blieben zum Glück unverletzt.

Erst die Vorfälle mit der Pyrotechnik in Hannover, dann das peinliche Plakat, zu dem sich der Verein nicht äußern will: Selten haben die Anhänger des VfL innerhalb so kurzer Zeit für so viel Gesprächsstoff gesorgt.

Es überrascht, dass Wolfsburger Anhänger überhaupt für Schlagzeilen verantwortlich sind. Denn die Zuschauer sind nicht gerade als fanatisch bekannt. Die Stimmung im Stadion erinnert oft an einen samstäglichen Familienausflug zu Ikea. Alle sind froh, einmal rauszukommen, doch wenn es nach 90 Minuten wieder nach Hause geht, ist es auch nicht schlimm. Zwar ist das Stadion in der Bundesliga mit einem Zuschauerschnitt von über 29.195 Besuchern bei 30.000 Plätzen sehr gut ausgelastet, die Stimmung kommt aber meist aus dem Gästeblock. Es herrscht eben eine sehr familiäre Atmosphäre, nicht nur im "Wölficlub" auf der Südtribüne.

Auch in der Champions League kam in dieser Saison selten Hochstimmung in der Arena auf. Beim ersten Vorrundenspiel gegen ZSKA Moskau (1:0) verirrten sich 20.000 Zuschauer, darunter 1200 mit einer Freikarte, in das Stadion (26.000 Plätze im Europapokal). "Ich habe die Hymne vor dem Spiel gar nicht mitbekommen. Ich musste erst mal gucken, wo die ganzen Zuschauer sind. Das hat die Mannschaft nicht verdient. Wir werden alles tun, das zu ändern", sagte Sportdirektor Klaus Allofs nach dem Spiel.

Erst 20.000 Tickets für das Achtelfinale verkauft

Auch das Achtelfinalrückspiel gegen KAA Gent (Dienstag, 20.45 Uhr, Sky und Liveticker auf welt.de) dürfte nicht ausverkauft sein. Einen Tag vor der Partie hat der Klub nur 20.000 Tickets verkauft. Trotz des Lockmittels Champions League scheint der Gegner zu unattraktiv, die Ausgangslage zu klar. Nach dem 3:2 in Belgien vor zwei Wochen geht Wolfsburg als Favorit ins Spiel.

Auch weil Trainer Dieter Hecking mit Max Kruse, Julian Draxler und Maximilian Arnold planen kann. Die Offensivspieler haben sich in der Partie gegen Gladbach leichte Blessuren zugezogen, wwerden aber gegen den belgischen Meister spielen können. "Das wird noch mal 90 Minuten lang knüppelharte Arbeit werden. Aber wir müssen den Gegner auch nicht stärker machen, als er ist. Der Einzug ins Viertelfinale wäre eine super Sache und ein Riesenerfolg. Dafür werden wir alles tun, wie immer mit Vollgas", sagte Hecking.

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