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Sondertrikot gegen Rassismus FC St. Pauli setzt gegen RB Leipzig ein Zeichen

Der FC St. Pauli macht sich gegen Rassismus stark. Deshalb ziert am Freitag nicht der Schriftzug des Hauptsponsors das Trikot, sondern eine politische Botschaft.

Der FC St. Pauli macht seinem Ruf als Fußballklub der linken Szene am kommenden Freitag wieder einmal alle Ehre. In der Zweitligapartie gegen RB Leipzig (18.30 Uhr) setzen die Hamburger ein Zeichen gegen Rassismus. Die Spieler werden mit mit dem Schriftzug "Kein Fußball den Faschisten" auf den Trikots auflaufen. Das gab der Tabellenvierte am Mittwoch bekannt. Hauptsponsor Congstar habe sein Einverständnis erklärt und gebe die Brust für ein Spiel frei.

Die Aktion bildet den Abschluss verschiedener Veranstaltungen des Fanladens von St. Pauli rund um den internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (27. Januar). Die Fans des Klubs engagieren sich seit Jahren für Vielfalt, Toleranz und Respekt und gegen Rassismus und Diskriminierung jeder Art. Der Gegner am Freitag steht in keinerlei Verbindung mit faschistischem Gedankengut. Der finanziell gut betuchte Retortenklub Red Bull gilt jedoch als krasser Gegenentwurf zu einem Verein wie St. Pauli.

St. Pauli hatte wegen des Slogans Ärger mit dem DFB

Angesprochen auf die deutlich geringeren finanziellen Möglichkeiten in Hamburg sagte Trainer Ewald Lienen am Mittwoch: "Wenn die Alternative wäre, den Fußball den Faschisten und dem Kommerz zu überlassen, verzichte ich gern auf diese Möglichkeit." Das Millerntor-Stadion ist mit 29.546 Besuchern ausverkauft. Auch das Gästekontingent ist ausgeschöpft. Der Slogan "Kein Fußball den Faschisten" prangt seit Jahren auf der Gegengerade des Millerntor-Stadions. 2014 war es deswegen zu einem Eklat gekommen. Für ein Training der Nationalmannschaft hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Schriftzug abhängen lassen. Dies führte zu massiven Protesten.

In einer Erklärung schrieb der Verband damals auf Facebook: "Dass der DFB für Toleranz wirbt und gegen Diskriminierung kämpft, wisst ihr. Das Stadion am Millerntor wurde wie alle anderen DFB-Veranstaltungsorte neutralisiert. Das bedeutet, dass das Stadion frei von Werbung gemacht wird, aber auch von politischen Äußerungen - egal welcher Art." In der Fanszene des FC St. Pauli kam der Verband mit dieser Erklärung nicht weit. Immerhin: Diesmal droht wohl keine Neutralisierungsgefahr.

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