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Champions League Der tragische Held der Bayern-Juve-Partie

Joshua Kimmich braucht nach dem 2:2 der Bayern gegen Juventus Turin Trost. Der 21-Jährige zeigte erst eine beeindruckende Partie – wie der Rest von Guardiolas Team. Doch dann lief alles schief.

Er hatte so gut angefangen. Joshua Kimmich verteidigte gegen Juventus Turin zunächst optimal. Eigentlich Mittelfeldspieler, löste er seine Aufgabe in der zentralen Abwehr des FC Bayern hervorragend. Jeder Pass durchdacht, gutes Stellungsspiel, gedankenschnell, vorausschauend. Pep Guardiolas ausgeklügelter Matchplan ging in der ersten Phase des Achtelfinals der Champions League voll auf.

Der Startrainer der Münchner wollte, dass Arturo Vidal die Kopfball-Duelle hinten übernimmt. Und den körperlich eher kleinen Kimmich so unterstützt, der sich dann die "zweiten Bälle" schnappt. Die Bayern gingen durch Thomas Müller zunächst in Führung.

Stefano Sturaro (l.) schießt das zweite Tor für Juventus. Bayerns Joshua Kimmich kommt zu spät. (Foto: AP)

In der 43. Minute stand der Weltmeister goldrichtig. Eine missglückte Flanke Arjen Robbens nahm Douglas Costa direkt, brachte den Ball schnell in den Strafraum - und Müller drückt den Ball über die Linie. Es war sein sechstes Tor in der aktuellen Saison der Königsklasse und sein 34. in dem Wettbewerb insgesamt.

Kleinste Fehler werden bestraft

Auch Kimmich jubelte ausgelassen mit seinen Kollegen und bekam immer mehr Sicherheit. Einmal düpierte er sogar Juves Star-Angreifer Paul Pogba mit einem frechen Heber vor dem eigenen Strafraum. Kimmich spielte so abgeklärt, als hätte er schon in unzähligen K.o-Spielen in der Königsklasse gestanden.

Als Arjen Robben in der 56. Minute dann das 2:0 schoss, schien das Spiel eigentlich schon gelaufen, zu stark waren Kimmich, Müller und die anderen Bayern. Teilweise hatten sie 70 Prozent Ballbesitz, spielten Hochgeschwindigkeitsfußball und wirbelten die Juve-Abwehr systematisch durcheinander.

Doch plötzlich wendete sich das Blatt. Turin glich die Partie tatsächlich noch aus – und Kimmich war an beiden Gegentoren unmittelbar beteiligt. Nach einem Konter spielte er einen Ball unglücklich zum Gegner. Paulo Dybala traf daraufhin zum 1:2 (63.). Und vor dem Ausgleich durch den eingewechselten Stefano Sturaro war der junge Ersatz-Innenverteidiger der Bayern erneut nicht eng genug an seinem Kontrahenten dran.

Robben tröstet Kimmich

Nach dem zweiten Gegentor in der 77. Spielminute lag Kimmich auf dem Rasen und schlug die Hände vor das Gesicht. Diesen Spielverlauf hatte er ob seiner Leistung in der ersten Stunde der so wichtigen Partie eigentlich nicht verdient. Vielen Zuschauern tat das Talent leid. Doch so ist Fußball. So ist Champions League. Ein Niveau, auf dem kleinste Fehler bestraft werden.

Guardiola, seine Mitspieler und die Fans werden Kimmich mit Sicherheit nicht auf die Szenen vor den Gegentoren reduzieren. Das zeigte auch eine herzerwärmende Szene am Ende des Spiels, als Torschütze Robben den jungen Kollegen tröstete. "Ich habe Josh gesagt, dass er unheimlich viel für die Mannschaft bringt und dass er für sein Alter einen richtig guten Job macht", sagte Robben.

Guardiola sieht in Kimmich ohnehin einen künftigen Nationalspieler. Nach der Leistung des Talents gegen Turin gefragt, sagte der Bayern-Coach: "Er war perfekt, einfach perfekt." Er wird ihn auch in den kommenden Wochen weiter einsetzen.

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