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Deutschland gegen England "Es gibt keinen Grund, das Spiel abzusagen"

Kurz vor dem Länderspiel Deutschland gegen England haben Experten der Gewerkschaft der Polizei Entwarnung gegeben. Die Gefährdungslage sei unverändert.

Vor dem Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland gegen England am Samstag in Berlin sind die Sicherheitskräfte besonders präsent - eine Absage ist aus Sicht von Experten trotz des Terrors von Brüssel bislang aber nicht nötig.

"Solange es aufgrund der Lagebeurteilung keine Hinweise auf einen Anschlag gibt, gibt es keinen Grund, das Spiel abzusagen", sagte der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, in Berlin. "Ich gehe davon aus, dass die Gefährdungslage unverändert ist."

Auch in Sicherheitskreisen hieß es, es gebe derzeit keine Hinweise, die eine Absage erforderlich machten. An der Lage habe sich nichts geändert. Bei Anschlägen in Brüssel waren am Dienstag mindestens 31 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt.

"Die Zielrichtung von Terroristen ist es ja nicht, sich gegen den Fußball auszusprechen, sondern Unruhe und Angst in die Bevölkerung zu tragen", sagte Malchow. "Sollte jemand Terroranschläge in Deutschland planen, muss er nicht auf ein Länderspiel warten."

Am 13. November war in Paris bereits das Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland Ziel von islamistischen Terroristen gewesen. Die Attentäter kamen aber nicht ins Stadion. Vier Tage später wurde ein geplanter Test der deutschen Mannschaft gegen die die Niederlande in Hannover aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Zahl der zusätzlichen Polizisten im Einsatz noch unklar

Die Bundespolizei will das Spiel im Olympiastadion mit besonderer Wachsamkeit begleiten. "Grundsätzlich ist es so, dass wir zusätzliche Einsatzkräfte einsetzen." Eine Größenordnung nannte er nicht. Als große Anlaufstellen im Fokus stünden etwa der Bahnhof Zoo, der Alexanderplatz und natürlich das Olympiastadion. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) hatten zuvor betont, ihre Mitarbeiter seien besonders sensibilisiert.

Bei der Berliner Polizei hieß es: "Wir sind gut aufgestellt." Es gebe einen engen Kontakt zu den Sicherheitsbehörden. Erst am Tag des Länderspiels werde genau feststehen, wie viele Polizisten eingesetzt werden. Mit Blick auf das zweite Länderspiel binnen weniger Tage am Dienstag in München gegen Italien sehen die Beamten ebenfalls keine erhöhte Gefahr. "Es gibt keine Hinweise auf Terroranschläge oder ähnliches", sagte ein Sprecher der Münchner Polizei am Donnerstag. Schon vor den Bombenexplosionen in Belgien habe für die Partie gegen Italien die höchste Sicherheitsstufe gegolten.

Die deutsche Hauptstadt ist nach Einschätzung von Innensenator Frank Henkel (CDU) keine Brutstätte für den Terror. Die Situation in Berlin sei mit der in Brüssel nicht vergleichbar, sagte Henkel der Zeitung "Die Welt" online. Es gebe zwar auch hier Treffpunkte und Moscheevereine, in denen die islamistische Szene zusammenkomme. Auf diese hätten die Sicherheitsbehörden aber ein Auge. Der radikal-islamischen Salafisten-Szene in Berlin würden etwa 710 Personen zugerechnet. Etwa 360 davon seien gewaltorientiert.

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