Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Fan-Randale Dresden darf nicht im DFB-Pokal spielen

Der Deutsche Fußball-Bund bleibt hart: Zweitligist Dynamo Dresden darf in der kommenden Saison nicht im DFB-Pokal antreten. Grund für die historische Entscheidung: wiederholte Fan-Randale.

Keine Gnade für Dynamo Dresden: Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Pokalausschluss des Zweitligisten bestätigt und damit für ein Novum in der Geschichte der Sportgerichtsbarkeit gesorgt. Noch nie wurde ein Klub wegen Ausschreitungen der eigenen Fans aus dem DFB-Pokal ausgeschlossen.

"Wir hatten keine andere Möglichkeit", sagte Goetz Eilers, der Vorsitzende des Bundesgerichts, in der Urteilsbegründung: "Der Pokalausschluss ist das richtige Mittel um zu signalisieren, dass der DFB nicht zuschaut, wenn solche Vorkommnisse wiederholt stattfinden." Im vergangenen Jahr hatte sich Dynamo das Startrecht im Pokal noch "am grünen Tisch" zurückholen können.

Keine Kontrolle mehr über die Fans?

Am 10. Dezember 2012 hatte das DFB-Sportgericht die Dresdener nach Ausschreitungen rund um das Zweitrundenspiel bei Hannover 96 mit dem Ausschluss aus dem Pokal für die kommende Saison bestraft. Eine Woche später legte Dynamo gegen das Urteil Berufung ein.

Dynamos Geschäftsführer Christian Müller war von dem Urteil enttäuscht: "Eine abschreckende Wirkung hat es nur für die gutmütigen Anhänger. Die, die wir eh fernhalten wollen, werden eher gestärkt." Dresden hat noch die Chance auf einen Einspruch beim Ständigen Schiedsgericht des DFB. Ob dieser eingelegt wird, werden nach Angaben von Dresdens Rechtsanwalt Jörg Heyer die Klubverantwortlichen in den kommenden Tagen entscheiden.

Anton Nachreiner, Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses, hatte in seinem Schlussplädoyer gefragt, ob eine erneute Strafminderung der "Öffentlichkeit zuzumuten" wäre. "Wo ist die positive Zukunftsaussicht", sagte er: "Der Verein hat selbst zugegeben, die eigenen Fans nicht im Griff zu haben."

Beim Spiel am 31. Oktober 2012 (3:4 i.E.) wurde in beiden Fanblöcken Pyrotechnik gezündet. Drei Anhänger wurden festgenommen, außerdem kamen 18 Personen vorübergehend in Polizeigewahrsam. Neben sechs Polizisten wurden laut Polizeiangaben vier "Störer", eine unbekannte Person sowie drei Ordner während der Krawalle verletzt. Nach Schlusspfiff verschafften sich bis zu 200 Anhänger der Gäste gewaltfrei Zugang zum Spielfeld und wurden anschließend von der Polizei zurückgedrängt. Hannover 96 war mit einer Geldstrafe von 70.000 Euro belegt worden.

Seit 2002 gab es insgesamt mehr als 20 Urteile gegen die Dresdner. Darunter kam es auch mehrmals zu Teilausschlüssen von Fans. Zudem machten erst Mitte Februar erneut Dresdner Chaoten nach dem Punktspiel beim 1. FC Kaiserslautern mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Die Hooligans randalierten auf dem Messeplatz, griffen Polizisten an und beschädigten Busse und Einsatzfahrzeuge.

"Wir haben die Vorstrafensituation des Vereins zu berücksichtigen", sagte Eilers. In der vergangenen Saison hatte Dynamo im Oktober 2011 nach Ausschreitungen beim Pokalspiel in Dortmund in der Berufung Strafe abwenden können, das Bundesgericht das Urteil in ein Geisterspiel, einen Teilauschluss sowie eine 100.000-Euro-Strafe abgemildert.

"Warnungen haben nicht gefruchtet"

Damals "haben wir von einem Pokalausschluss noch Abstand genommen - verbunden mit der dringenden Warnung, dass es nicht wieder zu solchen Ausschreitungen kommen darf", sagte Eilers: "Diese Warnungen haben nicht gefruchtet." Zudem gebe es "Hinweise, dass noch bei weitem nicht alles getan worden ist", sagte der Vorsitzende.

Mit Blick auf die Entscheidung des Bundesgerichtes hatte Dynamo nach der Randale in Kaiserslautern große Anstrengungen unternommen, um bei Auswärtsspielen nicht erneut durch Randale der eigenen Anhänger negativ aufzufallen. Der Klub rief für die Spiele in Aue, Braunschweig und bei Union Berlin zunächst keine Auswärtstickets ab.

Zusätzlich lud man für Freitag Fan-Klubs zu einem Treffen ein. Nachreiner verurteilte die Rückgabe der Ticket allerdings auf das Schärfste. "Damit scheidet Dynamo Dresden für mich aus der Solidargemeinschaft Bundesliga aus, indem der Verein die Verantwortung auf den Heimverein abwiegelt", sagte er: "Das ist ein Offenbarungseid."

Gespannt darf man sein, wie sich die Dynamo-Fans beim Auswärtsspiel in Aue am Sonntag (13.30 Uhr) verhalten. Nachdem Dresden keine Tickets abgerufen hat, ließ Gegner Aue 2700 Tickets des Auswärtskontingentes über einen Sponsor verkaufen. "Dagegen können wir nichts unternehmen. Das ist die Entscheidung von Aue", hatte Dynamo-Präsident Andreas Ritter gesagt, der trotzdem auf ein friedliches Sachsen-Derby hofft.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()
 
 
 
 
Lucien Favre sah Licht und Schatten im Gladbacher Spiel
Europa League
Hrgota bringt Gladbach dicht an die Gruppenphase
Tim Howard nimmt eine Auszeit vom US-Team
Fußball International
US-Keeper Howard nimmt Auszeit vom Nationalteam
Branimir Hrgota stand im Spiel gegen Sarajevo meist am richtigen Fleck.
Europa-League-Playoffs
Hrgota schießt Gladbach in Richtung Europa
Die U17-Junioren verlieren auch das zweite Spiel beim Toto-Cup
Nationalelf
U17-Junioren mit zweiter Niederlage im zweiten Spiel
Karla Borger und Britta Büthe sind ins Achtelfinale eingezogen
Sport
Vier deutsche Frauen-Duos im Achtelfinale von Stare Jablonki
Der ERC Ingolstadt startet mit einer deutlichen Niederlage in die CHL
Eishockey
Meister Ingolstadt kassiert deutliche Niederlage - Köln siegt
Gesiegt!
200 Meter Brust
Marco Koch holt EM-Gold mit deutschem Rekord
Alexander Zverev ist in der Qualifikation gescheitert
Tennis
Talent Zverev scheitert in der Qualifikation
Marco Koch holt das erste Becken-Gold für das DSV-Team
Schwimmen
Doppel-Gold durch Rekordmann Koch und 'Kampfschwein' Hausding
Martin Kaymer hat eine ordentliche erste Runde gespielt
Golf
Kaymer mit ordentlichem Start in Paramus
Kevin Kuranyi muss um die Europa League bangen
Europa League
Kuranyi-Klub Dynamo Moskau gegen Nikosia nur 2:2
Angelique Kerber hat eine leichte Auftaktgegnerin erwischt
Tennis
Federer mit Losglück - Fed-Cup-Trio leichtes Auftaktprogramm
Marco Rojas stürmt nächste Saison für Greuther Fürth
2. Bundesliga
Fürth leiht Stuttgarts Stürmer Marco Rojas aus
Shanice Craft wird nur Fünfte in Stockholm
Leichtathletik
Stab-Weltrekordler Lavillenie verliert erstmals seit 374 Tagen - Storl Dritter
Lars Stindl verpasst den Saisonauftakt gegen Schalke
1. Bundesliga
Hannover-Kapitän Stindl fällt gegen Schalke aus
Paul Smith kann im Kampf gegen Arthur Abraham auf die Unterstützung von Wayne Rooney zählen
Boxen
Smith mit Rooneys Hilfe gegen Abraham?
Karl-Heinz Rummenigge sieht die Personalsorgen gelassen
1. Bundesliga
Rummenigge: Martinez-Ersatz nur, 'wenn Qualität und Preis stimmen'
Die Meisterschale holten sich zuletzt vor allem zwei Klubs.
Umfrage zum Bundesligastart
Die Meisterschale geht an... na wen wohl?!
Fernando Alonso will bei Ferrari verlängern
Formel 1
Alonso will Vertrag mit Ferrari verlängern
Antonio Colak wird an Lechia Danzig ausgeliehen
2. Bundesliga
Nürnberg leiht Colak nach Danzig aus
Martin Ødegaard wird von sämtlichen Top-Klubs dieser Welt gejagt.
Mit 15 Jahren Fußball-Nationalspieler
Dieses Talent jagt die ganze Welt
Christoph Kramer will nicht nach Leverkusen - dabei hat er einen bestehenden Vertrag bei Bayer.
Nationalspieler gibt Geheimnis preis
Deshalb will Christoph Kramer nicht nach Leverkusen
Dresdens Michael Hefele bejubelt den Treffer seines Mannschaftskollegen Nils Texeira.
Peinliche Pleite für FC Schalke 04
Drittligist Dresden wirft Schalke aus DFB-Pokal
Berichten zufolge spielt Bastian Schweinsteiger seit Monaten mit schmerzstillenden Spritzen.
Sorge um das "Knie der Nation"
Schweinsteiger hat es offenbar übertrieben
André Schürrle profitierte bei seinem Treffer zum 2:1 von einer starken Vorlage des Neuzugangs Cesc Fabregas.
Auftaktsieg für Chelsea
Schürrle kann nur schön
Thomas Müller bleibt ein Spieler des FC Bayern München - trotz besserer Angebote ausländischer Klubs.
Geld ist offenbar nicht alles
Deshalb verzichtet Thomas Müller auf Millionen
Heung-Min Son jubelt über seinen Treffer zum 3:2 gegen Kopenhagen.
Champions-League-Playoffs
Leverkusen ist dicht dran an den Geldtöpfen
Die beeindruckende Choreographie der Fans des FC Barcelona vor der Begegnung gegen Atletico Madrid im Mai dieses Jahres. Gegen Barca wurde ein Transferverbot verhängt.
Harte Sanktion
FIFA bestätigt Transferverbot gegen Barca
Real Madrid kam im Hinspiel des spanischen Supercups zu Hause nur zu einem 1:1. Toni Kroos (r.) stand in der Startelf, Sami Khedira war nicht im Kader.
Spanischer Supercup
Späte Tore versalzen Real die Suppe
Das Formel-1-Rennen in Russland steht schon lange wegen der ungeklärten Menschenrechtslage in Russland in der Kritik
Sotschi auf F1-Tauglichkeit geprüft
Grünes Licht für Grand Prix von Russland
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ist von der Reus-Posse nur noch genervt.
BVB-Boss hat genug vom Reus-Zirkus
"Das nervt!"
Für Beckenbauer wäre Khedira die ideale Ergänzung zu dem verletzten Spanier Thiago. Allerdings sollen die Bayern auch den Spanier Ander Iturraspe von Athletic Bilbao und den Marokkaner Mehdi Benatia von AS Rom im Visier haben.
Wen holt der FC Bayern noch?
Beckenbauer trommelt für Khedira
Pierre-Michel Lasogga (dunkles Trikot) glücklos gegen den Cottbuser Torwart Kevin Müller.
DFB-Pokal
HSV entgeht nur knapp einer Blamage
Luis Suarez war für rund 80 Millionen Euro vom FC Liverpool nach Barcelona gekommen, ist nach seiner Beiß-Attacke bei der WM für Pflichtspiele aber noch bis zum 24. Oktober gesperrt.
FC Barcelona
Luis Suarez debütiert, aber Neymar trifft
André Lotterer dürfte sich auf sein Debüt in der Königsklasse freuen. Offiziell ist aber noch nichts.
Spätberufener André Lotterer
Ein Deutscher feiert Formel-1-Debüt
VfL-Trainer Dieter Hecking will mit Wolfsburg in allen drei Wettbewerben für Furore sorgen.
Trainer Dieter Hecking unterstreicht Ambitionen
Wolfsburg und der Tanz auf drei Hochzeiten
Andre Lotterer steht offenbar vor seinem Debüt in der Formel 1
Formel 1
Medien: Deutscher vor F1-Debüt in Spa
Thomas Müller spielt schon seit 14 Jahren für den FC Bayern
1. Bundesliga
Müller: Bayern statt 'astronomischer Summen'
Der Nürburgring steht weiter vor einer ungewissen Zukunft
Formel 1
Nürburgring: Scheitert Capricorn?
Max Verstappen
"Jugendwahn" bei Toro Rosso
F1-Vertrag für Verstappen