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Fan-Randale Dresden darf nicht im DFB-Pokal spielen

Der Deutsche Fußball-Bund bleibt hart: Zweitligist Dynamo Dresden darf in der kommenden Saison nicht im DFB-Pokal antreten. Grund für die historische Entscheidung: wiederholte Fan-Randale.

Keine Gnade für Dynamo Dresden: Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Pokalausschluss des Zweitligisten bestätigt und damit für ein Novum in der Geschichte der Sportgerichtsbarkeit gesorgt. Noch nie wurde ein Klub wegen Ausschreitungen der eigenen Fans aus dem DFB-Pokal ausgeschlossen.

"Wir hatten keine andere Möglichkeit", sagte Goetz Eilers, der Vorsitzende des Bundesgerichts, in der Urteilsbegründung: "Der Pokalausschluss ist das richtige Mittel um zu signalisieren, dass der DFB nicht zuschaut, wenn solche Vorkommnisse wiederholt stattfinden." Im vergangenen Jahr hatte sich Dynamo das Startrecht im Pokal noch "am grünen Tisch" zurückholen können.

Keine Kontrolle mehr über die Fans?

Am 10. Dezember 2012 hatte das DFB-Sportgericht die Dresdener nach Ausschreitungen rund um das Zweitrundenspiel bei Hannover 96 mit dem Ausschluss aus dem Pokal für die kommende Saison bestraft. Eine Woche später legte Dynamo gegen das Urteil Berufung ein.

Dynamos Geschäftsführer Christian Müller war von dem Urteil enttäuscht: "Eine abschreckende Wirkung hat es nur für die gutmütigen Anhänger. Die, die wir eh fernhalten wollen, werden eher gestärkt." Dresden hat noch die Chance auf einen Einspruch beim Ständigen Schiedsgericht des DFB. Ob dieser eingelegt wird, werden nach Angaben von Dresdens Rechtsanwalt Jörg Heyer die Klubverantwortlichen in den kommenden Tagen entscheiden.

Anton Nachreiner, Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses, hatte in seinem Schlussplädoyer gefragt, ob eine erneute Strafminderung der "Öffentlichkeit zuzumuten" wäre. "Wo ist die positive Zukunftsaussicht", sagte er: "Der Verein hat selbst zugegeben, die eigenen Fans nicht im Griff zu haben."

Beim Spiel am 31. Oktober 2012 (3:4 i.E.) wurde in beiden Fanblöcken Pyrotechnik gezündet. Drei Anhänger wurden festgenommen, außerdem kamen 18 Personen vorübergehend in Polizeigewahrsam. Neben sechs Polizisten wurden laut Polizeiangaben vier "Störer", eine unbekannte Person sowie drei Ordner während der Krawalle verletzt. Nach Schlusspfiff verschafften sich bis zu 200 Anhänger der Gäste gewaltfrei Zugang zum Spielfeld und wurden anschließend von der Polizei zurückgedrängt. Hannover 96 war mit einer Geldstrafe von 70.000 Euro belegt worden.

Seit 2002 gab es insgesamt mehr als 20 Urteile gegen die Dresdner. Darunter kam es auch mehrmals zu Teilausschlüssen von Fans. Zudem machten erst Mitte Februar erneut Dresdner Chaoten nach dem Punktspiel beim 1. FC Kaiserslautern mit Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam. Die Hooligans randalierten auf dem Messeplatz, griffen Polizisten an und beschädigten Busse und Einsatzfahrzeuge.

"Wir haben die Vorstrafensituation des Vereins zu berücksichtigen", sagte Eilers. In der vergangenen Saison hatte Dynamo im Oktober 2011 nach Ausschreitungen beim Pokalspiel in Dortmund in der Berufung Strafe abwenden können, das Bundesgericht das Urteil in ein Geisterspiel, einen Teilauschluss sowie eine 100.000-Euro-Strafe abgemildert.

"Warnungen haben nicht gefruchtet"

Damals "haben wir von einem Pokalausschluss noch Abstand genommen - verbunden mit der dringenden Warnung, dass es nicht wieder zu solchen Ausschreitungen kommen darf", sagte Eilers: "Diese Warnungen haben nicht gefruchtet." Zudem gebe es "Hinweise, dass noch bei weitem nicht alles getan worden ist", sagte der Vorsitzende.

Mit Blick auf die Entscheidung des Bundesgerichtes hatte Dynamo nach der Randale in Kaiserslautern große Anstrengungen unternommen, um bei Auswärtsspielen nicht erneut durch Randale der eigenen Anhänger negativ aufzufallen. Der Klub rief für die Spiele in Aue, Braunschweig und bei Union Berlin zunächst keine Auswärtstickets ab.

Zusätzlich lud man für Freitag Fan-Klubs zu einem Treffen ein. Nachreiner verurteilte die Rückgabe der Ticket allerdings auf das Schärfste. "Damit scheidet Dynamo Dresden für mich aus der Solidargemeinschaft Bundesliga aus, indem der Verein die Verantwortung auf den Heimverein abwiegelt", sagte er: "Das ist ein Offenbarungseid."

Gespannt darf man sein, wie sich die Dynamo-Fans beim Auswärtsspiel in Aue am Sonntag (13.30 Uhr) verhalten. Nachdem Dresden keine Tickets abgerufen hat, ließ Gegner Aue 2700 Tickets des Auswärtskontingentes über einen Sponsor verkaufen. "Dagegen können wir nichts unternehmen. Das ist die Entscheidung von Aue", hatte Dynamo-Präsident Andreas Ritter gesagt, der trotzdem auf ein friedliches Sachsen-Derby hofft.

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