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Skandal-Kicker Max Kruse Jogi Löw streicht Spieler aus dem DFB-Kader

Nach mehreren Vorfällen hat Bundestrainer Jogi Löw den Wolfsburger Max Kruse aus dem DFB-Kader gestrichen. Der Fußballbund kritisiert, er komme seiner Vorbildrolle nicht nach.

Joachim Löw hat den Wolfsburger Stürmer Max Kruse aus dem Nationalmanschafts-Kader gestrichen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit. Der 28 Jahre alte Kruse sei seiner Vorbildrolle als Nationalspieler nicht nachgekommen. "Max hat sich zum wiederholten Male unprofessionell verhalten. Das akzeptiere ich nicht", erklärte der Bundestrainer. Die Suspendierung betreffe zunächst die beiden Länderspiele gegen England und Italien. "Ich möchte Spieler, die sich auf den Fußball und die EM konzentrieren, auch zwischen den Spielen. Der Vorfall am zurückliegenden Wochenende widerspricht meinen Erwartungen", betonte Löw.

Ausraster in Berliner Club

Wie Kruse der "Bild"-Zeitung bestätigte, feierte er nach dem enttäuschenden 1:1 des VfL am Samstag in der Bundesliga gegen Darmstadt 98 seinen 28. Geburtstag in einem Berliner Club. Dabei habe eine Reporterin den Stürmer mehrfach ungefragt fotografiert. "Natürlich war ich irgendwann genervt und habe dann vielleicht unpassend reagiert", sagte Kruse dem Blatt. Er habe den Vorfall am Sonntag in einem persönlichen Gespräch mit der Journalistin des Blattes ausgeräumt, erklärte er weiter.

Trotzdem musste Kruse bereits zu einem Gespräch bei Wolfsburgs Manager Klaus Allofs. "Wir haben von den Vorkommnissen erfahren und haben uns mit Max zusammengesetzt und mit ihm noch einmal über die Gesamtsituation gesprochen. Wir haben dabei klargemacht, welches Auftreten wir in der Öffentlichkeit von unseren Spielern erwarten", sagte Allofs. Löw sprach mit seinem Wolfsburger Trainerkollegen Dieter Hecking über den VfL-Stürmer. Zudem informierte sich Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff bei Allofs.

Wie reagiert der VfL?

Schon vor einer Woche hatte die "Bild" über einen angeblich hohen Bargeldverlust von Kruse in einem Berliner Taxi berichtet. Auch dies wurde vom Club sanktioniert und stieß auch Löw übel auf. "Natürlich sehe ich das kritisch, ganz klar, da haben wir eine andere Erwartungshaltung", sagte Löw im "Kicker".

Trotz des jüngsten Vorfalls dürfte es sein Verein aber bei der Sanktion belassen. Anders als im Fall von Stürmer Nicklas Bendtner, der nach einigen disziplinarischen Verfehlungen nicht mehr berücksichtigt wird. Dennoch fand Allofs klare Worte: "Da gibt es nicht mehr viel Spielraum: Er muss sein Verhalten ändern." Die Vorkommnisse mit Kruse kommen für Allofs auch angesichts der sportlichen Situation zur Unzeit. Vizemeister und Pokalsieger Wolfsburg ist aktuell nur Achter und läuft seinen Zielen in der Bundesliga hinterher. 

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