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Tor gegen England Mario Gomez "hat wieder das Näschen"

Deutschland hat auch nach der Suspendierung von Max Kruse einen torgefährlichen Stürmer: Mario Gomez trifft gegen England und beendet eine lange Leidenszeit. Von Joachim Löw gibt es höchstes Lob.

Im Sommer 2012 geschah einiges im Leben von Mario Gomez. Joachim Löw nominierte ihn für die Europameisterschaft in Polen und der Ukraine. Dort traf er erst im ersten Vorrundenspiel gegen Portugal zum entscheidenden 1:0, danach gleich zweimal gegen die Niederländer. Es hätte also eigentlich nicht besser laufen können für Mario Gomez. Eigentlich.

Im Nachhinein betrachtet war der Sommer 2012 auch so etwas wie eine Zäsur für Gomez. Und auch das hatte mit der EM zu tun. Denn trotz seines Tores gegen Portugal hatte TV-Experte Mehmet Scholl ihn Maß genommen. "Ich hatte Angst, dass er sich wund liegt", sagte der ehemalige Profi. Diesen Stempel sollte Gomez lange nicht loswerden. Denn die Tore gegen Holland waren die letzten im Nationaltrikot – bis zum Samstagabend. Da traf er beim 2:3 gegen England zum zwischenzeitlichen 2:0 und beendete eine unheilvolle Etappe in einer eigentlich erfolgreichen Karriere.

Leistungsloch in Florenz

Eigentlich hätte er schon in der ersten Halbzeit jubeln können. Das tat er sogar – bis der Schiedsrichter seinen Linienrichter überstimmte und damit einen ärgerlichen Fehler machte. Gomez machte ein böses Gesicht, kniete sich nun aber umso mehr rein und wurde in der 57. Minute belohnt. "Ich persönlich freue mich, wieder dabei zu sein, und dass ich wieder die Körner habe mitzugehen", sagte er anschließend: "Ich schaue jetzt auch mehr darauf, der Mannschaft zu helfen, und weniger darauf, ob ich ein Tor mache oder nicht." Trotzdem war der Treffer Balsam auf der Stürmerseele.

Denn hinter ihm liegen komplizierte Jahre. Nach der EM 2012 holte er mit dem FC Bayern das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League, wechselte als gefeierter Star zum AC Florenz und fiel dort – vor allem verletzungsbedingt – in ein Leistungsloch. Nach nur sieben Tore bei 29 Einsätzen in zwei Jahren wurde er weitergereicht. Objektiv betrachtet war der Wechsel zu Besiktas Istanbul ein sportlicher Rückschritt.

Gomez erhält Applaus der Fans

Doch für Gomez war es ein Karriere-Kick. Mit 19 Toren in 26 Spielen spielte er sich zurück ins Rampenlicht – und in die Nationalmannschaft, der er 2014 aus der Ferne zusehen musste wie sie Weltmeister wurde. Löw hatte sich damals gegen ihn und für Miroslav Klose entschieden.

Diesmal scheint Gomez der Gewinner zu sein. Auch nach Frankreich wird Löw wohl nur einen echten Mittelstürmer mitnehmen. Und nachdem Max Kruse sich aus persönlichen Gründen aus dem Kader gedribbelt hat, stehen die Chancen gut für Gomez. Nach dem Schlusspfiff lobte der Bundestrainer explizit den "neuen Mario: Er hat an Selbstvertrauen gewonnen. Seit er bei Besiktas spielt, wirkt er dynamischer und beweglicher. Er hat wieder das Näschen für Tore."

Gomez wurde gegen England übrigens nach 80 Minuten ausgewechselt. Und als er das Feld verließ, perlte Applaus von den Rängen in Berlin herab. Das hat es für ihn wahrlich lang nicht mehr gegeben.

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