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FC Liverpool Klopp durchlebt gegen Arsenal Himmel und Hölle

Das Topduell zwischen dem FC Liverpool und FC Arsenal wurde zum Thriller. Jürgen Klopp erlebte die ganze Spannbreite der Gefühle - und schwärmte anschließend über das gebotene Spektakel.

Zur Faust geballte Hände im Minutentakt, so ging es los. Erst Jürgen Klopp, dann Arsene Wenger, wieder Klopp und erneut Wenger. Was für ein Beginn, was für eine Rasanz, was für eine Dramaturgie. Topspiel FC Liverpool gegen Spitzenreiter FC Arsenal. Ein Duell für Liebhaber - und eines, bei dem die Zuschauer auf ihre Kosten kamen.

10. Minute: Der ehemalige Bundesligaprofi Firmino bringt Liverpool in Führung. Klopp jubelt mit geballter Faust.

14. Minute: Aaron Ramsey gleicht für Arsenal aus. Auftritt Wenger, ausgelassener Jubel.

19: Minute: Wieder Firmino, traumhafter Distanzschuss aus etwa 20 Metern in den rechten Winkel. 2:1, Klopp ist kaum zu halten.

25. Minute: Arsenals Urstärke, der Eckball, führt zum 2:2. Olivier Giroud gibt dem Ball mit der Fußspitze noch die entscheidende Richtung. Klopp konsterniert, Wenger euphorisiert.

Wer in dieser Saison als Fan der Premier League Ernüchterung verspürt hatte, weil die Spiele unterm Strich keinen allzu großen Unterhaltungswert boten, der bekam mit diesem furiosen 3:3 eine Entschädigung für viele vergeudete Stunden.

Es war ein Schlagabtausch im besten, englischen Sinn. Ein Spiel, das rauf und runter ging. Eben noch vor dem Liverpooler Tor, im nächsten Moment dann schon wieder vor dem des FC Arsenal. "End-to-end" nennen das englische Fußballexperten. Am Ende aber waren es auch viele kleine Fehler, die Vorstöße des einen wie des anderen begünstigten.

Mal hatte Arsenal für ein paar Minuten die Oberhand, dann übernahm Liverpool wieder für drei, vier, fünf Minuten die Herrschaft über das Geschehen. Sinnbildlich, dass die erste Spielhälfte mit einem großen Raunen endete. Firmino hatte die Latte getroffen. Bei Arsenal dagegen war von Offensivspieler Mesut Özil, seit Wochen in England wegen seiner herausragenden Leistungen gefeiert, wenig zu sehen. Der deutsche Nationalspieler fand sich im Wirbel des Schlagabtausches nicht so zurecht.

Arsenals Giroud bekam Liverpool nicht unter Kontrolle

Klopp hatte vor dem Duell gesagt, er habe sich einen hübschen Plan für die Partie zurecht gelegt. Doch dieser Actionthriller hatte seine eigene Dynamik entwickelt, kein Drehbuch der Welt konnte ihm den Ablauf vorgeben. "Ein spektakuläres Spiel", schwärmte der deutsche Fußball-Lehrer. "Wir haben 60 bis 70 Prozent der Partie richtig gut gespielt und brauchten am Ende ein wenig Glück. Dennoch haben wir verdient den Ausgleich erzielt."

Wieder zeigte sich, dass seine Mannschaft insbesondere gegen Spitzenteams stets zur Höchstform aufläuft. Zwar reichte das in der 55. Minute nicht, Arsenal ist nicht umsonst Spitzenreiter und auf dem besten Weg zur ersten Meisterschaft seit 2004. Giroud brachte jedenfalls die Gäste das erste Mal an diesem Abend in Führung. Der Franzose traf damit zum elften Mal in den vergangenen elf Auswärts-Pflichtspielen der Londoner.

Liverpool schien geschlagen. "Come on boys", schrie Klopp von der Seitenlinie, und die Aufmunterung verfing sich sogar noch mal wie gewünscht. Das Spiel verlor zwar etwas an Dynamik, die kräftezehrende erste Spielhälfte und Girouds Tiefschlag raubten Liverpool zunächst ein wenig den Fluss. Spannend blieb es aber allemal, das knappe Ergebnis gab es her. Und für den ein oder anderen Vorstoß war Liverpool immer noch gut, rappelte sich auf und brachte Arsenal in Verlegenheit. Insbesondere läuferisch lieferten die Gastgeber eine starke Leistung ab.

Das wurde belohnt, Joe Allen traf in der 90 Minute zum 3:3. Ein Schlussakkord, der trefflich zur Ouvertüre der Partie passte. "Du brauchst ein bisschen Glück", sagte Klopp. Er war beim Treffer entfesselt an der Seitenlinie entlang gelaufen. Natürlich war die Faust zu sehen.

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