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Kuriosität beim FC Liverpool Jürgen Klopp muss Elfmeter-Showdown auf DVD gucken

Der FC Liverpool hat es ins Finale des englischen Ligapokals geschafft. Das Elfmeterdrama, das dazu führte, hat Trainer Jürgen Klopp aber verpasst. Der Grund dafür ist kurios.

Vom Elfmeterschießen bekam Jürgen Klopp nicht viel mit. Es hatte seinen Klub ins Finale des League Cup nach Wembley befördert, aber das war Klopp erst nach dem frenetischen Jubel der Liverpooler Anhänger klar. Er musste die Zuschauer angucken, aus ihren Reaktionen lesen, was sich da gerade am Elfmeterpunkt abspielte. Es war offenbar ein demütiger Akt, aus Respekt vor den zahlenden Tribünengästen. Dass der Liverpooler Torwart Simon Mignolet zwei Schüsse pariert hatte, wusste er deswegen nur aus Erzählungen.

Was war geschehen? Klopp hatte sich im Halbfinalrückspiel gegen Stoke City an der Seitenlinie aufgebaut, um die Entscheidung zu verfolgen. Nach regulärer Spielzeit und Verlängerung hatte es 0:1 (0:1) gestanden. Das Hinspiel hatte Liverpool kurz nach dem Jahreswechsel mit 1:0 für sich entschieden. Das Elfmeterschießen stand also nun an.

Klopps Frau Ulla war beim Pokaldrama im Stadion. (Foto: AFP)

Klopp erzählt es so: "Normalerweise schaue ich mir das Schießen schon an. Aber Zuschauer aus der ersten Reihe baten mich, doch bitte schön Platz zu nehmen. Ich sei zu groß, sie könnten nichts sehen. Ich kam ihrem Wunsch nach. Ich konnte zwar nichts sehen, weil sich vor mir eine Mauer meiner Spieler aufgebaut hatte. Aber es war großartig, stattdessen das Publikum und die Reaktionen zu betrachten."

"Ich kann nicht die ganze Zeit auf meinen Knien hocken"

Keinen einzigen Versuch habe er gesehen, sagte Klopp: "Ich hatte erst daran gedacht, mich kleiner zu machen, damit die Zuschauer sehen können. Aber ich kann nicht die ganze Zeit auf meinen Knien hocken, denn ich hatte vor zwanzig Jahren mal einen Kreuzbandriss und zu hundert Prozent ist das Ding immer noch nicht verheilt."

Er wolle sich das ganze "zu Hause noch mal auf DVD anschauen". Der frühere Bundesligaprofi Marko Arnautovic hatte die Gäste mit seinem Treffer (45.) zunächst in die Verlängerung gerettet. Der Österreicher traf dabei aus klarer Abseitsposition und sorgte damit für große Verärgerung bei Klopp.

Die Gastgeber besaßen lediglich durch Roberto Firmino eine gute Gelegenheit. "Es war weit entfernt von einer eindrucksvollen, selbstsicheren Leistung, aber das Ergebnis war groß", schrieb die britische Zeitung "Daily Mail".

Ausgerechnet Emre Can verschießt

Nach der torlosen Verlängerung vergab bei Liverpool zwar der deutsche Nationalspieler Emre Can im Elfmeterschießen, aufseiten von Stoke scheiterten jedoch Peter Crouch und Marc Muniesa. Joe Allen verwandelte letztlich zum Sieg für Liverpool. "Klopp hatte seinen großen Anfield-Moment", schrieb das "Liverpool Echo" und ergänzte: "Nur 111 Tage nach seiner Anstellung führte er den Klub in ein großes Finale."

Im Endspiel am 28. Februar trifft Liverpool nun auf Manchester City oder den Stadtrivalen FC Everton. An diesem Mittwoch (20.45 Uhr) muss City vor heimischem Publikum einen 1:2-Rückstand aus dem Hinspiel wettmachen.

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