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Fußball International Blatter warnt Infantino und fühlt sich 'befreit'

Der frühere FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat seinen Nachfolger Gianni Infantino vor hohem Erwartungsdruck gewarnt und seinem Schweizer Landsmann an der Spitze des Fußball-Weltverbandes mitunter schwierige Zeiten prophezeit. "Lieber Gianni, mein Präsident, ich gratuliere Dir, aber vergiss nicht, dass die Aufgabe nicht einfach wird. Es werden Wunder erwartet", schrieb Blatter in einem Brief an Infantino in der französischen Tageszeitung Journal du dimanche.

Sollte Infantino eine Meinung oder einen Rat benötigen, solle er nicht zögern. "Fürs Erste, bleib ruhig. Du hast zwei Monate, um die getroffenen Entscheidungen umzusetzen", so der für sechs Jahre gesperrte Blatter mit Blick auf das beim Kongress in Zürich verabschiedete Reformpaket.

Für den Fall einer nur schleppend anlaufenden Umsetzung der Reformen unter Infantino rechnet Blatter mit viel Gegenwind durch Verbände und Sponsoren. "Sei gut vorbereitet und wachsam. Auch wenn Dich jeder unterstützt und Dir nette Dinge sagt, sei Dir bewusst, dass Du als Präsident nur wenige Freunde hast", schrieb der 79-Jährige, der die FIFA mehr als 17 Jahre leitete.

Nach der Wahl Infantinos empfand Blatter angeblich ein Gefühl der Befreiung. "Als Du am Freitag um 18.01 Uhr gewählt wurdest, ist mir eine Last von den Schultern gefallen. Ich trage jetzt weniger Verantwortung und habe mehr Zeit in meinem Leben. Ich bin nicht länger Präsident." Infantino, bislang Generalsekretär der UEFA, war am Freitag in Zürich im zweiten Wahlgang des FIFA-Kongresses gewählt worden.

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