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Champions League Mesut Özils FC Arsenal liegt in Trümmern

Arsenal verspielt binnen kürzester Zeit alle Chancen auf einen Titel. Der Auftritt in Barcelona gerät zum bitteren Schaulaufen. Die Fans sind unzufrieden, sie fordern offen eine Entlassung.

Der Meistertitel ist so gut wie futsch, das historische Triple im FA Cup passé, und in der Champions League hilft nur noch ein Fußballwunder – doch Per Mertesacker weigert sich aufzugeben. "Die Saison ist noch nicht vorbei", sagte der deutsche Kapitän der "Gunners" vor dem Rückspiel im Achtelfinale des Europapokals bei Titelverteidiger FC Barcelona am Mittwoch (20.45 Uhr, Sky und Liveticker bei welt.de). Doch das ist nach dem 0:2 im Hinspiel nicht mehr als das berühmte Pfeifen im Walde.

"Sie sind derzeit die ultimative Mannschaft", sagte Mertesacker über das spanische Starensemble um Weltfußballer Lionel Messi. Und der FC Arsenal? Ultimativ erfolglos! Das Team um die Weltmeister Mertesacker und Mesut Özil steht wieder einmal vor einem Scherbenhaufen.

Als am Montagabend Leicester City dank eines traumhaft schönen Treffers des Ex-Mainzers Shinji Okazaki per Fallrückzieher Newcastle United 1:0 (1:0) bezwang, zerschlug sich auch die letzte "Gunners"-Hoffnung.

Leicesters erster Meistertitel in England, der laut Stürmerlegende Gary Lineker "wohl unwahrscheinlichste Triumph in der Geschichte des Mannschaftssports", nimmt Gestalt an. Arsenal, das ein Spiel weniger bestritten hat, besitzt elf Punkte weniger als der Sensationsspitzenreiter.

Selten war die Chance so groß, Meister zu werden

Am Wochenende war für die "Kanoniere" bereits der Traum vom dritten FA-Cup-Triumph hintereinander vorzeitig geplatzt. Kein Wunder, dass die Fans inzwischen unverhohlen den Rauswurf von Arsène Wenger fordern. Denn selten war es dank des Schwächelns der Großklubs wie FC Chelsea oder Manchester United leichter, Meister zu werden.

Vor einer Woche hielten sie der Trainerlegende ein Banner entgegen, das einem Fanal glich. "Arsène, thanks for the memories but it's time to say goodbye", hieß es da (Danke für die Erinnerungen, aber es ist Zeit, zu gehen).

Dieses Banner hielten die Arsenal-Fans Arsène Wenger entgegen. (Foto: REUTERS)

Wenger reagierte abweisend. "Schauen Sie sich die Geschichte des Klubs an – ich muss keine Angst haben", sagte er. Weil sich die Klubbosse schon an die Dauerfehlschläge gewöhnt haben?

"Was rauchen die da eigentlich?"

Der Trip nach Barcelona führt Arsenal mal wieder vor Augen, wie es hätte laufen können. Barcelona-Stürmer Luis Suarez wäre 2013 beinahe in London gelandet, hätten sich die "Gunners" mit ihrem Angebot, das ein Pfund über der festgeschriebenen Ablöse von 40 Millionen Pfund lag, nicht lächerlich gemacht. "Was rauchen die da drüben eigentlich?", fragte Liverpools John Henry, der Besitzer des damaligen Suarez-Klubs. Drei Jahre später vermisst Arsenal noch immer am meisten einen Torjäger vom Format des Uruguayers.

"Im Moment fehlt uns der Killerinstinkt", sagte Mertesacker vor dem sogar laut Wenger zum Scheitern verurteilten Auftritt in Katalonien. Arsenal sei "zu 99 Prozent" raus, erklärte der Teammanager nach dem Hinspiel. In den fünf Pflichtduellen danach gab es nur einen Sieg (gegen Zweitligaklub Hull City). Und in Barcelona hat Arsenal bei vier Versuchen bisher auch nur ein Unentschieden zustande gebracht.

"Wir müssen uns glücklich schätzen, ein solch großes Spiel bestreiten zu dürfen", sagte Mertesacker. Wohl wissend, dass es bis auf Weiteres das letzte sein wird.

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