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Ex-Keeper Tim Wiese Aus der Wrestling-Karriere wird erstmal nichts

Tim Wiese träumt von einer zweiten Karriere im Wrestling. Vorerst wird daraus jedoch nichts. Ein Deal mit der WWE kam nicht zustande. Der "Eraser From The Weser" hat wohl zu hoch gepokert.

Es war sein großer Wunsch. Tim Wiese hatte für sich eine zweite Karriere geplant – als Wrestler. Entsprechend professionell bereitete er sich vor, knüpfte Kontakte zum World Wrestling Entertainment (WWE) und pumpte seinen ohnehin schon muskulösen Körper binnen 20 Monaten um mehr als 30 Kilogramm auf. Der 34-Jährige präparierte sich, ging die nötigen Schritte, und es hätte für den 120-Kilogramm-Koloss keinen besseren Startpunkt für die neue Laufbahn geben können als in der Stadt, in der sie ihn heute immer noch als "Riese Wiese" feiern.

Wenn der Verband WWE zum Auftakt seiner Deutschland-Tour am Mittwoch in der Bremer Stadthalle Station macht, ist der langjährige Werder-Torwart allerdings nicht dabei. Wenn Ric Flair und 14 weitere Stars der Szene in den Ring klettern, bleibt dem "Eraser From The Weser" oder "Pink Panzer" nur die Zuschauerrolle. Wieses Wrestling-Debüt ist geplatzt. Auch die weiteren Veranstaltungen in Köln (11. Februar) und Mannheim (12.) sowie die bereits ausverkaufte Show in Magdeburg (13.) finden ohne "Gym Wiese" statt.

Bis heute kein Deal

An Vorbereitungszeit hatte es nicht gemangelt. Mit seinem ersten kleinen Auftritt bei einer Wrestling-Veranstaltung im November 2014 war der Anfang bereits vor 15 Monaten gemacht worden. Im Juli 2015 flog Wiese dann nach Florida, um sich im Performance Center mit den WWE-Anforderungen an einen Profi-Wrestler vertraut zu machen. Der nächste Schritt auf dem Weg zur zweiten Sportlerkarriere sah die Auflösung seines bis zum 30. Juni 2016 befristeten Vertrags bei der TSG Hoffenheim vor, um anschließend in der Nachwuchsliga NXT Erfahrungen sammeln zu können.

Doch anders als etwa der deutsche Wrestler Axel Tischer, der zwei Monate nach seinem Training im Performance Center einen Kampf bekam, tauchte Wiese nie bei der NXT auf. Nicht weil in Hoffenheim, wo er vor drei Jahren ausgemustert worden war, auf Vertragserfüllung gepocht wurde. Vielmehr konnten sich Wiese und sein Management nicht mit World Wrestling Entertainment über die Modalitäten einigen und die Zusammenarbeit konkretisieren.

Muskelspiele: Seit drei Jahren trainiert der ehemalige Torhüter seinen Körper auf extreme Weise. (Foto: Eventpress Rekdal/picture alliance)

"Es hängt von der Kohle ab"

Sein Millionenvertrag beim Tabellenletzten der Fußball-Bundesliga und die Zweifel, ob Wieses Fähigkeiten überhaupt eine langfristige Zusammenarbeit rechtfertigen, erschwerten die Gespräche. "Es hängt auch von der Kohle ab", erinnerte Wiese im November 2015, "wenn es gutes Geld ist, kämpfe ich. Umsonst stelle ich mich nicht in den Ring." Die Hängepartie zieht sich bis heute hin.

Selbst ein Auftritt als Zuschauer wie vor 15 Monaten in Frankfurt, als er unter dem Applaus von 10.000 Zuschauern in den Ring geklettert war, gilt als unwahrscheinlich. Bis zum Dienstagmittag war nichts geplant. Ob mit dem Verpassen des Termins in Bremen auch seine grundsätzlichen Wrestling-Pläne Vergangenheit sind, bleibt offen.

Nur Muskeln und Mundwerk

Aktuell liefert sich Wiese bei Facebook ein Privatduell mit einem Bodybuilder. Es geht um Hanteltraining und darum, wer mehr Wiederholungen schafft. Nebenbei äußert er sich als Kolumnist zum Geschehen bei seinem Ex-Klub Werder Bremen. Fußball und Bodybuilding statt Wrestling.

Den verbalen Schlagabtausch mit "Cesaro", einem populären Wrestler, gab er vor zwei Wochen auf. Nur Muskeln und Mundwerk würden "für eine große Karriere im Ring nicht genügen", hatte der Schweizer gesagt, nachdem Wiese getönt hatte, den Modellathleten umzuhauen. Nun ruderte Wiese zurück: "Ich gebe ihm absolut recht. Das reicht nicht."

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