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Michael Schumacher Was will Willi Weber mit seinen Äußerungen erreichen?

Michael Schumacher trennte sich lange vor dem Unfall von seinem Manager. Willy Weber darf seinen Ex-Klienten nicht besuchen. Trotzdem macht er wiederholt Schlagzeilen mit dem Namen Schumacher.

Die Überraschung war groß an jenem denkwürdigen Januartag 2010. Michael Schumacher präsentierte den Silberpfeil, mit dem Mercedes als Werksteam in die Formel 1 zurückkehren wollte. Sein Manager hieß jedoch nicht mehr Willi Weber. Stattdessen übernahm mit Sabine Kehm seine Pressesprecherin das Management des Rekordrennfahrers. Eine Meldung, die innerhalb der Branche aufhorchen ließ.

Weber, an dessen Seite Schumacher in den zwei Jahrzehnten zuvor vom einfachen Nachwuchspiloten zum weltberühmten Ferrari-Star aufgestiegen war, war nach dem spektakulären Comeback außen vor. Im letzten Kapitel von Schumachers Formel-1-Karriere, den drei Jahren bei Mercedes, spielte der gewiefte Geschäftsmann allenfalls eine Nebenrolle: Er war so gut wie nie mehr bei Rennen vor Ort, bei offiziellen Auftritten war immer Kehm an der Seite des 91-fachen Grand-Prix-Siegers.

Auch über das Karriereende hinaus blieb die ehemalige Journalistin eng mit der Familie verbunden. Als Pressesprecherin von Sohn Mick, Geschäftsführerin der Schumacher-Agentur in der Schweiz, kurzum: als Mädchen für alles.

Weber leide "wie ein Hund"

Nun nennt die Zeitschrift "Gala" Weber in ihrer aktuellen Ausgabe "Schumachers besten Freund". Der "fleht" in der Titelgeschichte in Richtung Ehefrau Corinna: "Ich glaube, dass sich die Fans von Michael freuen würden, wenn es mal eine ehrliche Nachricht über seinen Gesundheitszustand gäbe … 23 Jahre lang hatten wir ein sehr enges Verhältnis, und ich bin bei ihm und seiner Familie ein- und ausgegangen. Nun möchte Corinna nicht mal, dass ich ihn kurz besuche." Darunter leide der 73-Jährige "wie ein Hund".

Die Zeitschrift "Gala" nennt Weber in ihrer aktuellen Ausgabe "Schumachers besten Freund". (Foto: Foto Die Welt)

Es ist das zweite Mal binnen kurzer Zeit, dass Weber Schlagzeilen mit dem Namen Schumacher macht. Kurz vor Weihnachten hatte er sich via Facebook darüber beschwert, dass "Corinna mir jeglichen Kontakt zu Michael nach seinem Unfall bis heute unterbunden hat".

Das unterscheidet den offensichtlich gekränkten Weber von all jenen Formel-1-Figuren, die sich in unregelmäßigen Abständen zu Schumachers Gesundheitszustand äußern. Ex-Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo, Fia-Präsident Jean Todt oder sein langjähriger Ingenieur Ross Brawn haben Zugang zu Schumacher und der Familie. Sie besuchen ihn, telefonieren mit Frau und Managerin. Demnach wissen sie, wovon sie reden. Auch wenn die Familie und Managerin Kehm über derlei Äußerungen nicht besonders glücklich sind: Sie haben eine gewisse Substanz.

Weber teilt gleiches Schicksal mit 99,9 Prozent der Deutschen

Ex-Manager Weber hingegen hat seit dem Unfall keinerlei neue Erkenntnisse gewinnen können. Er konnte ihn ja nicht besuchen, obwohl ihn natürlich brennend interessiert, wie es Schumacher geht. Dieses Schicksal teilt er übrigens mit 99,9 Prozent der Deutschen.

Weber sagt, er habe "großes Verständnis" für die zurückhaltende Informationspolitik, er erwarte aber eben auch eine ehrliche Nachricht. Dabei gab es von einer Ausnahme abgesehen, keine Informationen. Überdies sind die Statements, die seit dem Unfall immer wieder vom Management veröffentlicht wurden, denkbar vage formuliert. Wahrheit und Unwahrheit sind unpassende Kategorien zur Bewertung dieser Mitteilungen.

Mit den jüngsten Aussagen tut sich Weber gleich in doppelter Hinsicht keinen Gefallen. Erstens dürften sie nicht zur Verbesserung des Verhältnisses zur Familie beitragen. Und zweitens befeuert er damit die Spekulationen, im Fall Schumacher würde die Öffentlichkeit unehrlich beziehungsweise falsch informiert.

Dabei ist es vielmehr so: Die Öffentlichkeit wird sehr zurückhaltend ins Bild gesetzt – eine Entscheidung, die die Familie von Michael Schumacher sehr bewusst getroffen hat.

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