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Handball Flensburg verpasst Überraschung zum Ende der Gruppenphase - Löwen droht Duell mit Kiel

Pokalsieger SG Flensburg-Handewitt hat zum Abschluss der Vorrunde in der Champions League eine Überraschung verpasst und beendet die Gruppe A auf Platz drei. Der Königsklassen-Gewinner von 2014 unterlag bei PSG Handball in Paris mit 32:35 (16:16) und trifft im Achtelfinale auf Montpellier HB. Paris sicherte sich durch den Erfolg den Gruppensieg und die direkte Teilnahme am Viertelfinale.

"Wir haben es teilweise sehr gut gemacht, aber wir haben noch Luft nach oben", sagte SG-Trainer Ljubomir Vranjes bei Sky. Beste Werfer der Gäste waren Anders Eggert und Kentin Mahe mit jeweils fünf Toren.

Den Rhein-Neckar Löwen droht unterdessen ein deutsches Achtelfinal-Duell mit dem THW Kiel. Der Bundesliga-Tabellenführer musste sich am Samstag in seinem letzten Gruppenspiel der Königsklasse beim achtmaligen Champion FC Barcelona nach einer schwächeren zweiten Halbzeit mit 20:26 (10:11) geschlagen geben. Damit fiel die Mannschaft von Trainer Nikolaj Jacobsen in der Tabelle der Gruppe B zunächst auf Rang vier ab.

Sollte am Sonntagabend der Tabellenfünfte Pick Szeged aus Ungarn beim Zweiten KS Vive Targi Kielce in Polen gewinnen, würden die Mannheimer und Szeged die Positionen tauschen. Als Fünfter träfen die Löwen dann auf die Kieler, die in der Gruppe A Platz vier hinter Flensburg belegen. Der Sieger würde dann auf den FC Barcelona treffen, der sich mit dem Gruppensieg direkt für das Viertelfinale qualifiziert hat. "Ich habe keinen Bock, gegen Kiel zu spielen. Vier Spiele gegen den THW sind zuviel", sagte Coach Jacobsen, "daher hoffe ich auf Hilfe von Kielce."

Bis zur Pause hielten die Rhein-Neckar Löwen vor 5000 Zuschauern in der einstigen Olympiahalle Palau Blaugrana noch sehr gut mit und sich damit alle Siegchancen offen. Die Abwehr konnte den gefürchteten Angriff der Katalanen nahezu neutralisieren, die allerdings durch erfolgreiche Tempogegenstöße Nadelstiche setzten.

Nach der Pause schlug dann die große Stunde von Barcelona-Keeper Gonzalo Perez, der wie Andreas Wolff beim deutschen Triumph im EM-Finale nahezu jeden Ball entschärfte. Ob Siebenmeter von Uwe Gensheimer, Tempogegenstöße oder Versuche vom Kreis - Perez war stets da und raubte den Löwen den Nerv. Gleichzeitig kam der Mazedonier Kiril Lazarov in der zweiten Halbzeit beim 30-maligen spanischen Meister öfter zum Zug und setzte wichtige Akzente. Als Barcelona auf 19:12 davonzog, war die Vorentscheidung gefallen.

Bester Löwen-Schütze war der Schweizer Andy Schmid mit fünf Treffern, viermal traf der Norweger Harald Reinkind. Bei Barcelona überzeugten Lazarov und der Tunesier Wael Jallouz mit jeweils sechs Toren.

Flensburg bot Paris in der ersten Halbzeit Paroli, doch nach dem Wechsel wurde das Star-Ensemble um Nikola Karabatic seiner Favoritenrolle gerecht.

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