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Kleiner Fan mit Tüte Messi will den Jungen aus Afghanistan treffen

Ein kleiner Junge aus Afghanistan steht vor der Erfüllung seines Traums. Und ein Polizist muss in Haft wegen eines Fotos. Im Mittelpunkt der Stories: FC-Barcelona-Superstar Lionel Messi.

Es gibt zwei bemerkenswerte Geschichten, die sich an diesem Tag um Lionel Messi ranken. Die eine haarsträubend, die andere herzerwärmend. Beginnen wir mit der emotionalen, zur Einstimmung.

Es gibt einen Jungen in Afghanistan, der es zu einiger Berühmtheit gebracht hat. Sein Foto ging jedenfalls um die Welt, weil er in einer blau-weiß gestreiften Plastiktüte Fußball spielte. Sie war so geschnitten, dass er sie wie ein Trikot tragen konnte, das wie das der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft aussah. Mit Filzstift wurde ihm "Messi" darauf geschrieben und eine Zehn darauf gemalt. Das Foto machte auf Facebook die Runde.

Lange war unklar, wer der Junge ist. Nun stellte sich heraus, dass er Murtaza Ahmadi heißt, aus der afghanischen Provinz Ghazni nahe Kabul kommt und fünf Jahre alt ist. Das aufsehenerregende Shirt hat ihm sein 15 Jahre alter Bruder Homayoun gebastelt. Es ist anrührend, wie er da im afghanischen Winter mit der gestreiften Plastiktüte dem Ball hinterherjagt, auch Messis Herz scheint das erwärmt zu haben.

Messi plant, den kleinen Murtaza zu treffen

Sein Vater und Manager Jorge sagte jedenfalls, sein Sohn sei ergriffen von den Fotos und wolle "etwas für den Jungen tun". An diesem Montag nun teilte Afghanistans Fußball Föderation (AFF) mit, der Star des FC Barcelona sei bestrebt, Murtaza zu treffen. So bald als möglich. "Er hat sich an uns gewandt, um einen Termin mit dem Kleinen zu arrangieren", sagte AFF-Sprecher Sayed Ali Kazemi. Entweder werde Messi nach Afghanistan kommen oder Murtaza Ahmadi nach Barcelona zu Messi reisen.

Murtazas Vater Muhammad Arif ist ein Bauer. Er erzählte, er sei zu arm, um seinem Sohn ein echtes Trikot von dessen Idol zu kaufen. Die Tüte stamme von einem Lebensmittelladen, sein Nachbar habe sie weggeworfen. Soweit die zu Herzen gehende Geschichte.

Schindluder mit dem Reisepass des Superstars

Parallel dazu gibt es einen Kriminalfall, in dem Messi eine Rolle spielt und der an diesem Montag sein Ende fand. Es gibt einen Polizisten aus Dubai, den seine Eitelkeit in Schwierigkeiten gebracht hat. Der Mann arbeitet auf dem Flughafen. Messi reiste dort im Dezember ein, er war wegen der Globe Soccer Awards in die Vereinigten Arabischen Emirate gekommen. Er musste sich ausweisen, natürlich. Der Beamte aber nutzte den Moment aus und knipste ein Selfie: breites Lächeln, neben sich hielt er den aufgeschlagenen Reisepass des Argentiniers.

Das wäre vielleicht noch vertretbar gewesen, doch der Polizist postete es beim Bilder-Messengerdienst Snapchat. Er und Messi in aller Welt, damit nahm das Unheil seinen Lauf. Lokalen Medien zufolge wurde er am Montag zu einem Monat Haft verurteilt.

Er bekannte sich in der Verhandlung der Verletzung von Messis Privatsphäre schuldig. Medien hatten berichtet, der Wunsch des Polizisten nach einem gemeinsamen Foto sei wegen der Müdigkeit des Superstars abgelehnt worden. Daraufhin sei er zur Ausweiskontrolle gelaufen, habe sich Messis Pass genommen und die Seite des Dokuments mit Messis persönlichen Daten zusammen mit seinem Konterfei abgelichtet.

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