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Mehr Sport Uni Freiburg: Kommission kostete über eine Million Euro

Über eine Million Euro hat die Universität Freiburg für die am 1. März im Streit aufgelöste Doping-Kommission bislang bezahlt. Die Kommissions-Vorsitzende Letizia Paoli habe 362.000 Euro erhalten, teilte die Hochschule mit. Wie die Uni betonte, seien aus der Doping-Kommission noch nicht alle Rechnungen gestellt worden. So hätten die 2015 neu in die Kommission berufenen Mitglieder noch keinerlei Honorar oder Spesen geltend gemacht.

Uni-Rektor Hans-Jochen Schiewer drängte auf eine Veröffentlichung der bisherigen Ergebnisse. "Die Universität fordert alle ehemaligen Mitglieder der Kommission auf, den Ertrag ihrer Arbeit öffentlich zu machen", hieß es in einer Erklärung der Uni. Insbesondere der Abschlussbericht könne nach siebenjähriger Arbeit der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden.

"Die Veröffentlichung verantworten nun die ehemaligen Kommissionsmitglieder selbst", erklärte die Hochschule in ihrem Schreiben. Gleichwohl bot die Uni Unterstützung bei der Veröffentlichung an.

Die Kommission war 2007 mit dem Ziel gegründet worden, die Geschichte der skandalumwitterten Freiburger Sportmedizin unter ihren ehemaligen Professoren Joseph Keul und Armin Klümper zu untersuchen. Fünf der sechs Kommissions-Mitglieder hatten am Dienstag ihren Rücktritt erklärt.

Die Kommission protestierte damit gegen die angebliche Einschränkung ihrer Unabhängigkeit durch Schiewer. Aus Sicht der Uni gelte der Rücktritt mittlerweile auch für Paoli, die das Rücktrittsschreiben zunächst aus formaljuristischen Gründen nicht unterzeichnete.

Allerdings, so die Uni, beende das Aus der Gruppe nicht gleichzeitig den Vertrag zwischen der Uni Freiburg und Paolis Uni Leuven in Belgien, die für die Tätigkeit der Vorsitzenden seit 2009 362.000 Euro erhalten habe. Die Vorsitzende habe sich, so die Uni Freiburg kritisch, mit ihrem Verhalten in den vergangenen Wochen "der Erfüllung ihrer Pflichten aus dem von ihr mitunterzeichneten Vertrag nunmehr endgültig entzogen".

Schiewer beteuerte, er habe bis zuletzt versucht, "die Kommission umzustimmen". Allerdings hätten weder die Vorsitzende noch die weiteren Mitglieder die Gesprächsangebote angenommen.

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