Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

"Keine Generation sauber" Armstrong fordert Amnestie für Doper

Ex-Radsportlegende Lance Armstrong fordert eine Straffreiheit für Dopingsünder. Der gefallene Sportstar hält eine solche Amnestie für den "einzigen Weg". Der Radsportverband ist anderer Meinung.

Der gefallene Radsport-Superstar Lance Armstrong fordert eine komplette Amnestie für geständige Doper und hat die vergangenen Rad-Größen des Dopings bezichtigt. "Meine Generation war nicht anders als die anderen. Alle haben nach Vorteilen gesucht. Keine Generation war eine Ausnahme, keine war sauber: Nicht Merckx, nicht Hinault, nicht LeMond, nicht Coppi, nicht Gimondi, nicht Indurain, nicht Anquetil, nicht Bartali, und meine auch nicht", sagte der Texaner dem Internetportal <a xlink:actuate="onRequest" xlink:href="http://www.cyclingnews.com/" xlink:show="new" xlink:type="simple">cyclingnews.com</a>.

Im Rahmen einer Wahrheits- und Schlichtungs-Kommission (TRC) hält Armstrong eine Amnestie für die einzige Möglichkeit, mit der Vergangenheit aufzuräumen. "Ansonsten wird sich niemand offenbaren, niemand", erklärte der 41-Jährige. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) sollte diesen Prozess anführen, der Radsport-Weltverband UCI habe dagegen "keinen Platz am Tisch".

Dies sei "nicht der beste Weg, es ist der einzige Weg", sagte Armstrong, der kürzlich mit seiner halbgaren Doping-Beichte bei US-Talkerin Oprah Winfrey für große Aufmerksamkeit gesorgt hatte. Es gehe nicht um einen Mann, ein Team oder einen Sportdirektor, sagte Armstrong. "Es geht um den Radsport und um ehrlich zu sein, es geht um den gesamten Ausdauersport. Einen und sein Team öffentlich zu lynchen, wird das Problem nicht lösen."

"Für die UCI ist kein Platz"

Mit UCI-Präsident Pat McQuaid habe er vor vielen Monaten darüber gesprochen und ihm seine Meinung gesagt. McQuaid habe von einer TRC-Kommission nichts wissen wollen. Ohnehin sei aber die WADA für den lebenslang gesperrten Ex-Radprofi die maßgebliche Institution, auch nicht die US-Agenturm USADA, die ihn zu Fall brachte. "Keine Frage, das ist ein globaler Sport, kein amerikanischer. Für die UCI ist aber kein Platz".

McQuaid sei ja inzwischen beharrlich dabei, sich den Rücken freizuhalten. "Erbärmlich", findet Armstrong das Verhalten des 63-jährigen Iren. Das Maß an Heuchelei frustriere ihn. "Aber das ist der Radsport, das ist nicht überraschend".

Armstrong selbst, der im Zuge der USADA-Enthüllungen um sein systematisches Doping alle sieben Tour-de-France-Titel verloren hatte, sieht sich derzeit als "Prügelknabe", kann dies aber nachvollziehen. "Ich kann es verstehen, wir sind alle für unsere Situation selbst verantwortlich", sagte er, forderte aber auch, das jeder gleich behandelt werden sollte. "Wir haben alle Mist gebaut, wir sollten alle gleich bestraft werden".

Der Texaner erklärte auch, warum er im Winfrey-Interview keine anderen Namen und Hintergründe genannt habe. "Ich habe niemanden geschützt. Ich war dort, um über mich selbst zu sprechen, meine Erfahrungen, meine Fehler. Über niemanden sonst. Ich bin nur daran interessiert, meine eigenen Fehler zu gestehen. Ich bin erwachsen und werde niemanden anschwärzen".

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()
 
 
Sport Videos
Sport Löw: " Kuranyi irgendwann wieder in Deutschland"
Sport Löw: "Konstanz wichtig für Spieler"
Sport Löw: "Russland wird gute Rolle spielen"
Brasilien Selecao ohne Silva: "Keine Garantien"
Sport De Boer: "Geht immer noch besser"
Sport Blanc: "Barcelona ist Favorit"
Sport Mourinho: "Ich bin frustriert"
Youngster Max Meyer "Wir sind eine Mannschaft"
Klaas-Jan Huntelaar "Fußball ist nicht schwierig"
Heldt adelt Draxler "Zu gut für Chelsea"
Pep lobt Benatia "Große Verpflichtung"
Bayern besiegen Manchester City So haben die Spieler das Match empfunden
Hecking vor Everton "Wir können für Furore sorgen"
Guardiola über Boateng "Er hat alles"
Guardiola "Wir haben mit großem Herz gespielt"
Keller "Die Leistung war beeindruckend"
Hecking "Vorfreude ist riesig"
Top 5 Robinho mit ganz viel Gefühl
Conte Italiens Nationalelf "große Herausforderung"
Neuer HSV-Cheftrainer Klopp freut sich für Joe Zinnbauer
Kurioser Spielabbruch in Buenos Aires Wenn Fußball zum Wasserball wird
BVB empfängt den FC Arsenal.
Champions League BVB empfängt den FC Arsenal
Klopp Haben Arsenal beeindruckt
Klopp zum Immobile-Tor "Das war ein Trick!"
Dolmetscher imitiert Klopp "Weltklasse!"
Schuften für's Comeback Pep-Spaß mit Thiago
Brasileiro Ceni macht den Butt
Tim Jürgens, Chefredakteur "11 Freunde"
Null Tore, ein Pünktchen HSV feuert Trainer Slomka
Kelly Slater lässt nichts anbrennen
Hurley Pro in Kalifornien Kelly Slater lässt nichts anbrennen
Bayern besiegen Manchester City So haben die Spieler das Match empfunden
1. Bundesliga HSV entlässt Slomka!
Wenger zu Klopp "Einer der Besten Europas"
Klopp "Champions League geht direkt richtig los!"
Bender vor Monaco "Haben dazu gelernt"
Argentinien Wasserball statt Torjubel im Derby
WTA-Turnier in Tokio Schweini-Freundin Ivanovic im Viertelfinale
Beiersdorfer Zinnbauer neuer HSV-Trainer
Kagawa fit für Arsenal? Klopp hat Zweifel
Klopp "Auba und Ciro? Schlüssel zum Sieg!"
Guardiola über Boateng "Er hat alles"