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Severin Freund jubelt bei Vierschanzentournee Sieg beim Auftaktspringen in Oberstdorf

Severin Freund hat zum Start der Vierschanzentournee triumphiert. Der Weltmeister bescherte den deutschen Skispringern den ersten Auftaktsieg seit Sven Hannawald vor 14 Jahren.

Severin Freund ist mit einem furiosen Sieg in die 64. Vierschanzentournee gestartet. Der Weltmeister aus Rastbüchl kam in Oberstdorf auf 126,0 und 137,5 Meter und gewann mit 307,2 Punkten knapp vor Michael Hayböck (Österreich/304,2). Der nach dem ersten Durchgang noch führende Topfavorit Peter Prevc aus Slowenien musste sich mit 299,9 Zählern und Rang drei begnügen.

"Ich freue mich wahnsinnig, das ist ein wunderschöner Tag. Mein zweiter Sprung war sehr, sehr gut", sagte Freund, der nach dem ersten Durchgang nur auf dem fünften Rang gelegen hatte. Für den Niederbayern war es der 21. Weltcup-Sieg seiner Karriere und der erste Erfolg bei der Tournee. Als erste Deutscher seit Sven Hannawald 2002 startete der Skiflug-Weltmeister mit einem Sieg in die Traditionsveranstaltung.

"Es ist erst ein kleiner Teil der Tournee", bremste Freund umgehend die Euphorie im Oberstdorfer Hexenkessel. Dennoch dürfen die deutschen Fans erstmals seit dem Grand-Slam von Hannawald in der Saison 2001/02 wieder vom Gesamtsieg träumen.

Rekordkulisse von 25.500 Zuschauern

Zweitbester DSV-Adler vor der Rekordkulisse von 25.500 Zuschauern war Richard Freitag (Aue) als guter Neunter. Der hoch gehandelte Andreas Wellinger (Ruhpolding) kam nach einem schwachen ersten Sprung nicht über den 15. Rang hinaus.

Insgesamt schafften es acht der zehn DSV-Adler in den zweiten Durchgang und sammelten somit Weltcup-Punkte. Allen voran Andreas Wank (Hinterzarten) und Stephan Leyhe (Willingen) überzeugten mit starken zweiten Sprüngen und den Rängen 13 und 14. Dahinter folgten Routinier Michael Neumayer (Oberstdorf/19.), Karl Geiger (Oberstdorf/26.) und Pius Paschke (Kiefersfelden/29.).

Silvester geht es in Garmisch-Partenkirchen weiter

Nicht in den zweiten Durchgang schafften es dagegen Team-Olympiasieger Marinus Kraus (Oberaudorf/36.) und Markus Eisenbichler (Siegsdorf/41.). Einen schwarzen Tag erlebte zudem der formschwache Superstar Gregor Schlierenzauer (Österreich), der als 31. einmal mehr enttäuschte. Auch Domen Prevc, erst 16 Jahre alter Bruder von Peter Prevc, blieb mit Rang 27 hinter den Erwartungen zurück.

Weiter geht es bereits am Donnerstag (Silvester) mit der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen.

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