Informiert bleiben
 
Nordkorea im Überblick
Daten

Hauptstadt: Pjöngjang

Fläche: 120.538 km²

Einwohner: 24.052.231

Sprache: Koreanisch

Politik

Staatsoberhaupt: Kim Il Sung († 8. Juli 1994); faktisch: Kim Jong Un

Vorsitzender des Präsidiums der Volksversammlung: Kim Yong Nam

Vorsitzender des Ministerrats: Pak Pong Ju

Staatsform: Volksrepublik

Regierungssystem: Einparteiensystem

Wirtschaft

Bruttoinlandsprodukt: 26,7 Mrd. US-Dollar

Bruttoinlandsprodukt je Einwohner: 1152 US-Dollar

Währung: 1 Won = 100 Chon

Internet-Domain: .kp

Telefonvorwahl: +850

Geschichte

Korea blickt auf eine bis zu 18.000 Jahre alte Geschichte zurück. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts gab es auf der Halbinsel mehrere König- und Kaiserreiche die teilweise unter chinesischem oder japanischem Einfluss standen. Von 1909 bis 1945 war Korea eine japanische Kolonie.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Land in einen nördlichen Teil unter russischem Einfluss und einen südlichen Teil unter US-Einfluss aufgeteilt. Der erste und "ewige" nordkoreanische Staatschef Kim Il Sung strebte im Korea-Krieg (1950-1953) die Eroberung Südkoreas an. Mit Hilfe von UN-Soldaten unter US-amerikanischer Führung wurden die Truppen zurückgedrängt. Rund vier Millionen Menschen kamen in dem Krieg ums Leben.

Mit russischer und chinesischer Hilfe wurde in Nordkorea ein kommunistisches Einparteiensystem errichtet. Das Verhältnis zum Süden ist bis heute angespannt und durch Konflikte gekennzeichnet.

Korea-Krise: Who Is Who
Der "Oberste Führer": Kim Jong Un
Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un gibt in der Obersten Volksversammlung seine Stimme ab. (Bild: dpa)

Kim Jong Un wurde im Dezember 2011 zum "Obersten Führer" Nordkoreas ausgerufen. Er trat die Nachfolge seines kurz zuvor verstorbenen Vaters Kim Jong Il an. Kim besitzt als Staats-, Partei- und Armeechef die Machtfülle eines Diktators. In seiner Neujahrsansprache 2013 kündigte er eine "radikale Wende" in der Politik seines Landes an. Seitdem sorgte er mit immer neuen Provokationen gegenüber Südkorea und den USA für die gefährliche Zuspitzung der Lage auf der Halbinsel. Über Kims Biografie ist nur wenig bekannt: Laut offiziellen Angaben wurde er am 8. Januar 1982 geboren, er soll in einem Internat in der Schweiz ausgebildet worden sein und ist mit der Propaganda-Sängerin Ri Sol Ju verheiratet.

Die rechte Hand: Pak Jong Ju
Der nordkoreanische Premierminister Pak Jong Ju beim Besuch einer Stahlfabrik in China. (Bild: Reuters)

Der 73-jährige Pak Jong Ju wurde am 1. April 2013 zum Ministerpräsidenten Nordkoreas ernannt und gilt nach Kim Jong Un als mächtigster Politiker des kommunistischen Landes. Pak füllte das Amt des Ministerpräsidenten bereits von 2003 bis 2007 aus. Er gilt als Reformer, der die stalinistische Wirtschaftsordnung Nordkoreas modernisieren könnte.

Der große Bruder: Xi Jinping
Chinas Staatspräsident Xi Jinping zu Besuch in Moskau. (Bild: dpa)

Als letzter Verbündeter Nordkoreas ist Chinas Präsident Xi Jinping der einzige ausländische Staatschef, der auf das Kim-Regime direkt Einfluss nehmen kann. Bisher äußerte sich der 59-Jährige stets zurückhaltend zur aktuellen Krise. Nachdem Pjöngjang Anfang April auch gegenüber chinesischen Diplomaten Drohungen äußerte, kritisierte Xi das Nachbarland erstmals deutlich. "Niemandem darf erlaubt werden, die Welt für selbstsüchtige Zwecke ins Chaos zu stürzen", sagte Xi.

Die Gegenspielerin: Park Geun Hye
Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye salutiert bei ihrer Amtseinführung im Februar 2013. (Bild: dpa)

Die 61-jährige Park Geun Hye steht seit Februar 2013 als erste Frau in der Geschichte an der Spitze Südkoreas. Die konservative Politikerin kennt das "Blaue Haus" des Präsidenten bereits von innen: Ihr Vater Park Chung Hee herrschte von 1961 bis zu seiner Ermordung 1979 als Militärdiktator über das Land. Zu ihrem Amtsantritt setzte sie sich für eine Annäherung an Nordkorea ein und brachte sogar ein Gipfeltreffen mit Machthaber Kim Jong Un ins Gespräch. Nach den Kriegsdrohungen des Nordens wies sie jedoch die Armee an, auf jeden Angriff hart zu reagieren.

Der "Erzfeind": Barack Obama
US-Präsident Barack Obama salutiert beim Verlassen seines Diensthubschraubers "Marine One". (Bild: Reuters)

Seit der Ausrufung des Waffenstillstands auf der koreanischen Halbinsel im Jahr 1953 treten die USA als Schutzmacht Südkoreas auf. US-Präsident Barack Obama reagierte auf die jüngsten Provokationen Nordkoreas zuerst mit einer Demonstration militärischer Stärke: Er schickte zusätzliche Truppen, Tarnkappenbomber und Kriegsschiffe in die Region. Da dies keine Wirkung auf das Verhalten Pjöngjangs zeigte, agiert Obama seit Anfang April zurückhaltender. Ein ursprünglich geplanter Raketentest wurde kurzfristig abgesagt, um Nordkorea nicht zu weiteren Aggressionen zu verleiten.

Der besorgte Nachbar: Wladimir Putin
Der russische Präsident Wladimir Putin spricht beim Gipfel der BRIC-Staaten im März 2013. (Bild: Reuters)

Russland war für Nordkorea in der Vergangenheit vor allem als Handelspartner und Waffenlieferant wichtig. Die nordkoreanische Armee verfügt über zahlreiche, aber größtenteils veraltete, russische Waffensysteme. In den vergangenen Jahren unterstützte Russland jedoch die Sanktionen gegen das Land. Der russische Präsident Wladimir Putin zeigte sich angesichts der jüngsten Provokationen aus Pjöngjang besorgt und warnte vor einem Atomkrieg. "Dann könnte Tschernobyl wie ein Kindermärchen erscheinen", sagte er bei einem Besuch in Deutschland.

Der Hardliner aus Tokio: Shinzo Abe
Japans Premierminister Shinzo Abe hält eine Pressekonferenz in Tokio. (Bild: dpa)

Kein anderes Land außer Südkorea fühlt sich durch Nordkoreas Raketen- und Atomprogramme so bedroht wie die frühere Kolonialmacht Japan. 1998 schockierte Pjöngjang Tokio mit dem Test einer ballistischen Rakete - Teile davon flogen über Japan hinweg. Das aktuelle Säbelrasseln Pjöngjangs spielt dem konservativen Regierungschef Shinzo Abe in die Hände. Der 58-Jährige sieht die Bedrohung als willkommenen Anlass, seinen Plan für eine Änderung der pazifistischen Verfassung Japans und der Stärkung des Militärs voranzutreiben.

FC Bayern München gegen Borussia Dortmund Spitzenspiel in 208 Ländern im TV

31.10.2014 Das Topspiel der Fußball-Bundesliga zwischen Bayern München und Borussia Dortmund elektrisiert Fans weltweit. 

 
 

Kim Jong-Un startet Charmeoffensive Nordkorea lädt EU-Menschenrechtsbeauftragen ein

31.10.2014 Mit einer Charmeoffensive umwirbt Nordkorea die Europäische Union. Nun werden sogar Gespräche über Menschenrechte angeboten. Außenminister Frank-Walter Steinmeier bleibt realistisch.

 
 

Vereinte Nationen Nordkorea macht "Fortschritte" bei Menschenrechten

29.10.2014 Es bewegt sich etwas. Der Sonderberichterstatter der UN für Nordkorea, Marzuki Darusman, hat Pjöngjang erkennbare Fortschritte in Menschenrechtsfragen bescheinigt.

 
 

Kim Jong Uns Verschwinden aufgeklärt Es war eine Zyste

28.10.2014 Als Nordkoreas Diktator Kim Jong Un mehrere Wochen spurlos verschwunden war, überschlugen sich die Spekulationen. Jetzt will der südkoreanische Geheimdienst den wahren Grund herausgefunden haben.

 
 

Menschenrechte Nordkorea spricht erstmals mit UN-Ermittler

28.10.2014 Die nordkoreanische Führung geht überraschend auf die Menschenrechtsermittler der UN zu. Doch Beobachter glauben an ein bloßes Ablenkungsmanöver.

 
 

US-Militär Nordkorea kann Sprengkopf für Atomrakete bauen

25.10.2014 Nordkoreas lässt keine Zweifel, dass es eine Atomstreitmacht aufbauen möchte. Ist dem kommunistischen Regime jetzt ein Durchbruch bei der Entwicklung von Atomraketen gelungen?

 
 
 

Jeffrey Fowle auf dem Heimflug Nordkorea lässt amerikanischen Gefangenen frei

21.10.2014 Fast sechs Monate lang wurde Jeffrey Fowle in Nordkorea festgehalten. Jetzt fliegt der US-Amerikaner nach Hause. Zwei andere Amerikaner müssen weiter in Gefangenschaft Pjöngjangs ausharren.

 
 
Seit der Gründung Nord- und Südkoreas gab es immer wieder Spannungen zwischen beiden Staaten. Mit einem "Meer aus Feuer" wollte die kommunistische Führung in Pjöngjang das benachbarte Südkorea mehrfach überziehen. (AFP)
Verbale Kriegsführung
Nordkorea droht seit 65 Jahren
Gefangene müssen laut seinen Schilderungen teilweise stundenlang auf einem Bein stehen oder Gegenstände in die Höhe halten.
Gefangene in Nordkorea
Zeichnungen aus dem Folterkeller
... vergeht ein ganzer Tag voller Spaß und Lachen im Kaeson Freizeitpark in Nordkorea. Zur Erinnerung ...
Freizeitpark in Nordkorea
Zur Abwechslung mal Spaß
Dieses Satellitenbild vom 26. Mai 2013 zeigt den Eingangsbereich des Lagers 16 in Kwansilo. Zwei weitere Wohneinheiten mit zehn Häusern von je 4 mal 3,5 Metern wurden hochgezogen. Amnesty International wertet das als Beweis, dass sich das Arbeitslager weiter vergrößert.
Amnesty International deckt auf
Die geheimen Arbeitslager von Nordkorea
... die Kim erstmals wieder bei einem öffentlichen Auftritt zeigen. 40 Tage lang hatte sich der Herrscher rar gemacht. Wie die amtliche Nachrichtenagentur KCNA nun berichtete, kehrte Kim nun zurück, ...
Kim Jong-Un ist wieder da
Mit breitem Grinsen und Krücke
Kim Jong Un
Diesmal ein U-Boot
Kim Jong Un betrachtet Dinge
Das Atomprogramm Nordkoreas verunsichert die Welt - und das bereits seit mehreren Jahrzehnten. (Bild: AFP)
Nukleare Bedrohung
Nordkoreas Streben nach der Bombe
In der Dokumentation "Der große Genosse" für den nordkoreanischen Staatssender KTCV setzte das Regime nach der Absetzung Jangs die Schere an.
Fotoretusche in Nordkorea
Onkel Jang Song - wer?
Der "Munsu Water Park“ in der Hauptstadt Pjöngjang ist eine echte Attraktion. Zur Eröffnung geladen, ist wie üblich alles was dortzulande Rang und Namen hat. Ein bisschen skeptisch scheinen Militärs und Funktionäre das Geschehen zunächst zu beobachten, ...
Wo Genossen planschen
Ein Spaßbad für Nordkorea
Am 31. März war dieses unbemannte Flugobjekt auf südkoreanischem Terrain abgestürzt. Auch bei diesem anders geformten, ...
Südkorea veröffentlicht Bilder
Kim Jong Uns babyblaue Drohnen
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten.
Militärparaden und Personenkult
Kleine Geschichte Nordkoreas
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten. (AP)
Wie der Vater so der Sohn
Nordkorea trauert um seine Kims
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Kim Jong Il
Der bizarre Diktator ist tot
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten.
Wie der Papa
Auch Un betrachtet Dinge
Bitte klicken Sie auf das Bild um die Galerie zu starten. (dpa)
101 Jahre Kim Il Sung
Geburtstagfeier auf nordkoreanisch
Nordkorea hat eine neue "First Lady". Bereits vor geraumer Zeit zeigte sich Machthaber Kim Jong Un ...
Nordkoreas First Lady
Kim Junior ist verheiratet
Es ist ein Bauwerk der Superlative und ein Mahnmal gegen den in Diktaturen verbreiteten Gigantismus. Das ... (AFP)
Ryugyong Hotel
Der Koloss von Pjöngjang
Das Atomprogramm Nordkoreas verunsichert die Welt - und das bereits seit mehreren Jahrzehnten. (Bild: AFP)
Nukleare Bedrohung
Nordkoreas Streben nach der Bombe
Nordkorea sendet erneute eine heftige Provokation an sein südliches Nachbarland. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete stolz ... (Bild: AFP)
Riesige Truppenübung
Nordkorea probt "echten Krieg"
Seit der Gründung Nord- und Südkoreas gab es immer wieder Spannungen zwischen beiden Staaten. Mit einem "Meer aus Feuer" wollte die kommunistische Führung in Pjöngjang das benachbarte Südkorea mehrfach überziehen. (AFP)
Verbale Kriegsführung
Nordkorea droht seit 65 Jahren
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten.
Militärparaden und Personenkult
Kleine Geschichte Nordkoreas
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten. (AP)
Wie der Vater so der Sohn
Nordkorea trauert um seine Kims
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten!
Kim Jong Il
Der bizarre Diktator ist tot
Bitte klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten.
Wie der Papa
Auch Un betrachtet Dinge
Bitte klicken Sie auf das Bild um die Galerie zu starten. (dpa)
101 Jahre Kim Il Sung
Geburtstagfeier auf nordkoreanisch
Nordkorea hat eine neue "First Lady". Bereits vor geraumer Zeit zeigte sich Machthaber Kim Jong Un ...
Nordkoreas First Lady
Kim Junior ist verheiratet
Es ist ein Bauwerk der Superlative und ein Mahnmal gegen den in Diktaturen verbreiteten Gigantismus. Das ... (AFP)
Ryugyong Hotel
Der Koloss von Pjöngjang
Das Atomprogramm Nordkoreas verunsichert die Welt - und das bereits seit mehreren Jahrzehnten. (Bild: AFP)
Nukleare Bedrohung
Nordkoreas Streben nach der Bombe
Nordkorea sendet erneute eine heftige Provokation an sein südliches Nachbarland. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtete stolz ... (Bild: AFP)
Riesige Truppenübung
Nordkorea probt "echten Krieg"
Seit der Gründung Nord- und Südkoreas gab es immer wieder Spannungen zwischen beiden Staaten. Mit einem "Meer aus Feuer" wollte die kommunistische Führung in Pjöngjang das benachbarte Südkorea mehrfach überziehen. (AFP)
Verbale Kriegsführung
Nordkorea droht seit 65 Jahren

Yeonmi Park floh aus Nordkorea "Dort geschieht ein Holocaust und die Welt schaut zu"

20.10.2014 Mit zwölf Jahren floh sie mit ihren Eltern aus Nordkorea. Heute stellt sich die Studentin Yeonmi Park vor die Weltöffentlichkeit und erzählt über die Verbrechen in ihrem Heimatland. 

 
 

Nordkorea Kim Jong-Un ist wieder da

14.10.2014 Wochenlang war Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un wie vom Erdboden verschluckt. Seine Abwesenheit löste Spekulationen um seinen Gesundheitszustand aus. Jetzt taucht er plötzlich wieder auf.

 
 

Verräterische Download-Statistik Kim Jong-Un soll auf westliche TV-Sendungen stehen

13.10.2014 Was Kim Jong-Un in seiner Freizeit tut, war bisher eines des bestgehütetsten Geheimnisse Nordkoreas. Eine Statistik enthüllt nun offenbar: Der Despot und sein Stab sehen gern "Westfernsehen".

 
 

#WhereIsKimJongUn Das Netz sucht Nordkoreas Diktator

11.10.2014 Wo ist Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un bloß abgeblieben? Ist er krank, wurde er heimlich abserviert oder ist er einfach nur Snowboarden? Das Netz hätte da ein paar Vorschläge.