Zu viele Ärztefehler
Patienten bekommen mehr Rechte
Opfer von Ärztefehlern sollen es künftig leichter haben, vor Gericht zu ihrem Recht zu kommen. Mediziner müssen dann beweisen, dass keine Fehler den Schaden herbeiführten.
Angesichts zehntausender Ärztefehler pro Jahr erhalten die Patienten in Deutschland mehr Rechte. Der Bundesrat gab dazuin Berlin grünes Licht für das Patientenrechtegesetz der schwarz-gelben Koalition.
Opfer von Ärztefehlern sollen es künftig leichter haben, vor Gericht zu ihrem Recht zu kommen. Bei groben Fehlern muss der Mediziner beweisen, dass ein nachgewiesener Fehler den Schaden nicht herbeiführte. Dies ist bisher lediglich aufgrund von Gerichtsurteilen gängige Praxis. Krankenkassen sollen Versicherte bei der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen helfen, etwa mit Gutachten.
Patienten müssen umfassend und verständlich über geplante Behandlungen informiert werden. Sie erhalten ein Recht auf volle Einsicht in die Patientenakte. Krankenkassen müssen in der Regel binnen drei Wochen über einen Antrag auf bestimmte Behandlungen entscheiden.