Spuren der Vergangenheit
Hunderte Jahre alte Keller in Berlin freigelegt
Historiker haben in Berlin-Mitte zahlreiche Keller bekannter Häuser freigelegt. Die hunderte Jahre alten Ruinen reichen bis ins Spätmittelalter zurück. Die Arbeiten laufen seit einem Jahr.
Die Archäologen legten Kellermauern des um 1914 erbauten Warenhauses Hertzog frei. Im Keller sehe man heute noch Reste einer Heizungsanlage und von Aufzügen, sagte einer Mitarbeiterin des Landesdenkmalamtes. (dpa)
Archäologen haben in Berlin-Mitte hunderte Jahre alte Keller bekannter Häuser freigelegt. Sie entdeckten auch Reste von Holzkellern aus dem Spätmittelalter und einen Steinbrunnen, wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung am Dienstag mitteilte. Unter der Aufsicht des Landesdenkmalamtes Berlin wird seit einem Jahr an der Breiten Straße gegraben.
Einer der Keller gehörte zum Ermelerhaus, das zu den schönsten Rokokogebäuden der Stadt zählte. Nach dem Krieg wurde das nur leicht beschädigte Gebäude vom Stadtarchiv und der Ratsbibliothek genutzt. In den Kellern wurde herrenlose Kunst aus zerstörten Häusern und Gärten gelagert. Einige Steinplastiken seien nun wieder zutage gekommen, hieß es. Das Haus wurde in den 1960er Jahren an das Märkische Ufer 10 versetzt und ist heute Teil des Museumsufers.
Die Archäologen legten auch Kellermauern des um 1914 erbauten Warenhauses Hertzog frei. Im Keller sehe man heute noch Reste einer Heizungsanlage und von Aufzügen, sagte einer Mitarbeiterin des Landesdenkmalamtes. Kleinfunde verschiedener Art gäben ein Bild vom Warenangebot wieder, hieß es weiter.