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Sterben für den Messias Das Waco-Drama vor 20 Jahren

Kein Ende der Trauer. Einen Tag nach dem Explosionsunglück gedenkt die texanische Stadt Waco den Angehörigen der Davidianer-Sekte, die vor 20 Jahren bei einem Polizeieinsatz starben.

Es sind furchtbare Tage für die Bürger in und um Waco. Bei der Explosion einer Düngemittel-Fabrik starben am Donnerstag mindestens acht Menschen. Einen Tag später jährt sich nun das Drama der Davidianer-Sekte zum 20. Mal. Waco, eine 125.000-Einwohner-Stadt im US-Bundesstaat Texas, steht derzeit ganz im Zeichen von Tod und Trauer.

Am 19. April 1993 führte der Fanatiker David Koresh 76 Menschen in den Tod, davon 21 Kinder. Der Sektenführer behauptete, Jesus Christus zu sein. Koresh war ein Charismatiker und Menschenfänger, der sich selbst nicht immer an seine nach außen getragenen Überzeugungen hielt. So predigte er den männlichen Mitgliedern seiner Sekte Enthaltsamkeit – um mehrere Frauen der Gruppe zu schwängern. Dennoch klebten ihm seine Anhänger an den Lippen – und folgten ihm bis in der Tod.

Bis an die Zähne bewaffnet

Als die Bundespolizei FBI und das Militär an jenem 19. April am Wohnsitz der Davidianer-Sekte in Waco anrückten, hielten sich Koresh und seine Glaubensbrüder bereits seit 51 Tagen verschanzt. Ende Februar hatten die Behörden versucht, Koresh wegen illegalen Waffenbesitzes und angeblichen sexuellen Missbrauchs von Kindern festzunehmen.

Die bis an die Zähne bewaffneten Davidianer verteidigten ihren Führer. Vier Beamte und sechs Sektenmitglieder starben. Eineinhalb Monate später rückte dann die Staatsgewalt mir Panzern an. Es kam zu einem Feuer, bei dem 76 Davidianer starben, darunter auch Koresh. Bis heute ist nicht ganz geklärt, wer das Feuer verursachte.

Regierung wird harsch kritisiert

Zunächst hieß es, die Sektenmitglieder selbst hätten das Feuer gelegt. Im Laufe der Zeit gab es aber immer mehr Zweifel. Diese wurden genährt durch widersprüchliche Aussagen des FBI. So musste die Bundespolizei entgegen zuvor getroffener Aussagen zugeben, pyrotechnische Granaten bei der Erstürmung eingesetzt zu haben.

Die Regierung wurde von Menschenrechtsgruppen für das Vorgehen harsch kritisiert. Zudem versuchten rechte Kräfte in den USA, das Versagen von Militär und Polizei für die eigenen Ziele zu instrumentalisieren. So zündete Timothy McVeigh am 19. April 1995, dem zweiten Jahrestag der Erstürmung, als "Rache für Waco“ eine Lastwagenbombe vor einem Bundesgebäude in Oklahoma City. 168 Menschen starben bei dem Anschlag.

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