Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Kein Abschluss zweiter Klasse Der Berufseinstieg mit dem Bachelor

Nach dem Bachelorstudium direkt in die Arbeitswelt? Für viele Studenten bleibt dies ein Traum. Der Abschluss kann aber Tür und Tor öffnen - wenn bestimmte Zusatzbedingungen erfüllt sind.

Kürzer, schneller, kompakter: Das ist das Motto im Bachelorstudium. In den neuen Studiengängen sind nur etwa drei Jahre bis zum Abschluss vorgesehen. Dadurch sind Absolventen beim Berufseinstieg mittlerweile oft jünger als ihre Vorgänger in den alten Magister- und Diplomstudiengängen. Viele Unternehmen sehen genau darin einen Vorteil. Andere stehen den Neulingen aber noch etwas skeptisch gegenüber. Trotzdem haben Bachelorabsolventen keine schlechten Jobchancen.

Da der Bachelor immer noch recht neu ist, sind Absolventen mit diesem Abschluss bisher eine wenig erforschte Spezies. Und von ihnen wagen längst nicht alle den Schritt ins Berufsleben: "Rund zwei Drittel schließen derzeit noch ein Masterstudium an", sagt Kolja Briedis von der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) in Hannover.

Vorurteile gibt es viele: Der Bachelor als Schmalspurstudium und Abschluss zweiter Klasse - so sahen die Befürchtungen von Kritikern aus. Eine Studie der Universität Kassel ergibt ein anderes Bild: Demnach finden Bachelorabsolventen ähnlich schnell einen Job wie Bewerber mit klassischen Abschlüssen - im Schnitt dauert die Stellensuche nach dem Studium etwa drei Monate.

Unterschiede gibt es aber bei der Bezahlung: Bachelorabsolventen verdienen der Studie zufolge beim Berufsstart deutlich weniger als Akademiker mit einem herkömmlichen Abschluss. An der Uni können Abgänger mit Diplom ein Einkommen von durchschnittlich 3018 Euro brutto pro Monat erwarten - mit Bachelor sind es nur 2241 Euro. Ähnliche Unterschiede gelten für die Fachhochschulen. Im Schnitt fällt das Einkommen von Bachelorabsolventen 15 bis 20 Prozent geringer als bei Abgängern mit den alten Abschlüssen aus.

Zusatzqualifikationen können den Ausschlag geben

Davon sollten sich Studenten im neuen System jedoch nicht unterkriegen lassen, meint Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. "Das Bachelorstudium ist kein Studium zweiter Klasse", sagt er. "Viele Unternehmen haben ja selbst ein praxisnahes und schnelleres Studium gefordert, darauf sollten sich Bachelorabsolventen bei ihren Bewerbungen auch ruhig berufen." Sie sollten die Vorteile ihres Studiums hervorheben und zum Beispiel darlegen, inwiefern sie bereits Praxiserfahrungen haben.

Das rät auch der Karriereberater Jürgen Zech aus Köln: "Möglicherweise hat man schon Praktika gemacht oder seine Abschlussarbeit in einem Unternehmen geschrieben", sagt er. "Das sollte man auf alle Fälle als Verkaufsargument nutzen, auch wenn man sich bei einem anderen Unternehmen bewirbt."

Dabei zählen nicht nur unternehmerische Erfahrungen. "Arbeitnehmer interessieren auch ehrenamtliche Arbeit, die Tätigkeit als Übungsleiter im Sport oder einfach ein packendes Hobby", sagt Zech. Dabei sollten sich Bachelorabsolventen überlegen, wie sie mit dem, was sie gerne und häufig machen, dem Unternehmen nutzen können - und das klar kommunizieren.

Zahlreiche Bachelorabsolventen fürchten allerdings, dass sie als zu jung angesehen werden. Immerhin sind manche von ihnen gerade erst Anfang 20. "Dafür sollte man sich nicht schämen", findet Grob. "Im Gegenteil: Man sollte mit stolzer Brust auftreten, dass man bereits einen Hochschulabschluss in der Tasche hat."

Hochschulforscher Briedis ergänzt: "Dass man etwas jünger ist, hat für Unternehmen ja den Vorteil, dass sie gegebenenfalls etwas weniger bezahlen müssen - das kann man durchaus als Verkaufsargument nutzen." So könnten Bewerber sagen: "Ich kann viel leisten, koste euch aber nicht so viel." Hinzu komme, dass man als jüngerer Bewerber meist flexibler und formbarer sei. "Unternehmen können einen so zielgerichtet in einem Bereich weiterentwickeln, in dem sie Bedarf haben", sagt Briedis.

Außerdem müsse nach dem Berufseinstieg nicht endgültig Schluss mit dem Studium sein, betont Briedis. "Wer mag, arbeitet drei oder fünf Jahre in einem Beruf und hängt dann noch ein Masterstudium oder andere Weiterbildungen an - möglicherweise sogar mit Unterstützung des Arbeitgebers."

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

 
Artikel kommentieren

Bitte loggen Sie sich ein, um Kommentare zu schreiben.

Login

Artikel als "Nickname" kommentieren:

Noch 800 Zeichen

Leserkommentare ()
Weitere Kommentare anzeigen ()
 
 
 
 
 
Gefährliches Universum Asteroiden
Geheimnisvoller Planet: Invasion aus dem Tierreich
Geheimnisvoller Planet Invasion aus dem Tierreich
Rätsel der Vergangenheit: Antike Spezialeffekte
Rätsel der Vergangenheit Antike Spezialeffekte
Das Bermuda-Dreieck
Kultur & Gesellschaft Das Bermuda-Dreieck
Superschiffe - Norwegian Breakaway: Jungfernfahrt eines Kreuzfahrt-Giganten
Superschiffe Norwegian Breakaway: Jungfernfahrt eines Kreuzfahrt-Giganten
A380 - Masse mit Klasse
A380 Masse mit Klasse
Insekten - Das große Krabbeln
Insekten Das große Krabbeln
Die gefährlichsten Flugzeuglandungen
Technik Die spektakulärsten Flugzeuglandungen
Osprey - Transformer der Lüfte
Osprey Transformer der Lüfte
Full Metal Cruise - Wenn das Mittelmeer zum Metalmeer wird
Full Metal Cruise Wenn das Mittelmeer zum Metalmeer wird
Kultur & Gesellschaft Sex, Drogen und Wodka - Heiße Nächte in Moskau
Die Seenotretter - Einsatz bei Wind und Wellen
Einsatz bei Wind und Wellen Die Seenotretter
Tschernobyl - Autopsie einer Katastrophe
Tschernobyl Autopsie einer Katastrophe
Luftbetankung - Speed Date am Himmel
Luftbetankung Speed Date am Himmel
Tornadosicher - Der Trump Tower in Chicago
Tornadosicher Der Trump Tower in Chicago
Nervenkitzel im Tunnel
Technik Nervenkitzel im Tunnel
Windparkmontage vor Sylt Millimeterarbeit bei Wind und Wetter
Superschiffe - Wind Surf: Luxus unter Segeln
Superschiffe Wind Surf: Luxus unter Segeln
Superschiffe - Luxusliner Crystal Serenity
Superschiffe Luxusliner Crystal Serenity
Mayday - Kein Platz zum Landen
Technik Mayday - Kein Platz zum Landen
Windparkmontage vor Sylt Millimeterarbeit bei Wind und Wetter
Noch 10 Stunden
Auf Leben und Tod Im reißenden Strom
Noch 22 Stunden
Technik Auf Leben und Tod - Am seidenen Faden
Noch 23 Stunden
Geheimnisvoller Planet: Anfang und Ende
Geheimnisvoller Planet Anfang und Ende
Noch 1 Tag
Die UFO-Akten: Das Star Wars-Programm
Noch 1 Tag
Superschiffe - Luxusliner Crystal Serenity
Superschiffe Luxusliner Crystal Serenity
Noch 1 Tag
Superschiffe - Wind Surf: Luxus unter Segeln
Superschiffe Wind Surf: Luxus unter Segeln
Noch 1 Tag
Wirbelsturm mit Düsentriebwerk - Die Erfolgsgeschichte des Kampfjets Tornado
Wissen Wirbelsturm mit Düsentriebwerk - Die Erfolgsgeschichte des Kampfjets Tornado
Noch 1 Tag
Die gefährlichsten Flugzeuglandungen
Technik Die spektakulärsten Flugzeuglandungen
Noch 1 Tag
Rätsel der Vergangenheit: Die Apokalypse
Rätsel der Vergangenheit Die Apokalypse
Noch 1 Tag
Das Bermuda-Dreieck
Kultur & Gesellschaft Das Bermuda-Dreieck
Noch 1 Tag
Stephen Hawking Geheimnisse des Universums - Außerirdische
Noch 2 Tage
Stephen Hawking - Gibt es Gott?
Stephen Hawking Gibt es Gott?
Noch 2 Tage
Die Science Fiction Propheten Arthur C. Clarke - Odyssee im Weltraum
Noch 2 Tage
Geheimnisse des Weltalls: Nemesis
Geheimnisse des Weltalls Nemesis
Noch 2 Tage
Mythos und Wahrheit: UFOs
Mythos und Wahrheit UFOs
Noch 2 Tage
Rätsel der Vergangenheit: Antike Spezialeffekte
Rätsel der Vergangenheit Antike Spezialeffekte
Noch 2 Tage
Rätsel der Vergangenheit: Das Auge Gottes
Rätsel der Vergangenheit Das Auge Gottes
Noch 2 Tage
Die UFO-Akten: Superkräfte
Die UFO-Akten: Superkräfte
Noch 3 Tage
Die UFO-Akten: Aliens unterm Skalpell
Die UFO-Akten: Aliens unterm Skalpell
Noch 3 Tage