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Dschungelcamp - Tag 3 Der Kungelchamp aus dem Dschungelcamp

Etwas ist plötzlich anders im Camp. Die Bewohner kapieren, worauf sie sich eingelassen haben. Kakerlaken waren eingepreist. Aber so viele "Promis" mit Dachschadengefahr – das nervt. Vor allem einen.

Welches Team liegt vorne?

Team "Base Camp" gewinnt mal wieder – David Ortega beweist erneut: Attitüde schlägt Hirn – und sammelt die nötigen Sterne. Seine Gegnerin, Helena Fürst, ist sichtbar traurig – und im Antlitz von Ratten besudelt. Sagt sie. In ihren Worten. Die allerdings etwas deutlicher klingen.

Wer ist nominiert?

Die Ex-Heidekönigin kann nun zeigen, ob sie auch das Zeug zur Dschungelkönigin hat. Jenny Elvers muss in der Dschungelprüfung zeigen, wie sie mit Krokodil-Lümmeln, Kakerlaken und Co. auskommt.

Der Favorit des Tages

Menderes, der sich wohlfühlt im Camp, der die kamerabespickte, australische Lichtung als Zufluchtsort sieht, erzählt, wie sehr er darunter leidet, immer ausgelacht zu werden. Der einfach keine Witzfigur mehr sein will. Gerade, weil man ihm kaum zutraut so etwas aus taktischen Gründen zu sagen, werden hier die härtesten Seelen wachsweich.

Der Spruch des Tages

Vergiss nicht, im Wort beneiden steckt Neid!

(Philosoph David Ortega lässt die Welt teilhaben an der süßen Milch seiner Weisheit)

Die Szene des Tages

Ein schlecht gelaunter, alter Griesgram, der alles um sich herum doof findet. Gunter Gabriel lebt nicht den Traum, sondern die Realität von Millionen Bundesbürgern an jedem verdammten Montagmorgen – nur eben nicht im Großstadtdschungel, sondern im echten. Alles und alle findet er irgendwie doof und sagt das auch. Irgendwie lassen ihn die anderen trotzdem in Frieden. Wie schafft Methusalem das? Der Kungelchamp aus dem Dschungelcamp. Er kann einfach mit allen.

Mehr zum Thema: Das Darmleiden des Dschungelcampers Menderes

Die Musik beginnt, die Kamera schwebt über Baumwipfel – und das Herzklopfen ist da. Sofort. Vorfreude, fast feierlich. Verdammt, wie machen die das, da unten? Es ist echt. Das, was da passiert, ist echt. Und diesmal beginnt es nicht gaga, nicht mit Schadenfreude. Nein, ganz anders.

Kurze Schnipsel, Einspieler zusammengehackt, in denen Ex-Fußballer Thorsten Legat erzählt, wie sein Vater ihn und die Familie missbraucht hat. Cola, Popcorn und Lachen bleiben gleichzeitig im Halse stecken. So machen die das also, die Macher des Dschungelcamps. Sie bauen Erwartungen auf: Legat, der Assi aus dem Ruhrpott. Und dann will man den Mann mit den weit aufgerissen Augen und dem hochroten Kopf plötzlich in den Arm nehmen.

Also alles ein wenig nachdenklicher? Kaum glaubt man das, singen die Moderatoren Sonja Zietlow und Daniel Hartwich: Veronica, die Flatulenz ist da, wir furzen fleißig, tralala. Kurve gekriegt – sie sind wieder in der Spur.

Kandidaten können Spuren von Dumminanz enthalten

Spuren, das passt zum Gesicht von Gunter Gabriel. Jede einzelne ein Canyon, der brüllt: "Ich habe so viel erlebt, das kannst du niemals aufholen!" Er hat das, was er so gerne singt: Den Blues. Und muffelt sich liegend durchs Camp. Alle anderen passen ihm nicht, keiner versteht ihn, manno. Und dumm sind sie alle, oder zumindest zu jung, um mitreden zu können.

Gunter G. kann es nicht fassen. Damit ist er unfreiwillig eine Art Bindeglied zum Zuschauer, dem es ja ähnlich geht, wenn auch aus ganz anderen Gründen. Denn natürlich hat er Recht, wenn er staunend auf David Ortega schaut, den stolzen Entdecker des zerebralen Vakuums, dessen forsche Schlichtheit Gunter "G wie Gesichtsfurchenbesitzer" Gabriel wie pure Dumminanz vorkommen muss – so richtig mag man sich mit dem blökenden Blondschopf aber auch nicht anfreunden, eher will man füttern.

Und so geht das Konzept offenbar auch in diesem Jahr auf: Gerade in dem krass egozentrischen Verhalten, das sich mal wieder wie automatisch nach wenigen Tagen im Camp einstellt, steckt so viel Wahrheit, dass man aufpassen muss, sich nicht ab und an erwischt zu fühlen.

Krabbeltierprüfung – Helena Fürst gegen David Ortega

Wir reden hier immerhin von einer Show, in der Menderes, das kleine dünnstimmige Punchingbärchen von "Deutschland sucht den Superstar", ein Idol darstellt, derjenige ist, von dem Mann mit Blick auf die anderen denkt: Och, der ist doch ein Netter. Er ist mehr als das. Er wirkt gebrochen, verschüchtert. Wie ein Hund, der zu oft geschlagen worden ist; und irgendwie weiß man, dass dies eben auch auf ihn, Menderes, zutrifft.

Dann die Prüfung, zentrale Sammelstelle für bundesdeutsche Schadenfreude – es treten Lady komplett Gaga (Helena Fürst) und David – in meinem Kopf ist dieses Echo... Echo… Echo – Ortega gegeneinander an. Mal wieder die Begegnung mit stinkenden, stechenden Viechern. In Indiana-Jones-Gedächtnis-Steinsärgen werden die beiden einigen Krabbel- und Kriechkollegen näher vorgestellt. Dabei wie immer Sterne sammeln.

Während sie in den australischen Morgen hinausbrüllen, gähne ich in den deutschen Abend hinein. Die Viecher werden mit den Jahren weder ekliger, noch lustiger. Also die Tiere, nicht die Kandidaten. Jetzt noch Ratten, denen es nicht besser zu gehen scheint als den beiden "Stars". Verwirrt schleichen sie über zitternde Menschenkörper – nicht zu beneiden, die putzigen Kumpels.

Wird das hier etwa die Mitleidsstaffel?

David stellt sich doof an, wird von einer ungeduldigen Sonja Zietlow angeschnauzt (ehrliche Momente, yeah!) – und gewinnt das Duell. Die Rasta-Fürstin flucht mit Schmackes – gut, dann hat sie den Ausgang des Spiels verstanden. "Boah, überall im Gesicht Kacka!" Man kann ihr wirklich nicht vorwerfen, zu diplomatisch zu formulieren.

Dann erzählt Sophia Wollersheim, Gattin einer bekannten rheinischen Rotlichtgröße von ihren Gesichtsbehandlungen – vier Mal die Nase operieren lassen, Botox-Unterspritzung im Gesicht. Entwaffnend ehrlich erzählt sie von Übergewicht und Minderwertigkeitskomplexen. Und plötzlich will man auch sie in den Arm nehmen – und zwar nicht, weil sie sexy ist, ganz und gar nicht.

Ist das die Mitleidsstaffel? War das so geplant? Warum erzählen die das? Weil sie die Kameras bereits vergessen haben? Weil ihnen die Kameras ganz besonders bewusst sind? Das Gefühl sagt: Es ist echt, es ist ehrlich. Und das macht am Ende den Unterschied zu Pseudo-Reality-Shows: hinter riesigen Silikonbrüsten steckt eben auch ein echtes Herz. Ob es einem nun gefällt, oder man diese Erkenntnis hasst: Eine größere Sendung als das Dschungelcamp gibt es derzeit nicht.

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