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Koran unter der Lupe Das Jesus-Geheimnis im Buch der Muslime

Die Terroranschläge in Brüssel verstärken den Eindruck vieler, dass eine Aussöhnung zwischen Christentum und Islam unmöglich scheint. Forscher beider Religionen wollen nun das Gegenteil beweisen.

Der Prophet hatte sich kaum in Sicherheit gebracht vor den feindlichen Clans, die ihn totgeschlagen wollten, da fingen seine unheimlichen Visionen wieder an. Die letzten Jahre waren für Mohammed die verwirrendste und gefährlichste Zeit seines Lebens gewesen. Aber Allah, so schien es, war noch immer nicht fertig mit ihm.

Seine Heimatstadt Mekka hatte Mohammed schon verlassen müssen, aus Angst vor seinen Verfolgern, denen seine Botschaft ein Dorn im Auge war. Über ein paar Kontakte hatte er für sich und seine schmale Gefolgschaft eine notdürftige neue Bleibe in Medina organisiert. Nun verbrachte Mohammed seine Tage damit, das Gemeindeleben wieder einigermaßen zu ordnen. Dazu gehörte vor allem die Frage, wie seine Anhänger künftig mit all den Christen umgehen sollten, denen man in Medina plötzlich an jeder Straßenecke begegnen konnte.

Auch die Christen sprachen von einem einzigen Gott, von der Auferstehung der Toten und vom Jüngsten Gericht – wie er selbst. Nun wollte seine Gemeinde von Mohammed wissen, was von ihnen zu halten war. Aber woher sollte er das wissen? Seitdem er Gottes Stimme das erste Mal gehört hatte, war sein ganzes Leben durcheinandergewirbelt worden. Er hatte andere Sorgen gehabt, als über Christen nachzudenken.

So oder ähnlich, glauben moderne Interpreten, könnte die Situation gewesen sein, als Mohammed zur dritten Sure des Koran inspiriert wurde.

Wie Jesus im Koran auftritt

"Gott: Kein Gott ist außer ihm, dem Lebendigen, Beständigen", heißt es dort, und dann lässt der Koran Jesus persönlich auftreten, den Begründer des Christentums, das die Gemeinde Mohammeds so umtrieb. "Ich werde Blinde heilen und Aussätzige und werde Tote lebendig machen, mit Erlaubnis Gottes", spricht Jesus in der dritten Sure des Koran. "So fürchtet Gott, und leistet mir Gehorsam!"

Falls diese Verse wirklich, wie Muslime glauben, direkt von Allah stammen, scheint der zumindest Anfang des 7. Jahrhunderts in Medina keinen gesteigerten Wert gelegt zu haben auf einen Kampf der Kulturen. Von Attentaten ganz zu schweigen.

Islamforschung im katholischen Paderborn

Derart sind die Textexegesen, die Professor Klaus von Stosch betreibt. Die Universität Paderborn, im März. Klaus von Stosch stapft die Treppe zu seinem Institut im dritten Stock hinauf. Es gibt hier auch einen Fahrstuhl, aber als Geisteswissenschaftler verbringt er seine Tage im Wesentlichen mit sitzen und lesen, da ist er für jede Bewegung dankbar. Er fährt auch immer mit dem Fahrrad zur Arbeit.

Stosch, 44, könnte man für einen Doktoranden halten, so jugendlich wirkt er mit seinen braunen Sneakern zum sportlichen Jackett, dabei ist er schon seit fast acht Jahren katholischer Theologieprofessor. Typ Überflieger, Habilitation mit 33. Stosch läuft den grauen Flur seines Instituts entlang, dem man seine Errichtung in den betonverliebten Siebzigerjahren ansieht, und schließt am Ende des Gangs sein Büro auf.

Klaus von Stosch, katholischer Theologe an der Uni Paderborn. (Foto: picture alliance / dpa)

Rechts neben der Tür fällt der Blick seiner Besucher auf einen Jesus von Rembrandt. Links hängt ein drei Mal so großes Poster von der Kaaba in Mekka. Der Konferenztisch davor ist lang genug, dass an ihm bis zu zehn Forscher die Köpfe zusammenstecken können. Es ist ein Ort, der eher nach Fußnoten riecht als nach Revolution. Und doch könnte das, was Stosch und seine Kollegen hier zusammentragen, irgendwann eines der schwierigsten Probleme zu lösen helfen, die es derzeit gibt: das immer schlechter werdende Verhältnis von Christen und Muslimen.

"Als wir angefangen haben", sagt Stosch, "hätte ich nicht geglaubt, dass es so gut laufen würde."

Dabei sind die Umstände denkbar schwierig. Das Image des Islam dürfte noch nie so belastet gewesen sein wie heute, auch in Deutschland. Zuletzt waren es die Mordexzesse des IS, die jeden zu bestätigen schienen, der den Islam für eine Religion des Hasses und der Gewalt hält. Salafistische Extremisten, die einen totalitären Gottesstaat anstreben, gewinnen weltweit an Zulauf. Gleichzeitig nimmt bei vielen Menschen die Sorge zu, selbst ein moderater Islam sei letztlich unvereinbar mit der westlichen Demokratie.

Laut Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung halten 57 Prozent der Deutschen den Islam für "bedrohlich". Die Flüchtlingskrise verstärkt Überfremdungsängste. Und jetzt, am Dienstag, auch noch der Anschlag von Brüssel. Allen Bekenntnissen zur Toleranz zum Trotz: Mit jeder Bombe, die ein muslimischer Extremist irgendwo auf der Welt zündet, wächst die Zahl derer, die die Möglichkeit eines friedlichen Miteinanders von Islam und Christentum für ein Märchen aus 1001er Nacht halten.

Doch genau diese Möglichkeit versucht ein Team hochkarätiger deutscher Wissenschaftler gerade zu beweisen. Der Paderborner Theologe Stosch und der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide von der Universität Münster haben sich in einem neuen Forschungsprojekt eines der heikelsten Themen vorgenommen, die der interreligiöse Dialog zu bieten hat: die Art, wie der Koran mit Jesus von Nazareth umgeht.

Forschung für den interreligiösen Dialog

Gemeinsam mit katholischen, syrisch-orthodoxen, sunnitischen und schiitischen Spezialisten und auf der Basis neuer philologischer Methoden wollen sie zum ersten Mal historisch-kritisch untersuchen, was das heilige Buch des Islam wirklich über den Messias des Christentums sagt. Die Antwort, so glauben sie, könnte in Deutschland die Zukunft des gesellschaftlichen Friedens beeinflussen.

Stosch und seine Kollegen wollen nicht nur belegen, dass der Koran keine Anleitung zum Christenhassen ist. Sie wollen sogar belegen, dass der Koran Christen etwas über Jesus beibringen kann, was sie noch nicht wussten. "Koranische Zugänge zu Jesus Christus", so der Titel, ist ein Vorzeigeprojekt. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft, die wichtigste Fördereinrichtung für Spitzenforschung, unterstützt es bis 2018. Zwischenergebnisse sollen im kommenden Juni präsentiert werden.

108 Stellen im Koran betreffen Jesus

Dass Islam und Christentum eng miteinander verwandt sind, ist schon im Mittelalter aufgefallen. Alle möglichen Figuren aus der christlichen Überlieferung, aber auch aus der hebräischen Bibel des Judentums tauchen im Koran auf, Jesus allein in 108 Versen, aber auch Maria, Johannes der Täufer, Mose, Noah oder Abraham. Viele Stellen wie etwa die zitierte dritte Sure zielen auf ein entspanntes Verhältnis.

Die katholische Kirche lehrt sogar offiziell, Allah und Gott seien ein- und dieselbe Figur: Der Katechismus würdigt unter den nicht christlichen Religionen neben dem Judentum "besonders die Muslime, die sich zum Festhalten am Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einzigen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird." Doch was beide Seiten trennt, ist die Figur Jesu. Während die Christen ihn als Erlöser verehren, verdammt der Koran diese Vorstellung als Vielgötterei. So jedenfalls war bisher der Stand.

Klaus von Stosch hat den Koran zum ersten Mal als Student gelesen, auf Deutsch. Er kam bis Sure 2 von 114. Der Text war schwer verständlich, und spirituell schien er für ihn, den Katholiken, ohnehin uninteressant zu sein. "Ich hatte gelernt, dass der Koran die Kreuzigung Jesu leugnet", sagt Stosch, "und damit dachte ich, ok, dann bin ich eh raus aus der Nummer." Die Kreuzigung ist nicht nur das Fundament des christlichen Glaubens, sie ist eine historische Tatsache. "Wenn der Koran das leugnet, kann der Koran ja vieles sein. Aber sicher nicht Gottes Wort."


Stoschs Spezialgebiet heißt Fundamentaltheologie. Eher eine Disziplin für die Strengen, die Kompromisslosen. Der bekannteste deutsche Fundamentaltheologe heißt Benedikt XVI. Stosch ist kein Multikulti-Blumenkind. Er will nicht, dass sich einfach alle lieb haben. Er arbeitet wie eine Art Gutachter. Stosch überprüft alle Koranstellen, von denen die Gelehrten jahrhundertelang der Meinung waren, dass sie gegen Jesus von Nazareth gerichtet sind oder gar zum Kampf gegen dessen Anhänger aufrufen.

Davon gibt es eine ganze Menge. Wenn dabei am Ende Koranverse übrig bleiben, die das Christentum eindeutig ausschließen, kann der Koran aus katholischer Sicht nicht göttlichen Ursprungs sein, Gemeinsamkeiten zwischen Islam und Christentum hin oder her. Gott kann sich ja nicht selbst widersprechen. Dogmatiker-Logik. Die Sache ist nur: Je länger Stosch forscht, desto mehr Widersprüche scheinen sich in Luft aufzulösen.

Was genau sagt der Koran zur Kreuzigung?

Eine der Stellen, die das christlich-muslimische Verhältnis bisher am meisten belasten, steht in Sure 4. Über Jesus wird dort gesagt: "Aber sie haben ihn nicht getötet und haben ihn auch nicht gekreuzigt. Sondern es kam ihnen nur so vor. … Sie haben ihn nicht getötet, mit Gewissheit nicht, vielmehr hat Gott ihn hin zu sich erhoben" (Q 4:157 f.). Üblicherweise wird das so interpretiert, dass der Koran den Kreuzestod Jesu in Abrede stelle.

Stosch argumentiert dagegen, die Stelle sei wahrscheinlich nur ein Nebenaspekt in einer längeren Passage, die sich gar nicht mit den Christen auseinandersetze. An ihr spiegelten sich viel mehr Diskussionen der historischen Mohammed-Gemeinde des 7. Jahrhunderts mit den damals ebenfalls in Medina lebenden Juden. Vielleicht, so Stosch, soll hier ausgesagt werden, dass es nicht die Juden waren, die Jesus ans Kreuz gebracht haben, sondern die Römer oder auch Gott selbst, als Herr der Geschichte.

Keine Leugnung von Jesu Tod

In dem Forschungsbericht, den er im Juni veröffentlichen will, schreibt Stosch: "Ich kann an dieser Stelle keine Polemik sehen, sondern meine sogar im Gegenteil eher eine Bestätigung des christlichen Auferstehungszeugnisses sehen zu dürfen. … Der Koran leugnet hier ganz offensichtlich nicht den Tod (Jesu), den er ja auch an anderen Stellen ganz selbstverständlich voraussetzt, sondern unterstreicht einfach nur, dass er dem Hass seiner Gegner nicht definitiv unterlegen ist."

Die islamische Tradition lehrt, Mohammed habe zwischen 615 und 632, seinem Todesjahr, Offenbarungen empfangen, eine Entstehungszeit, die auch moderne Philologen für realistisch halten. Mohammeds Lehre wurde mündlich weitergegeben, vielleicht machten sich manche Anhänger auch schon Notizen. Irgendwann nach dem Tod des Propheten muss die Bewegung die Notwendigkeit erkannt haben, alles, was mündlich oder schriftlich an Mohammed-Sprüchen kursierte, sammeln zu lassen, um es dauerhaft zu sichern. Das war die Geburtsstunde des Koran. Der Überlieferung zufolge fiel sie in die Regierungszeit des Kalifen Uthman (644–656).

Neue Interpretationen

Ähnlich wie die biblischen Bücher, ist auch der Koran damit kein einheitlicher Text, den ein Autor in einem Zug, vom ersten bis zum letzten Satz niedergeschrieben und dann einem Kopisten zur Vervielfältigung in die Hand gedrückt hätte. Unter seiner Oberfläche verbergen sich zahllose Textschichten, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten in verschiedenen Situationen entstanden sind, unabhängig von der Reihenfolge, in der die Suren in einer normalen Koran-Ausgabe gedruckt sind.

Seit jüngster Zeit versuchen moderne Forscher, diese Situationen genauer zu rekonstruieren – und kommen so zu völlig neuen Interpretationen des Textes. Glaubt man den Experten der Paderborner Forschergruppe, gilt das besonders für das Bild, das der Koran von Jesus zeichnet.

Töne gegen das Christentum?

In Sure 4 etwa, die wohl nach Mohammeds Flucht 622 von Mekka nach Medina entstand, heißt es: "Denn siehe: Gott ist ein Gott; fern sei es, dass er einen Sohn habe." Die noch spätere Sure 5 hält fest: "Ungläubig sind, die sagen: ,Siehe, Gott ist Christus, Marias Sohn.'" Es sind Aussagen, die die christliche Vorstellung von Jesus als Sohn Gottes auszuschließen scheinen.

Stosch vermutet nun, solche Töne richteten sich nicht gegen das Christentum insgesamt, sondern nur gegen manche christliche Sekten, mit denen die Mohammed-Bewegung damals immer stärker in Kontakt kam. Viele Christen wussten damals selber nicht so genau, was sie eigentlich glauben sollten. Vor allem die komplizierte Frage, in welchem Verhältnis Jesus und Gottvater wirklich zueinander stehen, war über Jahrhunderte ein Lieblingsstreitthema der großen Konzile gewesen und führte immer wieder zu Auseinandersetzungen und Abspaltungen.

Buchkunst aus dem 12. Jahrhundert: eine marokkanische Ausgabe des Koran. (Foto: Gamma Rapho/Getty Images)

Manche stellten sich Jesus damals als biologischen Sohn vor, den Gott mit einer Frau gezeugt habe, wie man es von heidnischen Kulten auch kannte. Bezieht sich Sure 4 ("fern sei es, dass er einen Sohn habe") vielleicht nur auf diese pseudochristliche Irrlehre?

Eine andere Häresie der damaligen Zeit ging davon aus, Jesus sei der Gott schlechthin, der nur gewissermaßen zum Schein menschliches Aussehen angenommen habe; Jesus habe entsprechend gar keinen menschlichen Willen gehabt – eine These, der damals sogar Papst Honorius in Rom nahestand, die allerdings nach Honorius' Tod von der Kirche abgelehnt wurde. "Ungläubig sind, die sagen: ,Siehe, Gott ist Christus'" – war das nur als Absage an eine einseitige Vergöttlichung Jesu gedacht? War der Koran an dieser Stelle päpstlicher als der Papst?

"Jesus darf nicht direkt mit Gott identifiziert werden, sondern er ist zunächst einmal ein Mensch: Das ist die große Jesus-Aussage des Koran", sagt Stosch. "Die könnten wir Christen uns heute ruhig wieder ins Stammbuch schreiben lassen." Er hat auch all die anderen Stellen kommentiert, an denen Jesus vorkommt; einige sind so freundlich, dass er es selbst kaum glauben konnte. Stosch erkennt im Koran die "Vision einer Einheit", sogar den "Wunsch nach Ausbildung eines monotheistischen Common Sense, der die Hingabe an den einen Gott in den Mittelpunkt stellt, dabei aber unterschiedliche Wege zu ihm erlaubt".

Jesus wird im Koran nicht nur als Prophet bezeichnet, sondern mit Ehrentiteln geradezu überschüttet, und zwar mit solchen, die keiner anderen Figur des Koran zugebilligt werden, nicht einmal Mohammed selbst.

Jede Menge Ehrentitel für Jesus

In Sure 19 nennt Jesus sich selbst "Gottesknecht", eine Formel, die die ältesten Christen oft als Glaubensbekenntnis verwendeten. Sure 2 berichtet, Gott habe Jesus "mit dem Heiligen Geist gestärkt" (Q 2:253), was der Koran sonst von keinem anderen Propheten behauptet. Später erscheint Jesus gar als "Wort Gottes" und "Geist Gottes". Elf Mal schließlich wird er als "Christus" bezeichnet, also mit dem Messias-Titel angeredet.

Der Islam sei zwar eigenständig und grenze sich deutlich ab vom Christentum, so Stosch. "Aber es ist eben auch nicht so, dass der Koran behauptet: Wir Christen glauben etwas Unwahres."

Zishan Ghaffar arbeitet von Kiel aus an Stoschs Projekt mit. Der sunnitische Theologe sammelt apokryphe christliche Schriften und vergleicht sie mit den Koran-Passagen über Jesus. Er sagt: "Für mich als Muslim berühren koranische Fragen immer auch meinen persönlichen Glauben. Ich gehe mit einer anderen Sensibilität an den Text als jemand von außen." Natürlich sei Jesus bei aller Wertschätzung für die Muslime nicht der Erlöser.

"Aber Mohammed war es wichtig zu zeigen, dass seine Bewegung zur orthodoxen, anerkannten Heilsgeschichte gehört, wie sie in der Bibel beschrieben wird", sagt Ghaffar. "Das ist bei uns Muslimen später in Vergessenheit geraten. So wie die Christen jahrhundertelang vergessen hatten, wie eng ihr Verhältnis zum Judentum eigentlich ist."

Der Vorwurf der Appeasement-Politik

Wenn Stosch, Ghaffar und seine Kollegen ihre Thesen bald vorstellen, dürften sie bei moderaten Kräften gut ankommen, sowohl im Christentum als auch im Islam. Aber es wird auch Ärger geben. Manche Christen könnten sich fragen, warum ein katholischer Theologieprofessor nichts Besseres zu tun hat, als einen Unterschied zum Islam nach dem anderen wegzuforschen.

Manchmal bekommt Klaus von Stosch Protestpost. Ein besorgter Bürger schrieb, Stosch betreibe Appeasement-Politik gegenüber dem Islam. Ein anderer nannte ihn Klaus von Stuss. Umgekehrt halten manche Muslime das Ansinnen, den Koran historisch-kritisch zu untersuchen, für Blasphemie. Stoschs Kollege, Mouhanad Khorchide, bekommt für seine Arbeit immer wieder Morddrohungen von Salafisten. Öffentliche Auftritte absolviert er unter Polizeischutz.

Doch wenn man Forscher Zishan Ghaffar fragt, was ein Philologie-Projekt schon ausrichten kann gegen den Hass von Fanatikern, antwortet er: "Wir sind es doch, die die muslimischen Lehrer und Sozialarbeiter von morgen ausbilden, und die bilden die Jugend von morgen aus. Jetzt, so kurz nach Brüssel, mag man uns belächeln. Aber auf lange Sicht werden solche Forschungsarbeiten die Gesellschaft stabiler machen."

Oder wie Allah es in der Sure 3 ausgedrückt hat, die er Mohammed damals in Medina hinabsandte: "Gott liebt die Geduldigen."

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