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Neben anderen Risiken Schichtarbeit könnte Krebs begünstigen

Schichtarbeit ist Gift für den Körper. Bislang galten Schlafstörungen, Magen-, Herz-Kreislauf-Probleme und eine erhöhte Unfallgefahr als größte Risiken. Doch Nachtarbeit könnte auch Krebs auslösen.

Arbeitsmediziner haben Schichtarbeit als Krankheitsauslöser diagnostiziert. Sie stehe im Verdacht, nicht nur Schlafstörungen, Magenbeschwerden oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen auszulösen, erklärten Experten bei einem Kongress in Dresden. Studien würden sogar die Vermutung nahelegen, dass sie Krebserkrankungen begünstigen. Prof. Volker Harth vom Uniklinikum des Saarlandes begründete das mit der "Inneren Uhr" des Menschen. Um etwa 2.00 Uhr nachts werde die maximale Menge des Neurohormons Melatonin ausgeschüttet. Wenn dies durch Lichteinwirkung unterdrückt werde, könne es zu einer Vermehrung von Krebszellen kommen.

Die Datenlage reiche aber noch nicht aus, um das abschließend zu beurteilen. Nach Aussagen von Harth liegen Studien bisher nur zu Frauen vor. Hier seien Stewardessen und Krankschwestern betrachtet worden - mit einem vermehrten Risiko für Brustkrebs. Harth zufolge hat die Weltgesundheitsorganisation WHO schon 2007 Schichtarbeit als "wahrscheinlich krebserregend beim Menschen" eingestuft. Als Folge davon erkenne Dänemark bei Frauen, die mindestens 20 Jahre lang und dabei viermal im Monat einen Schichtdienst nachts hatten, Brustkrebs als Berufskrankheit an. Statistisch belegbar ist auch der Umstand, dass Schichtarbeit das Risiko von Arbeitsunfällen erhöht.

Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) arbeiten etwa 17 Millionen Beschäftigte in Deutschland in Schichten, 2,5 Millionen davon leisten auch nachts. Da sich Schichtarbeit in einer modernen Arbeitswelt nicht vermeiden lässt, raten die Experten zumindest zu einer Optimierung der Dienstmodelle: Demnach sollte es nicht mehr als drei aufeinanderfolgende Nachtschichten und nicht mehr als fünf Schichttage insgesamt geben. Bei Rotation empfehlen Ärzte die Reihenfolge Früh-, Spät- und Nachtschicht. Die maximale Länge einer Schicht sollte bei acht Stunden liegen und die Ruhezeit zwischen zwei Schichten mindestens elf Stunden betragen, hieß es.

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