Neue Wissenschaftsstudie Forscher enträtseln Untergang der Maya-Kultur

Sie werteten mineralische Proben aus, entzifferten alte Zeugnisse und studierten Wetterdaten - dann waren sich die Forscher sicher. Nun scheint klar, warum die Maya-Kultur untergegangen ist.

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Eine langwierige Dürrekatastrophe hat laut einer neuen Untersuchung zum Untergang der Maya-Kultur geführt. "Der Aufstieg und Fall der Maya-Zivilisation ist ein Beispiel für eine fortgeschrittene Zivilisation, die es versäumt hat, sich erfolgreich dem Klimawandel anzupassen", erklärte James Baldini von der britischen Durham University. Baldini war an einer Studie beteiligt, die nun in der Wissenschaftszeitschrift "Science" veröffentlicht wurde. Damit untermauerte ein internationales Forscherteam dank einer verbesserten Datenlage eine schon lange diskutierte These.

Zeiten mit viel Regen hätten die Produktivität des Agrarsystems der Maya gesteigert und zu einem Bevölkerungswachstum und einer übersteigerten Ressourcennutzung geführt, führte Baldini aus. Als das Klima danach immer trockener geworden sei, habe dies eine zu starke Ausbeutung der Ressourcen nach sich gezogen, was wiederum zu politischer Destabilisierung und Krieg geführt habe. Nach "Jahren der Not hat eine fast ein Jahrhundert lange Dürre ab dem Jahr 1020 das Schicksal der klassischen Maya-Kultur besiegelt", führte Baldini aus.

Für die Studie hatte ein internationales Forscherteam das Wetter im ehemaligen Mayareich, das sich auf Gebiete der heutigen Länder Mexiko, Belize, Guatemala und Honduras erstreckte, rekonstruiert. Dazu werteten sie chemische und mineralische Proben aus der Tropfsteinhöhle Yok Balum in Belize aus. Etwa anderthalb Kilometer von der Höhle entfernt lag dereinst die Maya-Stätte Uxbenka, auch andere Maya-Orte waren nicht weit entfernt. Anhand von in Stein gemeißelten Maya-Zeugnissen konnten die Forscher Kriege und Aufstände mit Dürrezeiten in Verbindung bringen.

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