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Funkstille im All Nordkoreas erster Satellit schweigt

Die Mission war offenbar ein Reinfall. Nordkoreas erster Weltraumsatellit sendet laut US-Forschern keinerlei Signale aus. Möglicherweise fehlt ihm ganz einfach der nötige Saft.

Der von Nordkorea per Trägerrakete ins All beförderte Satellit scheint Beobachtungen eines US-Astrophysikers zufolge nicht zu funktionieren. Der Satellit sende keinerlei Signale aus, sagte Jonathan McDowell vom Harvard-Smithsonian-Zentrum für Astrophysik. "Unseres Wissens nach funktioniert er nicht."

Es sei unklar, ob der am Mittwoch ins All beförderte Satellit nach seinem Start möglicherweise noch funktioniert habe, führte McDowell aus. Er befinde sich aber definitiv im All. Eine mögliche Erklärung sei, dass er zu schwache Signale aussende, sagte der Astrophysiker. Außerdem schwanke die Helligkeit des Satelliten, was bedeute, dass die Sonne aus verschiedenen Winkeln scheine und der Satellit nicht richtig ausgerichtet sein könnte.

Nordkorea hatte am Mittwoch erfolgreich eine Trägerrakete für Satelliten namens Unha-3 abgefeuert und den zivilen Charakter des Projekts betont. Der Westen vermutet hinter dem Start dagegen einen unzulässigen Raketentest für das nordkoreanische Atomprogramm. Mehrere Nationen hatten das Land vorab aufgefordert, auf das Vorhaben zu verzichten.

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