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Sternenhimmel Sonne, Mond und Sterne im Februar

Für Sternenfreunde wird der Februar ein aufregender Monat. Gleich drei Sternschnuppenströme können beobachtet werden. Vorausgesetzt das Wetter spielt mit.

Jupiter strahlt im Februar nach Einbruch der Dunkelheit hoch am abendlichen Südhimmel. Er ist der unübersehbare Glanzpunkt in der ersten Nachthälfte am gestirnten Firmament, auch wenn seine Helligkeit in dem Monat leicht abnimmt. Denn die Erde entfernt sich immer mehr von Jupiter.

Der Riesenplanet wandert gemächlich durch das Sternbild Stier. Am 18. zieht der zunehmende Halbmond mittags südlich an Jupiter vorbei. Zu dieser Zeit sind beide Gestirne noch nicht aufgegangen. Am Abend sieht man den Halbmond dann ein wenig östlich vom hellen Lichtpunkt Jupiter. Aus der zweiten Nachthälfte zieht sich der Riesenplanet zurück.

Venus, Saturn und Merkur

Venus hat sich vom Morgenhimmel zurückgezogen und bleibt unsichtbar. Sie verfolgt die Sonne am Taghimmel und überholt sie am 28. März. Von der Erde aus gesehen wandert sie hinter der Sonne vorbei. Im Mai wird sie dann am Abendhimmel erscheinen und bis über das Jahresende hinaus Abendstern bleiben.

Saturn im Sternbild Waage kann in der zweiten Nachthälfte beobachtet werden. Der Ringplanet verlagert seine Aufgänge in die Zeit vor Mitternacht. Anfang Februar geht er eine Viertelstunde nach ein Uhr morgens auf, zu Monatsende jedoch schon eine gute halbe Stunde vor Mitternacht. Bereits am 3. Februar erhält der Ringplanet Besuch vom abnehmenden Halbmond, ein netter Anblick am Morgenhimmel.

Der flinke und nur selten zu sehende Merkur bietet im Februar eine Chance, ihn am Abendhimmel zu erspähen. Vom 8. bis 21. zeigt er sich als fahler, gelblicher Lichtpunkt in der Abenddämmerung knapp über dem Westhorizont. Es ist die günstigste Abendsichtbarkeit von Merkur in diesem Jahr für unsere Breiten. Am 16. erreicht Merkur mit 18 Grad seinen größten östlichen Winkelabstand von der Sonne.

Am 8. zieht Merkur knapp an Mars vorbei, der ebenfalls noch am Abendhimmel tief im Westen vertreten ist. Allerdings ist Mars inzwischen erheblich lichtschwächer als Merkur. Um den Mars zu sehen, benötigt man ein lichtstarkes Fernglas. Am 11. gesellt sich die schmale Sichel des zunehmenden Mondes zum Planeten-Duo.

Merkur ist der sonnennächste und kleinste Planet unseres Sonnensystems. In nur 88 Tagen rast er einmal um den Glutball Sonne. Alle vier Monate überholt der kleine Planet die Erde auf der Innenbahn und wechselt somit vom Abend- auf den Morgenhimmel. Ein voller Sonnentag dauert auf Merkur 176 irdische Tage. Fast drei Monate lang ist die Merkurnacht, in der die Temperatur bis auf minus 183 Grad Celsius absinkt. Am Merkurtag steigt die Temperatur der Gesteinsoberfläche bis auf 427 Grad Celsius.

Im März 2011 schwenkte die US-Raumsonde "Messenger" (Botschafter) in eine Umlaufbahn um Merkur ein. Der künstliche Satellit umrundet Merkur alle zwölf Stunden und schickte bereits eine Fülle von fantastischen Aufnahmen der pockennarbigen, von Einschlagkratern übersäten Merkuroberfläche zur Erde. Einen natürlichen Mond besitzt Merkur nicht. Äußerlich sieht die Merkurkugel mit ihren zahlreichen Kratern und Ringwällen unserem Erdmond ähnlich. Im Gegensatz zu unserem Mond ist Merkur aber ein Schwergewicht. Er besitzt den relativ größten Nickel-Eisenkern aller Planeten.

Die Sternschnuppen kommen

Drei Sternschnuppenströme werden im Februar aktiv. Allerdings sind alle drei nicht sehr ergiebig. Aus dem Sternbild Fuhrmann strömen vom 6. bis 9. Februar die Alpha-Aurigiden. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt in der Nähe von Kapella, dem Hauptstern des Fuhrmanns, dessen lateinischer Name Auriga lautet. In den letzten Jahren wurden immer weniger Aurigiden gesichtet. Möglicherweise versiegt dieser Strom bald.

Die Delta-Leoniden erreichen ihr Maximum um den 25. Februar. Sie scheinen aus dem Sternbild Löwe zu kommen. Diesmal stört das Licht des Vollmondes die Beobachtung aber ganz erheblich. Ende Februar erscheinen die ersten Virginiden am Morgenhimmel. Sie entspringen scheinbar dem Sternbild Jungfrau. Anfang April entfaltet der Virginidenstrom seine maximale Aktivität.

Dr Mond

Der Mond befindet sich am 7. Februar mit 365 320 Kilometer Entfernung in Erdnähe. Drei Tage später tritt um 8.20 Uhr die Neumondphase ein. Erdferne wird am 19. morgens erreicht. Die Distanz Erde - Mond beträgt dabei 404 470 Kilometer. In Vollmondposition kommt unser Nachbar im All am 25. um 21.26 Uhr im Sternbild Löwe nahe seinem Hauptstern Regulus.

Die Wintersternbilder

Nach wie vor beherrschen die Wintersternbilder den Himmelsanblick, wenn man gegen 22 Uhr den klaren Nachthimmel ansieht. Der bläulich-weiße Sirius, Hauptstern des Großen Hundes und hellster Fixstern am irdischen Firmament, steht ziemlich genau im Süden. Ein wenig westlich von Sirius und etwas höher leuchtet unübersehbar das prominente Wintersternbild, nämlich der Himmelsjäger Orion. Hoch im Westen steht der Stier mit seinem orangen Hauptstern Aldebaran und den beiden Sternhaufen Plejaden und Hyaden, dem Siebengestirn und dem Regengestirn. Den Meridian passieren eben die Zwillinge. Man hat den Eindruck, sie seien fast senkrecht über einem. Fast im Zenit leuchtet die gelbe Kapella im Fuhrmann.

Südlich der Zwillinge steht ebenfalls in Südrichtung Prokyon, der hellste Stern im Kleinen Hund. Im Osten ist bereits das Frühlingssternbild Löwe aufgegangen. Zwischen Löwe und Zwillingen hat der Krebs seine Heimat. Das Sternbild Krebs setzt sich nur aus lichtschwachen Sternen zusammen und ist daher an unserem durch Lichtsmog aufgehellten Himmel praktisch nicht mehr zu sehen. Im Nordosten schiebt sich der Große Wagen langsam höher. Der Wagenkasten geht voran, die Deichsel folgt. Der Wagen wird somit nicht gezogen, sondern geschoben. Die Kassiopeia, das Himmels-W, sinkt langsam zum Nordwesthorizont hinab.

Die Tage werden länger

Die Sonne steigt auf ihrer Bahn immer höher. Die Tageslänge nimmt um eineinhalb Stunden zu, die Mittagshöhe der Sonne wächst um gut zwölf Grad an. Am 16. verlässt sie frühmorgens das Sternbild Steinbock und wechselt in das Sternbild Wassermann. Im Wassermann liegt der Fischepunkt, der den Beginn des Tierkreiszeichens der Fische markiert. Ihn passiert die Sonne am 18. Februar zu Mittag.

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