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Invasion schlägt Vielfalt EU warnt vor eingeschleppten Arten

In Europa breiten sich künstlich eingeführte Tier- und Pflanzenarten aus. Die bewusst oder unabsichtlich eingeschleppten Arten seien eine Gefahr für die Vielfalt - und für die Gesundheit von Menschen.

Die Europäische Umweltagentur (EEA) warnt vor immer mehr von Menschenhand verbreiteten Tieren und Pflanzen. Die derzeit mehr als 10 000 bewusst oder unbeabsichtigt in die Natur entlassenen Arten gehörten zu den größten Gefahren für die Artenvielfalt in Europa, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie.

Die Kopenhagener EU-Agentur beziffert den gesamtwirtschaftlichen Schaden durch die "Einwandernden Arten" auf zwölf Milliarden Euro pro Jahr und warnt auch vor möglichen Gesundheitsschäden für Menschen. Von 395 als akut gefährdet eingestuften Tierspezies in Europa seien 110 durch die Ausbreitung einwandernder Tiere bedroht.

EEA-Chefin Jacqueline McGlade meinte: "Einwandernde Arten erzeugen zunehmenden Druck auf die natürliche Umwelt, der sich nur schwer wieder umkehren lässt." Die Agentur hob in ihrer Studie aber auch die "gewaltigen positiven Effekte" künstlich verbreiteter Arten wie etwa bei der Nahrungsmittelproduktion heraus. Insgesamt hätten mindestens 15 Prozent der Einwandernden Arten negative Effekte auf das Ökosystem und die Wirtschaft.

Neben dem bewussten Aussetzen von Arten, wie bei der Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft, nannte die EEA die globale Ausweitung von Handel und Tourismus als wichtigen Grund für die Zunahme einwandernder Tiere und Pflanzen. Gesundheitsprobleme für viele Menschen könne etwa die asiatische Tigermücke in Europa auslösen. Sie breite sich durch den zunehmenden globalen Handel mit gebrauchten Reifen aus.

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