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Premier League Liverpool-Star meutert gegen Jürgen Klopp

Beim FC Liverpool macht sich intern Ungemach breit. Im Mittelpunkt: Trainer Jürgen Klopp. Weil der im Sturm seine eigenen Vorstellungen ohne Rücksicht auf Namen durchdrückt, meutert sein Star.

Es läuft im Moment nicht so recht für Jürgen Klopp. Erst der Rückschlag im Kampf um die Qualifikation für einen Platz im Europapokal nach dem 2:3 beim FC Southampton, nun der Tiefschlag von seinem Starstürmer Christian Benteke. Der ließ all seinem Frust freien Lauf - und rückte damit Klopp in den Mittelpunkt.

Der belgische Nationalspieler beklagte sich in einem Interview bitterlich über die Rolle, die Klopp ihm nur noch zukommen lässt. Ersatzspieler, eine Demütigung für den stolzen Angreifer. Er bedauere mittlerweile, nach Liverpool gewechselt zu sein, ließ Benteke durchblicken. Vergangenen Sommer kam er für 46,5 Millionen Euro von Aston Villa, noch verpflichtet von Klopps Vorgänger Brendan Rodgers.

"Ich wäre nie nach Liverpool gekommen, wenn ich nicht erste Wahl beim Trainer bin. Das nervt mich am meisten", sagte er. Dann stimmte er sein Klagelied an. Seit er 2012 nach England gekommen sei, habe er nie so eine lange Phase als Bankdrücker gehabt. Und nun das: Klopp kommt, und er darf nicht spielen. Nur sechs Mal in der Startelf seit dessen Amtsantritt Anfang Oktober 2015. "Das tut weh, insbesondere deswegen, weil ich so fit bin wie nie", sagte Benteke. "Klopp wollte mich zu seiner Zeit als Trainer von Borussia Dortmund unbedingt haben. Nun ignoriert er mich, das ist schwer zu verstehen."

Er sei der Erste, versicherte der 25-Jährige, der eingestehe, dass er seinen Wert für Liverpool noch nicht unter Beweis gestellt habe. "Andererseits wusste ich unter Brendan Rodgers, dass ich die Gelegenheit bekommen würde, meine Qualitäten zu demonstrieren. Unter ihm konnte ich zeigen, dass ich das viele Geld wert bin und es verdient habe, das Trikot von Liverpool zu tragen. Aber nun ..."

Bentekes Abrechnung geht über Klopp hinaus

Er habe sich mit seinen Nationalmannschaftskollegen Eden Hazard (FC Chelsea) and Marouane Fellaini (Manchester United) über seine unglückliche Situation ausgetauscht. "Sie sagten, ich könne nichts machen. Wenn ein Trainer nicht auf dich baut, kann ich das nicht groß ändern. Klopp sagt mir immer noch, dass ich ein Stürmer bin, der alles kann. Wenn ich so viele Variationen in meinem Spiel habe, warum spiele ich dann nicht?", sagte er.

Seine Kritiker halten ihm vor, er bekomme in Liverpool kein Bein auf den Boden, weil er in Klopps Hochgeschwindigkeits- und Pressingfußball nicht mithalten könne. "Das ist bizarr, ich verstehe nicht, warum Leute das sagen. Ich kann Pressingfußball problemlos umsetzen. Es ist ja nicht so, dass wir wie Barcelona spielen", erwiderte Benteke. Auch mit den Vorbehalten der eigenen Fans rechnete er ab - und ließ durchblicken, dass auch deswegen eine Trennung wohl unvermeidlich sei: "Wenn ich einen schlechten Pass spiele, bekomme ich gleich das Gefühl, dass sie es mir übler nehmen als jedem anderen. Es ist hart, damit umzugehen und dann auch noch gut Fußball spielen zu müssen."

Benteke erzählte, dass er im Januar Angebote aus China und von West Ham gehabt habe, aber Liverpool treu bleiben wollte. "Aber am Ende der Saison muss ich das wohl noch mal überdenken", sagte er.

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