IFA 2008

Vom 29. August bis zum 3. September 2008 hat in Berlin die Internationale Funkausstellung, kurz IFA, stattgefunden. Erfahren Sie hier alles rund um die Neuigkeiten, die es auf der weltweit wichtigsten Publikumsmesse für "Consumer Electronics" zu sehen gab.

IFA 2008: Bilanz

Rekordgeschäfte dank Haushaltsgeräten

Die IFA ist vorbei, die Organisatoren ziehen Bilanz. Mit drei Milliarden Euro war das Ordervolumen so groß wie nie. Zu verdanken hat man das den erstmals ausgestellten Haushaltsgeräten. Mehr...
IFA 2008: Next Generation

Forscher präsentieren ihre Visionen

Wenn es nach ehrgeizigen Forschern geht, werden Fernsehen und Web-Technologien zu interaktiven Medien verschmelzen. Wie das funktioniert, zeigt die Funkausstellung in Berlin. Mehr...
IFA 2008: Energie sparen

Diese Technik setzt Stromfresser auf Diät

Sie sind imposant, fressen aber oft viel Strom: Große LCD- und Plasma-Fernseher haben in Hinblick auf ihren Energieverbrauch einen schlechten Ruf. Doch das könnte sich bald ändern. Mehr...
IFA 2008: Super-Stimmung

Besucheransturm und gute Geschäfte

Mit über 100.000 Besuchern an den ersten Tagen können die Austeller der 48. IFA mehr als zufrieden sein. Vor allem die Premiere für die sogenannte "weiße Ware" scheint ein voller Erfolg zu werden. Mehr...
IFA 2008: Razzia

Zollfahndung schlägt zu

Mit 69 Durchsuchungsbeschlüssen waren die Zollfahnder auf der Funkausstellung IFA angerückt: Einige Lkw-Ladungen Elektrogeräte sind nun sichergestellt. Mehr...
IFA 2008: Trends

«Rolly»: Tanzender MP3-Spieler in Eiform von Sony

Neuheiten der Unterhaltungselektronik müssen nicht immer bierernst sein. Sony stellt auf der Funkausstellung einen MP3-Player vor, der zur Musik tanzt - auf jeden Fall ein Hingucker. Mehr...
IFA 2008: Geständnis

Angela Merkel hat nicht mal einen Toaster

Kanzlerin Angela Merkel - eine der wichtigsten Verfechterinnen moderner Technologie in Deutschland - hat weder einen Toaster noch Vertrauen zu Navigationsgeräten. Mehr...
IFA 2008: Beginn

Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet 48. IFA

Mit einer Eröffnungs-Gala hat die 48. Internationale Funkausstellung, die ab diesem Jahr nur noch schlicht IFA heißt, begonnen. Bundeskanzlerin Merkel betonte: Die Messe ist am "Puls der Zeit". Mehr...
IFA 2008: Test

Nur jeder dritte LCD-TV liefert gutes Bild

Der Verkauf von LCD-Fernsehern boomt. Dennoch: Die Bildqualität der schmalen TV-Geräte lässt oft noch zu wünschen übrig. Das fand jetzt die Stiftung Warentest heraus. Mehr...
IFA 2008: Neuheiten

Kühlschrank meets Notebook

Mancher IFA-Besucher wird sich am Freitag die Augen reiben: Waschmaschinen und Staubsauger auf der Funkausstellung? Haushaltsgeräte sind in diesem Jahr erstmals auf der Messe zu sehen. Mehr...
IFA 2008: Überblick

Messe präsentiert Hightech-Neuheiten

Hightech-Freaks warten gespannt auf die Eröffnung der IFA. Neben Notebooks und Fernsehern zeigt die Messe zum ersten Mal auch Haushaltsgeräte - all das läuft unter dem Motto Energiesparen. Mehr...
IFA 2008: Events

Museen öffnen in der Nacht

Wer von Technik-Neuheiten auf der Internationalen Funkausstellung IFA genug hat, kann am Wochenende durch die Geschäfte und Museen Berlins schlendern. Mehr...
IFA 2008: Tipps

Anreise, Tickets, Öffnungszeiten

Die Internationale Funkausstellung öffnet am Freitag für Besucher. Hier die wichtigsten Infos: Mehr...

IFA-Lexikon

öffnenschließenN24 auf der IFA Im Rahmen der "Medienwoche@IFA" vom 29. August bis 5. September 2008 ist auch N24 auf der Internationalen Funkausstellung vertreten. Unter anderem stellen wir dort unser neues Format "Debatte 2.0" vor.
Alle Infos zur Medienwoche

öffnenschließenAACS (Advanced Access Content System) Ein neues System zur Rechteverwaltung, das zum Beispiel bei den DVD-Nachfolgeformaten an Stelle des von Hackern geknackten Vorgängers CSS (Content Scrambling System) eingesetzt werden soll. AACS soll unerlaubte Kopien durch ein digitales Rechtemanagement verhindern. Zugleich ist es mit Erlaubnis des Urheberrechte-Inhabers auch möglich, begrenzt private Kopien zu erstellen und Inhalte in einem Netzwerk zu versenden. Kritiker prangern an, dass AACS der Unterhaltungsindustrie zuviel Macht über die Verwendung der Aufnahmen gebe.

öffnenschließenArtefakte So werden Bildfehler genannt, die bei der Verarbeitung komprimierter Daten entstehen. Dabei tauchen meist kleine Klötzchen im Bild auf. Kann es auch beim Abspielen einer DVD geben oder beim DVB-T-Empfang, wenn der Datentransport kurzzeitig abreißt.

öffnenschließenAuflösung Ist ein Maß für die Detailerkennung. Digitale Bilder setzen sich aus vielen Einzelpunkten zusammen. Je höher die Zahl der Bildpunkte, desto höher die Auflösung. Die immer größer werdenden Fernsehschirme machen auch eine höhere Auflösung notwendig, um noch ein klares Bild zu bekommen. So hat der neue - hochauflösende - Fernsehstandard HDTV eine Auflösung von bis zu 1920 mal 1080 Punkten, während zum Beispiel das bisherige PAL-Format auf 720 mal 576 Punkte kommt.

öffnenschließenBreitbild Bildschirm-Format moderner Fernseher im Seiten- Verhältnis 16:9. Die größere Breite entspricht mehr als das herkömmliche 4:3- Verhältnis dem natürlichen Sichtfeld des Menschen. Das Format soll sich nun als Standard durchsetzen.

öffnenschließenDecoder Ein Gerät, das verschlüsselt gesendete Datensignale wieder entschlüsselt.

öffnenschließenDolby Digital Digitales Mehrkanaltonsystem, das im Kino oder auf DVDs sowie teilweise auch in Fernsehsendungen verwendet wird. Dolby Digital arbeitet über sechs Tonkanäle: Einer ist für Basseffekte reserviert, die übrigen fünf sorgen für räumlichen Klang.

öffnenschließenDVB (Digital Video Broadcasting) Europäischer Standard zur Übertragung digitaler Fernsehdaten über Satellit (DVB-S), terrestrisch über Antenne (DVB-T) oder Kabel (DVB-C). Im Aufbau ist auch DVB-H (Handy) für Fernsehempfang auf Mobiltelefonen. Bis 2010 sollen sämtliche Fernsehsignale in Deutschland digital übertragen werden.

öffnenschließenDVI (Digital Video Interface) Digitale Schnittstelle für Videosignale. Der Ton wird dabei über einen extra Eingang übertragen. Die hochauflösenden (HD) Formate setzen allerdings auf den neuen Eingang HDMI.

öffnenschließenEPG (Electronic Program Guide) Ein Fernsehprogramm in digitaler Form. Beim digitalen Empfang des Fernsehsignals werden die Daten mit übertragen und lassen sich am Bildschirm aufrufen. In der Regel gibt es neben dem Programmtitel und der Uhrzeit auch eine kurze Beschreibung der Sendungen.

öffnenschließenHDCP (High-bandwidth Digital Content Protection) Ein digitaler Kopierschutz, der das Kopieren von Sendungen im HDTV-Format verhindern soll. Dabei werden Bild und Ton von einer digitalen Quelle nur abgespielt, wenn der Empfänger (z.B. ein TV-Gerät) die HDCP- Verschlüsselung unterstützt. Fernseher mit «HD ready»-Siegel müssen den Kopierschutz unterstützen. Die digitale Aufzeichnung HDCP- geschützter Inhalte ist nicht möglich. Zudem können sogar einzelne Geräte gesperrt werden, wenn angenommen wird, dass bei ihnen die HDCP-Verschlüsselung geknackt worden ist.

öffnenschließenHDMI (High Definition Multimedia Interface) Schnittstelle für die Übertragung von Bild- und Tondaten bei HDTV in Set-top-Boxen und HD- Fernsehern. Es ermöglicht die völlig digitale Übertragung von Videodaten und Digitalton mit bis zu acht Kanälen. Der digitale Kopierschutz HDCP ist integriert.

öffnenschließenHDTV (High Definition Television) HDTV hat eine deutlich höhere Auflösung, zeigt das Bild schärfer und detailreicher und wird im Format 16:9 statt im bisherigen Maß 4:3 ausgestrahlt. Die Auflösung beträgt bis zu 1920 x 1080 Pixel. Um die HD-Bilder zu sehen, benötigt man einen Fernseher mit dem Siegel «HD ready». In Deutschland gab es HDTV-Programme zunächst vom Bezahlsender Premiere sowie von ProSieben und Sat.1. ProSiebenSat.1 stellte allerdings die HDTV-Ausstrahlung Anfang des Jahres ein und will sie erst 2010 wieder aufnehmen. Dann wollen auch ARD und ZDF in HD senden. Inzwischen übertragt der deutsch-französische Kultursender arte in hoher Auflösung. Auch ORF in Österreich oder das Schweizer Fernsehen strahlen parallel zum herkömmlichen Programm in HDTV aus.

öffnenschließenIPTV (Internet Protocol Television) Format für Fernsehübertragungen über das Internet. Die Bilder werden dabei als Datenpakete über Internet-Protokoll verschickt. Für interaktive Angebote wie TV- Shopping gibt es einen Rückkanal. Die Deutsche Telekom will mit IPTV- Angeboten den Kunden vor allem ihr neues schnelles VDSL-Netz schmackhaft machen.

öffnenschließenInterlacing Bisher wurden die Fernsehbilder im so genannten Zeilensprungverfahren ausgestrahlt. Dabei werden erst alle geraden und dann alle ungeraden Zeilen abgebildet. Der Vorteil ist eine flüssige Bewegungsdarstellung, der Nachteil ein mögliches Flimmern. Daher geht der Trend dazu, alle Zeilen nacheinander abzubilden. Dieses Verfahren nennt man progressive.

öffnenschließenLCD (Liquid Crystal Display) Flüssigkristallbildschirm. Das Display besteht aus zwei dünnen Glasscheiben, die von innen mit einer Elektrodenschicht aus unterschiedlich polarisiertem Material überzogen sind. Im Zwischenraum befinden sich die Flüssigkristalle. Durchgeleiteter Strom sorgt dafür, dass sich die Kristalle so ausrichten, dass sie entweder Licht durchlassen oder nicht.

öffnenschließenMP3 (Moving Picture Experts Group audio layer 3) Ein federführend im Fraunhofer Institut entwickeltes Komprimierungsverfahren für Audio-Dateien. Nicht hörbare Signale werden nicht berücksichtigt und mehrfach vorkommende Sequenzen nur einmal gespeichert. So lassen sich mit MP3 Musikstücke ohne großen Qualitätsverlust in kleine digitale Pakete umwandeln - wird jedoch zu stark komprimiert, leidet auch die Qualität.

öffnenschließenMPEG 4 (Moving Picture Experts Group) Kompressionsstandard, der vor allem für HDTV-Signale genutzt werden soll. Zunächst hatte MPEG 3 der Standard für HDTV werden sollen, dann hat man sich jedoch auf eine Erweiterung des MPEG2-Formats geeinigt, mit dem man seit 1994 Video und Ton in Fernsehqualität komprimiert hat. Das heutige MPEG 4 unterstützt auch DRM-Software als Kopierschutz.

öffnenschließenPAL (Phase Alternating Line) Herkömmlicher Fernsehstandard in Europa für analoge Fernsehsignale mit einer Auflösung von 720 x 576 Pixeln. Das PAL-Farbfernsehsystem wurde 1962 von dem damaligen Entwicklungsleiter der AEG-Telefunken in Hannover, Walter Bruch, entwickelt.

öffnenschließenPay-per-view Variante des Bezahlfernsehens, bei der der Zuschauer nur für Inhalte bezahlt, die er tatsächlich auch sieht. In der Regel ist er dafür Abonnent eines kommerziellen Pay-TV-Senders, bei dem er die Inhalte wie zum Beispiel Filme anfordert.

öffnenschließenPIP (Picture in Picture) Die Bild-im-Bild-Technik teilt Bildschirme oder Monitore in mehrere Fenster auf. Dadurch können mehrere Inhalte wie Nachrichten, Wetterbericht oder Börsenticker gleichzeitig dargestellt werden.

öffnenschließenPlasma-Bildschirm Bei Plasma-Bildschirmen werden zwischen zwei Glasscheiben Moleküle von Xenon-Gas über anliegende Elektroden zur Explosion gebracht. Das entstehende ultraviolette Licht erzeugt an der Bildschirmrückwand grüne, rote und blaue Strahlung. Während herkömmliche Kathodenstrahlröhren ein Bild in rascher Abfolge rastern, sind alle Bildpunkte eines Plasmaschirmes einzeln und gleichzeitig ansprechbar. Plasmaschirme sind extrem flach und sind auch noch bei Blickwinkeln von bis zu 160 Grad gestochen scharf.

öffnenschließenSkalierung Entspricht die Auflösung des eingehenden Signals nicht der Auflösung des Fernsehgeräts, muss das Bild umgerechnet werden - oder wie es auch heißt, skaliert. So werden zum Beispiel herkömmliche PAL-Fernsehbilder von Fernsehern mit HD-Auflösung neu berechnet. Dabei kam es vor allem in der Vergangenheit auch zu Qualitätseinbußen.

öffnenschließenStreaming Client Ein Gerät, dass Datenströme vom PC empfängt und sie an herkömmliche Unterhaltungselektronik-Geräte weitergibt.

öffnenschließenWider Screen Signaling Ein Wide-Screen Signal wird mit dem Fernsehsignal ausgestrahlt und schaltet das Bildformat beim Fernseher vom Standard-Seitenverhältnis 4:3 auf das 16:9-Breitbild um.

öffnenschließenYUV Analoger Eingang für Videosignale, über den Helligkeits- und Farbinformationen übertragen werden.