Die Lage im Nahen Osten - Informationen, Hintergründe, Videos

Die israelische Offensive im Gazastreifen ist zunächst vorüber, die Waffen schweigen. Doch wie geht es weiter? Ist ein echter Frieden zwischen Israel und Palästinensern möglich? Aktuelles und Hintergründiges zur Eskalation in Nahost finden Sie hier.

Kriegsverbrechen in Gaza

Israel schützt Soldaten gegen Klagen

Nach den Vorwürfen der Menschenrechtsverletzungen durch Israel bei der Gaza-Offensive hat Regierungschef Olmert seinen Soldaten bei etwaigen Klagen umfassenden Rechtsschutz zugesichert. Mehr...
Projekt: Friedensprozess

Obama appelliert an Israel und Hamas

Barack Obama hat sich in einer ersten Stellungnahme zum Nahostkonflikt für eine Zwei-Staaten-Lösung ausgesprochen. Die Hamas reagierte indes abweisend auf die Äußerungen des neuen US-Präsidenten. Mehr...
Neues Engagement

Obama ernennt Nahost-Sondergesandten

Es kommt wieder Bewegung in die Nahost-Politik: Der neue US-Präsident Obama ernannte den demokratischen Senator George Mitchell zum Sondergesandten für die Krisen-Region. Mehr...
Gaza-Blockade

Israel gestattet Hilfslieferungen

Zwar hält Israel an der Blockade des Gaza-Streifens fest, dennoch sicherte Außenministerin Livni bei einem Abendessen mit den 27 EU-Außenministern humanitäre Hilfe für das Krisengebiet zu. Mehr...
Waffenruhe in Nahost

Kriegsschäden in Milliardenhöhe

Neben der Trauer um die Opfer der Gazaoffensive bleiben nach der Waffenruhe auch erhebliche finanzielle Wunden. Doch wer soll für die Schäden im Krisengebiet aufkommen? Mehr...
Lösung für Gaza-Konflikt

Steinmeier legt Fünf-Stufen-Plan vor

Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat einen Fünf-Stufen-Plan zur Lösung des Gaza-Konflikts vorgelegt. Dieser sieht auch die Entsendung deutscher Experten in die Krisenregion vor. Mehr...
Trügerische Ruhe in Gaza

Arabische Warnung an Israel

Die Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel hält. Die Lage bleibt dennoch angespannt. König Abdullah von Saudi-Arabien warnte Israel nun: Das arabische Friedensangebot halte nicht ewig. Mehr...
Waffen schweigen

Israel beginnt mit Rückzug aus Gazastreifen

Nachdem Hamas und Islamischer Dschihad sich der von Israel ausgerufenen Waffenruhe angeschlossen haben, rückt die israelische Armee aus Schlüsselpositionen im Gazastreifen ab. Mehr...
Hoffnung auf Frieden

Auch Hamas erklärt Waffenruhe

Hamas und Islamischer Dschihad haben sich der von Israel ausgerufenen Waffenruhe angeschlossen. Für eine Woche sollen in Gaza die Waffen schweigen und die humanitäre Situation verbessert werden. Mehr...
Israels Waffenruhe

Keine neuen Angriffe in der Nacht

Nachdem Israel einen einseitigen Waffenstillstand verkündet hat, gab es auf beiden Seiten keine neuen Angriffe mehr. Die israelischen Truppen sollen aber vorerst im Gazastreifen bleiben. Mehr...

Nahost-Konflikt - Die Streitpunkte

öffnenschließenSicherheit Für Israel steht fest: Kein Palästinenserstaat, solange nicht die eigene Sicherheit garantiert ist. Bei palästinensischen Selbstmordanschlägen starben in den vergangenen Jahren zahlreiche Israelis. Seit 2001 feuerte die radikal-islamische Hamas zudem mehr als 6.000 Kassam-Raketen auf Israel ab.

öffnenschließenGrenzen Die Palästinenser fordern, dass ihr Staat die 1967 von Israel besetzten Gebiete Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem umfasst. Israel hat den Gazastreifen geräumt, will aber an Teilen der Westbank und an Jerusalem festhalten. Für konservative Juden gehört das Land zum biblischen Groß-Israel. Im Westjordanland gibt es derzeit rund 130 Siedlungen mit etwa 270.000 Israelis. Die Palästinenser verlangen den Abzug der "Besatzer".

öffnenschließenJerusalem Als Stadt mit heiligen Stätten von Juden, Muslimen und Christen ist der künftige Status besonders umstritten. Israel beharrt darauf, dass das ungeteilte Jerusalem seine Hauptstadt ist. Die Palästinenser beanspruchen den 1967 von Israel besetzten Osten als Hauptstadt.

öffnenschließenGolan Syrien drängt darauf, dass die 1967 von Israel besetzten Golan-Höhen zurückgegeben werden. Von der Hochebene aus hat Israels Armee einen guten Blick nach Syrien und in den Libanon. Umgekehrt könnten die Syrer vom Golan aus große Teile Israels unter Beschuss nehmen. Heute gibt es in dem Gebiet etwas 20.000 jüdische Einwohner und rund 20.000 Syrer.

öffnenschließenFlüchtlinge Als Folge der Kriege 1948/49 und 1967 gibt es in den Palästinensergebieten sowie den Nachbarländern 4,5 Millionen palästinensische Flüchtlinge und Nachkommen von Flüchtlingen. Unter Hinweis auf internationales Recht verlangen die Palästinenser ein Rückkehrprogramm für etwa 860.000 Heimatlose, Israel erkennt nur 350.000 als "Entwurzelte" an.

öffnenschließenWasser Wegen des Bevölkerungswachstums und der oft rücksichtslosen Ausbeutung der Ressourcen werden die Süßwasservorräte im Nahen Osten immer knapper. Von den Lagerstätten des Westjordanlandes pumpt Israel jährlich rund 450 Millionen Kubikmeter ab - für die Palästinenser bleiben nur 150 Millionen Kubikmeter. Auch bei dem Ringen um die künftige israelisch-syrische Grenze auf dem Golan geht es um die Kontrolle des von Israel genutzten Wassers.