Alles zur Wirtschaftskrise

Mit der Finanzkrise hat alles angefangen. Dann haben die Börsenturbulenzen auch andere Wirtschaftsbereiche in die Krise gezogen. Erfahren Sie hier alles über die Finanzkrise, die Rezession und die Auswirkungen für die Verbraucher.

G20 - Hintergrund

Kontrolle der Märkte - Gipfel-Ergebnisse

Der zweite Weltfinanzgipfel hat sich in London auf eine Reform der Finanzmärkte verständigt. Nachfolgend einige wichtige Ergebnisse. Mehr...
EZB senkt Leitzins

Historisches Tief hat Folgen für Verbraucher

Die EZB hat abermals den Leitzins im Euroraum gesenkt. Er ist mit 1,25 Prozent so niedrig wie nie. Für die Sparer verheißt das Rekordtief aber nichts Gutes. Mehr...
Hintergrund: Fed-Billion

Entschuldung über die Notenpresse

Die US-Nptenbank schmeißt im Kampf gegen die Konjunkturkrise die Notenpresse an: Was sie damit bezwecken will, lesen sie hier - ein Hintergrund. Mehr...
50 Milliarden Euro

Konjunkturpaket II soll Wirtschaft in Schwung bringen

Die Bundesregierung hat das zweite Konjunkturpaket beschlossen. Es hat ein Volumen von rund 50 Milliarden Euro für 2009 und 2010. Wir erläutern die Eckpunkte des milliardenschweren Programms. Mehr...
Wirtschaft in der Krise

Die Konjunkturmaßnahmen der Bundesregierung

Wenige Monate nach dem ersten Konjunkturpaket hat die Bundesregierung ein weiteres Milliarden-Päckchen geschnürt. Wir fassen die bisherigen Konjunktur- und Rettungsmaßnahmen zusammen. Mehr...
825 Milliarden Dollar

Das geplante Mega-Konjunkturpaket der USA

Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten steckt besonders tief in der Krise. Deshalb soll diese mit einem historischen Konjunkturpaket im Wert von 825 Milliarden Dollar angekurbelt werden. Mehr...
Chronik des Abschwungs

Von der Finanz- zur Wirtschaftskrise

Die Finanzkrise hatte 2008 mit der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers ihren Höhepunkt erreicht. Die Schockwellen an den Börsen rissen die Wirtschaft weltweit in die Rezession. Mehr...
Gut zu wissen

Krisenbegriffe in der Rezession

Die Weltwirtschaft dürfte im kommenden Jahr in eine Rezession abgleiten. Damit werden wir uns mit zuletzt eher verdrängten Konjunkturbegriffen auseinandersetzen müssen. Mehr...
Das bleibt im Geldbeutel

So profitieren Bürger vom Konjunkturpaket

Das Konjunkturprogramm II zahlt sich auch für die Bürger aus. Wie viel Geld sie dadurch im Portmonee behalten, hängt vom Familienstand ab. Hier einige Beispielrechnungen. Mehr...

Alles zur Banken- und Finanzkrise

Steinbrück-Konzept

Modell einer "Bad Bank" in Eckpunkten

Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat bei der Spitzenrunde im Kanzleramt sein Konzept für Risikopapiere der Banken vorgelegt. Kernpunkte des Papiers: Mehr...
Retter in der Not?

Die "Bad Bank" als Heilmittel für Banken

Die "Bad Bank" wird derzeit als mögliches "Heilmittel" für notleidende Banken heiß diskutiert. Wir erklären, was es mit der "bösen Bank" auf sich hat und wie sie der Wirtschaft helfen könnte. Mehr...
Fragen & Antworten

Wie der Bund eine Bank übernehmen will

Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland übernimmt der Staat die vollständige Kontrolle einer Bank. Wie sieht aber so ein Drehbuch der Verstaatlichung aus? Mehr...
Hintergrund: SoFFin

Sonderfonds zur Stabilisierung der Finanzmärkte

Der Sonderfonds zur Stabilisierung der Finanzmärkte (SoFFin) ist mit 480 Milliarden Euro ausgestattet. Er soll efwa durch den Aufkauf maroder Wertpapiere den Banken- und Finanzmarkt stabilisieren. Mehr...
Rettungspakete

Was andere Regierungen unternehmen

Die Bundesregierung stützt mit 500 Milliarden Euro den deutschen Finanzmarkt. Andere Staaten legen ähnliche Programme auf. N24.de präsentiert einen Überblick. Mehr...
Finanzkrise

Das umstrittene US-Rettungspaket

Das US-Rettungspaket ist umstritten unter Demokraten und Republikanern - vermutlich, weil es so komplex ist. Hier die Kernpunkte im Überblick. Mehr...
Nullsummenspiel

Milliardenpaket soll Steuerzahler nichts kosten

Es klingt paradox, aber das 500-Milliarden-Rettungspaket soll den Staat kaum etwas kosten. Das Geheimnis: Es gibt erstmal kaum Geld, sondern nur das Versprechen, im Notfall einzuspringen. Mehr...
1.400.000.000.000 Dollar

IWF beziffert Schaden der Finanzkrise

Die Zahl erregt Schwindel in der Finanzbranche: Der Internationale Währungsfonds rechnet mit einem Gesamtschaden von 1,4 Billionen Dollar durch die Finanzkrise - weit mehr als befürchtet. Mehr...
Schwarzer Freitag

Börsencrashs und Bankenkrisen seit 1929

Seit über einem Jahr erschüttert die Finanzmarktkrise die weltweite Banken- und Börsenwelt. Man fühlt sich an den "schwarzen Freitag" von 1929 erinnert. Aber sind es dieselben Ursachen? Mehr...
Aus einer anderen Welt?

Das deutsche und das US-Bankensystem

Das deutsche Bankensystem und das Konsumverhalten der Verbraucher unterscheiden sich erheblich von den Verhältnissen in den USA. Daher ist auch die Ausgangslage in der Finanzkrise eine Andere. Mehr...
Haftung bei Bankenpleite

Banken im Einlagensicherungsfonds

Um die Sparguthaben bei einer Bankenpleite zu schützen, haben sich Banken in Sicherungseinrichtungen zusammengeschlossen. Hier eine Übersicht über die Geldinstitute: Mehr...
Sicherheit in Krisenzeit

Gold, Silber, Platin - und Diamanten gesucht

Während Aktien in den vergangenen Wochen deutlich an Wert verloren haben, hat sich die Nachfrage nach Edelmetallen wie Gold oder Platin seit Montag verzehnfacht. Gefragt sind auch Diamanten. Mehr...
Sicher aber unbekannt

Sparbuch-Alternative Pfandbrief

Pfandbriefe gehören zu den sichersten Geldanlagen. Deutschland gehört zu den Pfandbrief-Weltmeistern. Doch auch hierzulande kennt kaum ein Verbraucher die Sparbuch-Alternative. Mehr...

Die deutschen Konjunkturmaßnahmen

öffnenschließenInvestitionsprogramm Der Staat legt ein öffentliches Investitionsprogramm in Höhe von rund 18 Milliarden Euro auf. Damit werden Straßen, Schulen und Hochschulen saniert. Zudem wird deutschlandweit die Breitbandanbindung ausgebaut. Bereits mit dem ersten Konjunkturpaket wurden die Infrastrukturprogramme der KfW für strukturschwache Kommunen um 3 Milliarden Euro aufgestockt. Zudem wurde festgelegt, wichtige Verkehrsprojekte beschleunigt umzusetzten. Dazu fließt 2009 und 2010 jeweils 1 Milliarde Euro zusätzlich.

öffnenschließenEinkommensteuer Durch die Senkung des Eingangssteuersatzes auf 14 Prozent und die Erhöhung des Grundfreibetrages auf 8004 Euro wird die Einkommensteuerlast der Bürger gesenkt.

öffnenschließenKrankenkassenbeitrag Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung wird, paritätisch für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, auf 14,9 Prozent abgesenkt.

öffnenschließenKfZ-Steuer Käufer eines neuen Autos werden von der Kfz-Steuer befreit werden, wenn ihr Fahrzeug zwischen dem 5. November 2008 und Ende Juni 2009 erstmals zugelassen wird. Die Kfz-Steuer entfällt ein Jahr lang für alle Neuwagen. Für besonders schadstoffarme Autos gilt die Befreiung insgesamt maximal zwei Jahre. Zudem richtet sich die Kfz-Steuer künftig nach dem CO2-Ausstoß, wodurch die Anschaffung verbrauchsarmer Fahrzeuge gefördert werden soll.

öffnenschließenAbwrackprämie Zur Unterstützung der Automobilindustrie wird die Verschrottung alter Autos mit 2500 Euro belohnt, wenn gleichzeitig ein Neuwagen angeschafft wird.

öffnenschließenStaatliche Bürgschaften Die staatliche KfW Bankengruppe soll die Kreditversorgung der Wirtschaft sichern. Dazu wird der Bürgschaftsrahmen für Kredite an Großunternehmen auf bis zu 100 Milliarden Euro ausgedehnt.

öffnenschließenCO2-Gebäudesanierung Die Mittel für das erstmals 2001 aufgelegte Programm sowie andere Maßnahmen für mehr Energieeffizienz werden für drei Jahre um insgesamt 3 Milliarden Euro aufgestockt.

öffnenschließenHandwerk Privathaushalte können doppelt so hohe Handwerker-Rechnungen von der Steuer absetzen wie bisher - 1200 statt 600 Euro pro Jahr.

öffnenschließenAbschreibungen Für Firmen gibt es bei Neuanschaffungen wieder mehr Steuererleichterungen. Befristet für zwei Jahre ist die degressive Abschreibung für Wirtschaftsgüter von 25 Prozent wieder eingeführt worden. Sonderabschreibungen für Kleinfirmen wurden erweitert.

öffnenschließenKurzarbeit Das Kurzarbeitergeld ist auf 18 Monate verlängert worden. Zudem will sich der Staat an den Sozialversicherungsbeiträgen der Kurzarbeiter beteiligen, um dieses Instrument für Arbeitgeber attraktiver zu machen und Entlassungen zu vermeiden.

öffnenschließenGA-Mittel Die Mittel für die "Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GA-Mittel) werden erhöht. Der Bund stellt den Ländern für 2009 einmalig 200 Millionen Euro zusätzlich bereit - davon 100 Millionen Euro als Barmittel.

Das deutsche Finanz-Rettungspaket

öffnenschließenDer Fonds Der "Finanzmarktstabilisierungsfonds" soll den Geldfluss zwischen den Banken wieder in Schwung bringen und auch die Eigenkapitalbasis der Institute stärken. Nicht nur die deutschen Banken, sondern auch Versicherungen und Pensionsfonds werden von ihm profitieren können. Laut Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) wird er unter seiner Aufsicht von der Bundesbank verwaltet werden. Der Fonds ist ein Sondervermögen des Bundes, das vom Haushalt getrennt geführt wird - aber eine Art Nebenhaushalt, der vom Staat gespeist werden muss.

öffnenschließenKein Rechtsanspruch Der Staat soll nicht verpflichtet sein, einzelnen Instituten zu helfen. "Ein Rechtsanspruch auf Leistungen des Fonds besteht nicht", heißt es im Gesetzentwurf. Der Bundesfinanzminister entscheidet "nach pflichtgemäßem Ermessen unter Berücksichtigung der Bedeutung des jeweils von der Stabilisierungsmaßnahme erfassten Unternehmens des Finanzsektors für die Finanzmarktstabilität, der Dringlichkeit und des Grundsatzes des möglichst effektiven und wirtschaftlichen Einsatzes der Mittel des Fonds".

öffnenschließenGarantieermächtigung Die Bundesbank darf staatliche Garantien "bis zur Höhe von 400 Milliarden Euro" für kurzfristige Kredite der Banken untereinander abgeben. Dies ist bis Ende 2009 befristet. Die Ermächtigung bezieht sich auf solche Schulden, die bis zu 36 Monate Laufzeit haben. "Für die Übernahme von Garantien ist ein Entgelt in angemessener Höhe im Jahr zu erheben."

öffnenschließenRekapitalisierung Der Fonds "kann" sich ferner an einer Rekapitalisierung der Unternehmen beteiligen: Er kann wie ein Aktionär Anteile, aber auch stille Beteiligungen erwerben. "Eine Beteiligung durch den Fonds soll nur dann erfolgen, wenn ein wichtiges Interesse des Bundes vorliegt und der vom Bund angestrebte Zweck nicht besser und wirtschaftlicher auf andere Weise" zu erreichen ist. Das bedeutet: Die Hürden sind wesentlich höher als bei der Garantieermächtigung. Zudem muss der Finanzminister ebenfalls noch Einzelheiten regeln, besonders zur Frage der Gegenleistung für die Rekapitalisierung. Der Bund kann darauf hoffen, dass er in diesem Punkt mit einem blauen Auge davonkommt, weil er in besseren Zeiten die Anteile wieder mit Gewinn verkaufen kann.

öffnenschließenRisikoübernahme Der Finanzminister kann über den Fonds ferner von den Banken und Versicherungen "faule" Risikopositionen kaufen - also etwa Zertifikate, die auf ungesicherten amerikanischen Hypothekendarlehen beruhen. Sie waren Auslöser für die Krise. Der Finanzminister hat aber schon gesagt, dass dieses Instrument zunächst nicht angewendet werden soll, sondern nur im Notfall, wenn nichts anderes wirkt.

öffnenschließenKreditermächtigung Der Finanzminister darf für die Instrumente II und III Kredite von 70 Milliarden Euro aufnehmen, unter bestimmten Bedingungen auch 10 Milliarden Euro mehr. Für die Garantieermächtigung darf er sich mit weiteren 20 Milliarden Euro verschulden. Das bedeutet, dass die Regierung davon ausgeht, dass die Banken nur in fünf Prozent der Fälle die untereinander gewährten Kredite nicht zurückzahlen können und der Bund dann dafür aufkommen muss.

öffnenschließenGoldener Zügel In dem Gesetz sind harte Auflagen für Banken genannt, die Leistungen des Fonds bekommen. Allgemein heißt es, dass die "Unternehmen des Finanzsektors die Gewähr für solide und umsichtige Geschäftspolitik bieten müssen". Er kann sogar Bedingungen für die "geschäftspolitische Ausrichtung" - besonders die Kreditgewährung an den Mittelstand - diktieren. Auch für die Vergütung der Manager und die Ausschüttung von Dividenden dürfen Vorgaben gemacht werden.

öffnenschließenBeteiligung der Länder Die Länder müssen sich an den Gesamtkosten mit 35 Prozent beteiligen. Zusätzlich sollen sie anteilig Kosten übernehmen, wenn eine ihrer Landesbanken in den Genuss der Hilfen kommt.

öffnenschließenÄnderung der Bilanzierung Finanzinstrumente dürfen grundsätzlich nur noch zum Marktwert bilanziert werden. Wenn dieser nicht mehr festgestellt werden kann, sollen mit einem anderen Bewertungsmodell die vorübergehenden Verzerrungen des Marktwertes ausgeglichen werden.

Welche Anlagen sind sicher?

öffnenschließenBundeswertpapiere - Sehr sicher: Der Staat bürgt mit seinem Steueraufkommen und Vermögen dafür. Die Staatspapiere gibt es in verschiedenen Formen. Verbraucherschützer raten, Rücklagen, die für unvorhersehbare Ausgaben kurzfristig benötigt werden könnten, als Tagesanleihe anzulegen.

öffnenschließenTagesgeld, Festgeld, Sparbuch Sicher: Außer der gesetzlichen und der privaten Einlagensicherung der Banken gibt es nun auch noch eine umfassende staatliche Garantie dafür. Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind an Sicherungssysteme angeschlossen, die Insolvenzen von vornherein verhindern. Sollte eine Privatbank pleitegehen, schützt die gesetzliche Einlagensicherung 90 Prozent des Betrages bis maximal 20.000 Euro.

öffnenschließenPfandbriefe - Sicher: Finanzexperten, Bankverbände und Anlegerschützer halten Pfandbriefe auch in Krisenzeiten prinzipiell für sicher. An Bundesanleihen kämen sie bei der Sicherheit aber nicht heran.

öffnenschließenAktien - Unsicher: Aktien oder Aktienfonds sind direkt von den Turbulenzen an den Börsen betroffen. Fachleute raten zumindest Besitzern von breit streuenden Aktienfonds davon ab, in Krisenzeiten überstürzt zu verkaufen. Kleinanleger müssten sich bei Verlusten eine persönliche Schmerzgrenze setzen. Zukäufe sind in Krisenzeiten etwas für Profis und Risikofreudige.

öffnenschließenZertifikate - Unsicher: Verbraucherschützer warnen, dass diese außer bei den Volksbanken weder über die gesetzlichen noch über die freiwillige Einlagensicherung geschützt sind. Selbst bei Garantiezertifikaten sei die Garantie nichts mehr wert, wenn die Bank pleitegehe.

öffnenschließenGold - Nichts für Privatanleger: Der Goldpreis boomt, da das Edelmetall als Rettungsanker in unsicheren Zeiten gilt. Doch Experten raten Privatanlegern ab: Der Markt sei genauso spekulativ geworden wie der Aktienmarkt. Je mehr Anleger in den Markt drängten, desto schwankungsanfälliger werde der Preis.

Börsen-ABC

öffnenschließenAbschreibung Da die Investments in US-Hypotheken nur noch einen Bruchteil ihres Ursprungswerts besitzen, mussten und müssen die Finanzkonzerne Milliarden in den Wind schreiben. Abschreibungen haben viele Institute in die roten Zahlen getrieben.

öffnenschließenAd-hoc-Mitteilungen Aktiengesellschaften müssen bestimmte Daten als sogenannte Ad-hoc-Mitteilungen veröffentlichen. Damit will der Gesetzgeber sicherstellen, dass wichtige Informationen über die Lage eines Unternehmens schnell an alle Handelsteilnehmer weitergeleitet werden. Ziel ist es, dem Missbrauch von Insiderwissen entgegenzuwirken und mehr Markttransparenz zu schaffen.

öffnenschließenEinlagensicherung Um die Sparguthaben bei einer Bankenpleite zu schützen, haben sich die deutschen Banken in Sicherungseinrichtungen zusammengeschlossen. Bei den privaten Banken springt die gesetzliche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) ein sowie bei höheren Beträgen der Einlagensicherungsfonds, dessen Mitgliedschaft aber freiwillig ist. Strauchelnden Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken greifen die Partnerinstitute unter die Arme.

öffnenschließenGenossenschaftsbanken Volks-, Raiffeisen- und andere Genossenschaftsbanken sind Mitglieder in einer gemeinsamen Sicherungseinrichtung. Diese Banken haben zwei Besonderheiten bei Einlagesicherungen anderer Banken. Zum einen sichere es nicht nur die Einlagen der Sparer ab, sondern schütze die Institute insgesamt vor einer Insolvenz. Dies ist auch bei Sparkassen der Fall. Zweitens seien auch Zertifikate abgedeckt. Nach eigenen Angaben schützt die Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) bei den ihr angeschlossenen genossenschaftlichen Banken zu 100 Prozent und ohne betragliche Begrenzung Einlagen und Inhaberschuldverschreibungen von Kunden.

öffnenschließenHedgefonds und Short Seller Short Seller werden für die Zuspitzung der aktuellen Finanzmarktkrise mitverantwortlich gemacht. Hedgefonds sind Investmentgesellschaften, die praktisch nicht der Kontrolle der Finanzaufsicht unterliegen. Die Fonds verdienen ihr Geld vor allem durch risikoreiche Anlagegeschäfte. Seit geraumer Zeit steigen Hedgefonds auch bei Unternehmen ein. Ihr Ziel ist es häufig, eine höhere Dividende oder die Ausschüttung von Reserven durchzusetzen.

öffnenschließenLeerverkäufe Sogenannte Leerverkäufe sind eine typische Strategie von Hedgefonds. Bei diesem Short Selling wetten Anleger auf sinkende Kurse eines Unternehmens, um von fallenden Börsenkursen zu profitieren. Dies ist nicht illegal. Vereinfacht gesagt geht es darum, dass ein Investor Aktien verkauft, die er sich geliehen hat. Fällt die Aktie wie erwartet, kann er sie später zu einem günstigeren Kurs einkaufen und zurückgeben. Die Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis ist sein Gewinn.

öffnenschließenLeitzins Mit dem Leitzins geben die Notenbanken den Geschäftsbanken und Sparkassen vor, zu welchem Preis sie sich Geld bei der Zentralbank leihen können. Sinkt dieser Zinssatz, verbilligen sich in der Regel auch die Darlehen für Unternehmen und Verbraucher. Das kann Investitionen und den privaten Konsum stimulieren und so die Wirtschaft in Schwung bringen. Ein hohes Zinsniveau macht dagegen Sparen attraktiver, weil die Guthabenzinsen zulegen.

öffnenschließenRatingagenturen Ratingagenturen bewerten die Kreditwürdigkeit von Firmen oder die Qualität von Fonds. Die Einstufung entscheidet darüber, zu welchen Konditionen Konzerne, Banken oder sogar Staaten an den Kapitalmärkten Geld leihen können - je besser das Rating, desto niedriger die Zinsen.

öffnenschließenStaatsgarantie Garantiert werden vom Staat in unbegrenzter Höhe alle Ersparnisse der Bürger die auf Giro- oder Sparkonten lagern. Geschützt werden aber auch Tages- und Festgeldkonten, alle sogenannten Termin-Einlagen. Abgesichert sind den Angaben zufolge alle Konten bei Instituten, die auch dem Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken angehören. Der Schutz bezieht sich damit auch auf Ausländer, die dort Konten haben. Zudem sind die Tochterunternehmen zahlreicher ausländischer Banken auch Teil der Fonds.

öffnenschließenVerbriefung Mit Verbriefung kann eine Bank Forderungen aller Art - aus Hypothekenkrediten, Autokrediten, Kreditkartennutzung, Leasingverträgen - in handelbare Wertpapiere umwandeln und diese verkaufen. So bekommt die Bank Geld für neue Geschäfte. Gleichzeitig verringert sie mit dem Verkauf die Belastung der eigenen Bilanz durch Kredite, für deren Ausfallsicherung sie Reserven vorhalten muss.