Demonstration gegen Neonazi-Aufmarsch in Bonn

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Eine Hundertschaft der Polizei begleitet in Bonn einen Aufmarsch von Neonazis.

Ein Bürgerbündnis hat am Samstag in Bonn gegen einen Aufmarsch von Rechtsextremisten demonstriert. Die Polizei zählte 2500 Teilnehmer. «Für Neonazis und Faschisten ist hier kein Platz», sagte der DGB-Vorsitzende der Region Bonn, Ingo Degenhardt.

Das Bündnis «Kein Fußbreit den Faschisten» hatte zu der Gegenaktion aufgerufen. Laut Polizei kam es nicht zu größeren Ausschreitungen. Weitreichende Absperrungen und ein massives Polizeiaufgebot verhinderten ein Aufeinandertreffen gewaltbereiter Gegendemonstranten mit den etwa 250 Neonazis.

Das rechtsextreme «Aktionsbüro Mittelrhein» hatte eine Kundgebung vor der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien für den gleichen Tag angemeldet. Die Behörde verbietet den Verkauf von Tonträgern mit gewaltverherrlichenden und rassistischen Texten an Jugendliche. Der Verkauf von Musik aus dem sogenannten Rechtsrock- Bereich zählt zu den Haupteinnahmequellen der rechten Szene. Dem Bürgerbündnis aus mehr als 40 Gruppen gehören Parteien, Gewerkschaften, Kirchen und Sozialvereine an. Mit einer Kundgebung und Mahnwachen protestierten sie gegen die Aktion der Neonazis.

(DPA)

12.07.2008 17:42 Uhr

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