Krieg um Plakate

Wahlkampf in Hessen spitzt sich zu

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"Schilderwald" in Hessen

Wenige Tage vor der Landtagswahl wird der Wahlkampf in Südhessen immer mehr zu einem Krieg um Plakate. Laut Polizeiberichten vom Montag wurden rund 250 Plakate der CDU in Viernheim gestohlen und in Groß-Umstadt etwa 30 Stück der Linken mit FDP-Parolen überklebt.

In Viernheim sollen die Täter zwischen Sonntagnachmittag und Montagmorgen rund 250 der insgesamt 400 mit Kabelbindern befestigten Plakate der Konservativen abgehängt und fortgebracht haben. Ein geringer Teil sei beschädigt zurückgelassen worden, teilte die Polizei mit. Wahlplakate anderer Parteien wurden nach bisherigem Erkenntnisstand nicht entwendet.

Die Polizei Darmstadt bestätigte am Montag, dass die Partei «Die Linke» Strafanzeige wegen überklebter Plakate erstattet hat. Deren Kreisvorsitzender Hans- Walter Ortmann machte in einer schriftlichen Erklärung die FDP für die Sachbeschädigung von mindestens 30 Plakaten verantwortlich. Den Schaden bezifferte er auf 3000 Euro, die man von der FDP zurückverlangen werde.

Es sei mehr als erstaunlich, mit welchen Methoden die Partei vorgehe und mit welcher «schon fast krimineller Energie» sie glaube, den Wahlkampf führen zu müssen, erklärte Ortmann. Die Aufkleber mit der Aufschrift «Gegen Linksruck - Mit Zweitstimme FDP wählen» seien auch auf den FDP-eigenen Plakaten zu sehen. Die Polizei hielt sich mit einer Bewertung zurück. Die Täter seien noch nicht ermittelt.

(DPA, N24)

21.01.2008 20:54 Uhr

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