Einen handfesten Streit hat es im Haus Mandela gegeben. Hintergrund für die Auseinandersetzung sei auch die Aufteilung der Hinterlassenschaften des Friedensnobelpreisträgers.
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Nelson Mandela (90), Südafrikas Nationalheld und Anti-Apartheid-Kämpfer, hat Ärger mit der eigenen Familie. Die Zeitung "Sunday Times" (Johannesburg) berichtete über einen heftigen Zwist, der die Familie des Friedensnobelpreisträgers entzweie.
Geburtstags-Boykott
Der Streit habe vergangenes Wochenende zum Boykott seiner Geburtstagsfeier durch seine Ex-Frau Winnie Madikizela-Mandela, die gemeinsamen Töchter Zindzi und Zenani sowie deren Kinder geführt. Nelson Mandela persönlich habe vergeblich zu intervenieren versucht, berichtet das Blatt.
Streit um Hinterlassenschaften
Hintergrund seien Streitigkeiten der Familie unter anderem über eine Aufteilung seiner Hinterlassenschaft sowie Arrangements für den Fall seines Todes. Das Blatt zitiert in Auszügen aus einem Brief, den Zindzi und Zenani Mandela an ihre Stiefschwester Makaziwe aus Nelson Mandelas erster Ehe geschrieben haben. Darin beschweren sie sich über eine unzureichende Unterrichtung über die Feierlichkeiten zu dessen 90. Geburtstag.
Treffen zur Schlichtung wurde ignoriert
Ein von Mandela arrangiertes Schlichtungstreffen habe nichts geholfen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf einen Mandela nahestehenden Politiker. Die Familienmitglieder hätten sich vielmehr über die Vermögensaufteilung sowie Vereinbarungen für die Trauerfeierlichkeiten nach seinem Tode gestritten. Mandela will nach diesen Informationen sein Vermögen weitgehend seinen Stiftungen übertragen, einen Teil davon aber seiner dritten Frau Graca Machel und Lieblingsenkel Mandla Mandela vermachen. Der Rest solle zwischen den Kindern aufgeteilt werden.