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NASA seit 1958

Eine Nation greift nach den Sternen

1958 wurde die US-Weltraumbehörde NASA gegründet. Seitdem hat diese eine Menge erreicht, viele Erfolge und manche Rückschläge erlebt. Am 29. Juli 2008 wird der fünfzigste Geburtstag gefeiert.

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Am 4. Oktober 1957 schoss die Sowjetunion den Satelliten Sputnik 1 ins Weltall. Die piepsenden Funksignale konnten auf der ganzen Welt empfangen werden.
Am 3. November des gleichen Jahres schoss das kommunistische Land mit der Hündin Laika das erste Lebewesen ins All. Die Sowjetunion war mit beeindruckenden Erfolgen ins Rennen um die Vorherrschaft im All gestartet.
Aufgeschreckt von der technologischen Macht der Kommunisten ging die US-Regierung in die Aufholjagd. Am 29. Juli 1958 unterzeichnete der damalige US-Präsident Dwight D. Eisenhower den "National Aeronautics and Space Act".
Es war die Geburtsstunde der NASA. Mit einem, für damalige Verhältnisse, beeindruckenden Budget von 80 Millionen Dollar und 8.000 Mitarbeitern nahm die Weltraumagentur im Oktober 1958 ihre Arbeit auf.
Nach dem "tierischen Erfolg" der Russen wollte die NASA gleich einen Menschen ins All schicken und begann mit dem Mercury-Programm. Doch erneut kam ihnen der Gegner zuvor. Am 12. April 1961 absolvierte Juri Gagarin seinen Raumflug um die Erde.
Der Amerikaner Alan B. Shepard kam wenige Wochen später als zweiter Mensch ins Weltall. Mit dem Apollo-Programm ging die NASA Anfang der 1960er Jahre in die Vollen und bereitete eine Mondlandemission vor.
Während des Apollo-Programms kam es zum bis dahin schwersten Unglück in der NASA-Geschichte. An Bord von Apollo 1 brach während eines Bodentests ein Feuer aus und tötete alle drei Astronauten.
Am 16. Juli 1969 gelang der NASA das Unglaubliche, die erste Landung von Menschen auf dem Mond. Legendär wurden Neil Armstrongs erste Worte auf dem Mond: "That's one small step for man, one giant leap for mankind."
Fünfmal kehrte die NASA mit Astronauten auf den Mond zurück, zuletzt mit der Besatzung von Apollo 17 am 7. Dezember 1972. Die Weltraumbehörde hatte den Zenit des Erfolges erreicht und die Sowjetunion technologisch überholt.
Am 14. Mai 1973 brachte die USA mit dem Skylab auch die erste Raumstation ins All. Skylab war jedoch nur für wenige Monate besetzt und verglühte nach sechs Jahren in der Erdatmosphäre.
Ein weiterer Meilenstein für die NASA war die Entwicklung der Space Shuttles in den 1970er Jahren. Am 12. April 1981 flog mit der Columbia erstmals ein wiederverwendbarer Raumgleiter ins All.
Zweimal kam es bei Shuttle-Missionen zu tragischen Unglücken. Am 28. Januar 1986 explodierte die Raumfähre Challenger während des Starts. Am 1. Februar 2003 brach die Raumfähre Columbia während des Landemanövers auseinander.
Trotz der beiden Unglücke ist das Shuttle-Programm ein großer Erfolg. Bis heute werden die Raumfähren etwa zur Versorgung der ISS eingesetzt. Dennoch sind ihre Tage gezählt. Die NASA sucht längst nach moderneren und billigeren Alternativen.
Seit Anfang der 1960er Jahre schickte die NASA auch zahlreiche unbemannte Sonden und Satelliten ins All, um Daten über die Erde, das Sonnensystem und andere Galaxien zu sammeln. Waren dies Anfangs einfache Vorbeiflugsonden wie die Mariner
so wurden diese im Laufe der Zeit immer komplexer. Sonden wie Pioneer (Jupiter, 1972), Viking (Mars, 1976), Galileo (Jupiter, 1989) oder Pathfinder (Mars, 1996) flogen an Planeten vorbei oder landeten auf ihnen.
Zudem schickte die NASA zur Weltraumforschung zahlreiche Teleskope ins All, darunter OAO (1972), COBE (1989), Hubble (1990) und Spitzer (2003).
Einen für Jedermann erfahrbaren praktischen Zweck erfüllen die seit 1990 gestarteten NAVSTAR-Satelliten. Sie ermöglichen die Positionsbestimmung an jedem Punkt der Welt und damit die Funktion der so genannten Navis für Autos, Schiffe oder Flugzeuge.
Obwohl die NASA zurzeit fast 20.000 Mitarbeiter beschäftigt und über ein Jahresbudget von 19 Milliarden Dollar verfügt, stößt sie seit jeher immer wieder an Ressourcengrenzen, muss Projekte zusammenstreichen oder ganz einstellen.
Dennoch hat die Weltraumbehörde auch für die Zukunft ehrgeizige Pläne. Bis 2024 soll auf dem Mond eine dauerhaft besetzte Basis aufgebaut werden. 2037 sollen erstmals Menschen die Marsoberfläche betreten.
Man darf gespannt sein, was die US-Weltraumbehörde in den nächsten 50 Jahren wirklich schafft. Betrachtet man die Erfolge der Vergangenheit, könnte dies eine Menge sein. Happy Birthday NASA!

(N24)

28.07.2008 17:10 Uhr

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